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Schleppender Verkauf von E-Autos: Autokonzerne suchen Hilfe beim Staat

Elektroautos werden zu Ladenhütern, weil sie zu teuer sind. Das sagen BMW und Opel und fordern von der Regierung Subventionen für die alternativen Antriebe. Ein Experte rät den Konzernen dagegen, ihre Strategie umzustellen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...844086,00.html
  1. #190

    Gleich der erste hats erfasst

    Zitat von smartphone Beitrag anzeigen
    wohl kaum
    Teuer sind derzeit nur die Akkus
    Aber der Rest - Der Teure Verbrennungsmotor entfällt , die ganze teure Peripherie entfällt
    Der Denkfehler liegt darin, dass man das Gewicht der Batterie unter allen Umständen gering halten möchte.
    Der zweite Denkfehler liegt darin, dass man sich nicht getraut, die eMotoren in die Radnaben zu plazieren weil man Angst vor den ungefederten Massen hat.
    So um die 500 kg wiegen die Elemente der Blei-Vlies-Batterie - robust, langlebig, billig (wäre für ca. 2000 Euro machbar und enthält dann so um die 20-30 nutzbare Kwh).
    Damit allein kommt man im Stadtverkehr schon sehr weit.
    Noch mehr Gewicht bringen Generator und Lademotor ("Range-Extender"). Aber durch den Wegfall der beiden Allrad-Differentiale, der Kupplung, dem Automatik-Getriebe und dem normalen Motor beläuft sich das Mehrgewicht noch so auf 200 kg (oder 150 oder 250).
    Und dann hat man:
    Allrad
    digitales ESP
    digitales Antischlupf
    variable Lastverteilung auf 4 Räder
    stufenlose Automatik

    Dabei entsteht aber ein Riesenproblem für die deutschen Premiumhersteller. In Jahrzehnten erworbenes Wissen wird über Nacht wertlos. Was nützen die tollsten Software-Programme zur Berechnung von Gierspannungen in Automatik-Getrieben -wenn da ga kein Getriebe mehr ist?
    BMW soll bloß aufpassen. Sonst geht es denen wie der Uhrenindustrie vor 40 Jahren. Nur mit dem Unterschied dass ein Wegbrechen der deutschen Automobilindustrie für uns alle verheerende Folgen hätte.
  2. #191

    Da weitermachen wo Ferdinand Porsche aufhören musste

    Zitat von n+1 Beitrag anzeigen
    Der Denkfehler liegt darin, dass man das Gewicht der Batterie unter allen Umständen gering halten möchte.
    Der zweite Denkfehler liegt darin, dass man sich nicht getraut, die eMotoren in die Radnaben zu plazieren weil man Angst vor den ungefederten Massen hat.
    So um die 500 kg wiegen die Elemente der Blei-Vlies-Batterie - robust, langlebig, billig (wäre für ca. 2000 Euro machbar und enthält dann so um die 20-30 nutzbare Kwh).
    Damit allein kommt man im Stadtverkehr schon sehr weit.
    Noch mehr Gewicht bringen Generator und Lademotor ("Range-Extender"). Aber durch den Wegfall der beiden Allrad-Differentiale, der Kupplung, dem Automatik-Getriebe und dem normalen Motor beläuft sich das Mehrgewicht noch so auf 200 kg (oder 150 oder 250).
    Und dann hat man:
    Allrad
    digitales ESP
    digitales Antischlupf
    variable Lastverteilung auf 4 Räder
    stufenlose Automatik

    Dabei entsteht aber ein Riesenproblem für die deutschen Premiumhersteller. In Jahrzehnten erworbenes Wissen wird über Nacht wertlos. Was nützen die tollsten Software-Programme zur Berechnung von Gierspannungen in Automatik-Getrieben -wenn da ga kein Getriebe mehr ist?
    BMW soll bloß aufpassen. Sonst geht es denen wie der Uhrenindustrie vor 40 Jahren. Nur mit dem Unterschied dass ein Wegbrechen der deutschen Automobilindustrie für uns alle verheerende Folgen hätte.
    Ferdinad Porsche gewann schon Rennen mit seinem Elektro-Radnaben-Antrieb. Das alles mit "selbstgeschnitzen" Elektromotoren und ohne Elektronik.
    Damals hat ihn dann die Verbrennungsmotor-Technologie überrannt.

