Schlips-Code an Schule: Streber tragen lila, Versager sind blau

Eine Schule in London sortiert per Schlips: Lila für die Guten, der Rest muss in blau und rot herumlaufen.*Damit nicht genug:*Die Schüler*lernen getrennt und spielen getrennt.*Der Rektor hält das für fortschrittlich, die Gewerkschaft verdreht die Augen -*und die*Kinder beschimpfen sich.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...777381,00.html
  1. #1

    Warum nicht gleich ein Etikett ans Ohr ?

    Den Herrn Rektor hätte man wohl auch besser früh aussortieren müssen. Aber "Schule" war ja schon immer gut darin, Kindern möglicht schnell verschiedene Stempel aufzudrücken. Von daher ist es wohl wirklich ein Fortschritt.
  2. #2

    .

    Vielleicht erbarmt sich jemand und schenkt ihm eine Ausgabe von The Wave.
  3. #3

    Schwachsinn

    Da frage ich mich doch, was das soll... Sollten Schuluniformen nicht genau so etwas unterbinden? Das ist, als würde man die Lebensmittelampel einführen, aber jedem selbst überlassen, ab wann ein Gehalt "rot" oder "grün" würde.

    Meiner Meinung nach absolut überflüssiger Mumpitz.
  4. #4

    Also für mich kling das..

    .. ganz nach einem billigen Harry Potter Hogwards-Imitat an.
  5. #5

    Revival anderer "Zwangserkennungsmittel" möglich?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eine Schule in London sortiert per Schlips: Lila für die Guten, der Rest muss in blau und rot herumlaufen.*Damit nicht genug:*Die Schüler*lernen getrennt und spielen getrennt.*Der Rektor hält das für fortschrittlich, die Gewerkschaft verdreht die Augen -*und die*Kinder beschimpfen sich.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/a...777381,00.html
    Mal vorweg, ich dachte immer, Schuluniformen seien eben dazu da, damit die Kinder sich z.B. nicht über Markenkleidung o.ä. abgrenzen können und das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Schülerschaft über soziale/ökonomische/ethnische Schranken hinweg gefördert wird...

    Aber naja... Segregation ist doch so eine tolle Sache, da weiss man immer gleich wo sein eigenes Plätzchen ist und wenn man ignorieren/hassen/ablehnen etc. darf. Praktisch, dass sich im Vereinigten Königreich die "Geschichtsversessenheit" anscheinend darauf beschränkt, dass man irgendwelche Schlachtdaten auswendig lernt. Würde man davon abschweifen, fiele einem auf, dass auch andere Leute grosse Freude an solchen Zwangserkennungsmitteln hatten... Ich sage nur: "gelbe Sterne"...
  6. #6

    Re: Vielleicht erbarmt sich jemand

    Zitat von Hagbard Beitrag anzeigen
    Vielleicht erbarmt sich jemand und schenkt ihm eine Ausgabe von The Wave.
    Wer sagt denn, daß er keine Ausgabe von "The Wave" hat? Vielleicht macht er es gerade deswegen, weil er das Buch gelesen hat?
  7. #7

    Abila Lysaniae

    Zitat von dommi83 Beitrag anzeigen
    Sollten Schuluniformen nicht genau so etwas unterbinden?
    Das haben sie noch nie. Auch mit Schuluniform gibt es reichlich Möglichkeiten, sich bzw. sein Kind als besser darzustellen.
    Man kann sie z.B. bei einer Bekleidungskette von der Stange kaufen oder einen Maßschneider beauftragen. Der Unterschied wird dann gewolltermaßen so wahrgenommen wie der zwischen Kartoffelsack und Designerkleid.
  8. #8

    ...

    Zitat von Denkstoerung Beitrag anzeigen
    .. ganz nach einem billigen Harry Potter Hogwards-Imitat an.
    Ganz genau. Betroffenheit eint und führt somit zu einem größeren Zusammenhalt der Schülergruppen. Zusätzlich gibt es einen Anreiz für mehr Leistung. Und die Effizienz wird auch noch gesteigert.
    Man stelle sich nur mal vor, Hauptschüler würden zusammen mit Gymnasiasten unterrichtet werden.
  9. #9

    titelfrei

    Zitat von Denkstoerung Beitrag anzeigen
    .. ganz nach einem billigen Harry Potter Hogwards-Imitat an.


    danke für den aufschlussreich geschriebenen beitrag - hier ist ihre rote krawatte.

    :)