    Heute, mit 4-Qudranten-Elektronik und allem Pi-Pa-Po ist die Zeit seit mindestens 20 Jahren reif für den E-Antrieb.

    Gebremst wird das - wie Sie schon einen Aspekt beschreiben - systematisch von der Mineralölindustrie - einer milliardenstarken Lobby, die für diesen Profit über Leichen geht und natürlich durch das von der Mechanik dominiertem Managment der Autoindustrie.

    Deshalb werden ja E-Autos produziert, die Rennwagen sind, unbezahlbar sind und kaum alltagstauglich. So, als wollte man die Befürworter verspotten? Und die Politiker sind vermutlich zu blöd das Spiel zu erkennen?
  3. #192

    Die Logistik

    Zitat von rad666 Beitrag anzeigen
    Wie viel Strom würden wir benötigen, um die Million Autos täglich zwischen 16:00 und 20:00 wieder aufzuladen? Packen das die Netze und die Kraftwerke auch im Winter bei Windstille und bewölktem Himmel? -....
    Die Logistik ist überhaupt das Problem bei der Sache. Ich denke, es ist schon sehr hochgegriffen, wenn ich behaupte, 1/3 der Autobesitzer hat eine eigene Garage. Und davon wiederum sind mindestens 50% ohne Stromanschluss. Und davon dürften erneut 50% so alt, schwach, oder falsch gelegt sein, dass sich damit kein E-Auto aufladen lässt, ohne dass die Sicherung andauernd rausfliegt.
    So, wer hat mitgerechnet?
    Bleiben noch ca. 8,25% (sagen wir großzügig 10%) der Autobesitzer, die überhaupt die Möglichkeit haben, ihr E-Auto abends an die Steckdose zu hängen.
    Und was, wenn man das Aufladen mal vergisst? Ein Benzinkanister ist schnell rangeholt und der Tank gefüllt, aber das Aufladen dauert ja nunmal. Und wie kommt man dann zur Arbeit? Tja, pech gehabt.
    Ich glaube, die wenigsten Mitbürger möchten dazu genötigt werden, an noch eine weitere Sache zwingend denken zu müssen. Mit dem rechtzeitigen (Treibstoff-) Nachtanken scheinen ja schon so einige überfordert zu sein.
    Oder die andere Seite. Viele Autofahrer (ich eingeschlossen) haben gerne eine Reserve im Tank. Bei mir sind es ca. 30% Sprit die immer drin sein müssen. Bei Anderen sind es auch schonmal 50%.
    Das "verringet" die Reichweite eines E-Autos natürlich zusätzlich!
  4. #193

    Naja

    Zitat von Skarrin Beitrag anzeigen
    Das haben andere Mitleser sicher verstanden, denn die wissen dass man auch die Inflation mit berücksichtigen muss und 50.000DM damals heute nicht einfach 25.000€ sind.......
    Najaaaa, das stimmt schon. Aber schauen sie sich z.B. einmal Unterhaltungselektronik an. Die wird (will man nicht immer gerade dassssssss Ultra-aktuelle-Super-Duper-Gerät) immer günstiger. Ein einigermaßen Brauchbarer PC für 499€ ist doch nichts Besonderes mehr. Hingegen bekam man zu DM-Zeiten für 1000DM höchtens Elektroschrott.
  5. #194

    Gegen was Neues sträuben sich immer einige?

    Zitat von konservativer1987 Beitrag anzeigen
    Die Logistik ist überhaupt das Problem bei der Sache. Ich denke, es ist schon sehr hochgegriffen, wenn ich behaupte, 1/3 der Autobesitzer hat eine eigene Garage. Und davon wiederum sind mindestens 50% ohne Stromanschluss. Und davon dürften erneut 50% so alt, schwach, oder falsch gelegt sein, dass sich damit kein E-Auto aufladen lässt, ohne dass die Sicherung andauernd rausfliegt.
    So, wer hat mitgerechnet?
    Bleiben noch ca. 8,25% (sagen wir großzügig 10%) der Autobesitzer, die überhaupt die Möglichkeit haben, ihr E-Auto abends an die Steckdose zu hängen.
    Und was, wenn man das Aufladen mal vergisst? Ein Benzinkanister ist schnell rangeholt und der Tank gefüllt, aber das Aufladen dauert ja nunmal. Und wie kommt man dann zur Arbeit? Tja, pech gehabt.
    Ich glaube, die wenigsten Mitbürger möchten dazu genötigt werden, an noch eine weitere Sache zwingend denken zu müssen. Mit dem rechtzeitigen (Treibstoff-) Nachtanken scheinen ja schon so einige überfordert zu sein.
    Oder die andere Seite. Viele Autofahrer (ich eingeschlossen) haben gerne eine Reserve im Tank. Bei mir sind es ca. 30% Sprit die immer drin sein müssen. Bei Anderen sind es auch schonmal 50%.
    Das "verringet" die Reichweite eines E-Autos natürlich zusätzlich!
    Als die ersten Eisenbahnen mit der "wahnsinnigen" Geschwindigkeit von 30km/h fuhren - war das "Teufelszeug und die Menschen die damit fahren würden sterben" - "das hält der menschliche Körper nicht aus etc. etc."

    Sie können sicher sein - in 20 - 30 Jahren wird man mitleidig (aber auch mit Nostalgie und Wehmut) auf die Benzinkutschen zurückblicken.

    Die mobile E-Technik und die mobilen E-Speicher wurden m.E. absichtlich unterdrückt.
    Man denke nur: Die edelste Energie kann sich nahezu jeder selbst auf dem Dach oder im Garten erzeugen? Können da die einschlägigenen Energie-Monopolisten etwas Gutes daran finden? Nie! Das wird bis aufs Messer bekämpft.

    Deshalb sollte man sich nicht vor deren Probagandawagen spannen lassen und all die negativen Dinge, die jene dazu verbreiten, verinnerlichen.

    Die E-Mobilität braucht für die Erreichung ihres Zinits sicher nicht die Zeit, die der Verbrennungsmotor zu seiner Zeit brauchte.

    Wer hätte vor 100 Jahren daran gedacht, mit welch kleinen, rel. leisen, schnuckeligen Motoren, flotte Autos mit 150 km/h durchs Land sausen - und das nahzu Jedermann ???
  6. #195

    Oder mal mit besserem Marketing probieren

    Ich kann nur meinen Eindruck bezüglich Opel äußern: mieses Marketing für ein richtig gutes Auto. Ok, wenn Vater Staat 20k sponsert, dürfte der Wagen weggehen wie geschnitten Brot. Aber leider sieht man das Fahrzeug nicht so oft auf der Straße - was meiner Meinung nach die beste Werbung wäre.
  7. #196

    Wohl kaum,

    Zitat von artbond Beitrag anzeigen
    2/3 aller Neuwagen sind Firmenwagen. Bei Fahrzeugen die über 30000€ kosten ist der Anteil an Firmenwagen bei weit über 80%. Kaum ein Privatmann kauft sich einen BMW/Audi/Mercedes neu. Erst die zweite Hand ist der Privatmarkt.
    Wenn man wirklich EAutos puschen will, sollte man einfach den 1% Geldwertenvorteil für Eautos abschaffen... ruck zuck sind millionen Eautos auf der Straße!
    oder für welche E-Autos könnte dies gelten ?
    Fabrikat,Reichweite
  8. #197

    Schleppender Verkauf von E-Autos - Überleben, eine Kostenfrage??

    Wenn man sich bemüht, die Kommentare auf ihren Inhalt zu bewerten, dann stehen die sicher hohen Kosten im Vordergrund. Genau jene Kommentatoren vergessen, worum es eigentlich geht: Schlicht um Überleben! Es geht seit mind. 30 Jahren darum, fossile Energieträger dort zu lassen, wo sie hergeholt wurden: In der Erde. Ich komme mir vor wie in einem Schnellzug, der unaufhaltsam dem Abgrund zurast, in dem innerhalb dises Bewusstseins über Kosten und Service diskutiert wird!
  9. #198

    Zitat von gerry07 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie schon so nett fragen: http://bit.ly/lifecycleanalysisbevcv
    Wirkt prinziepiell ueberzeugend und serioes.

    Eines verstehe ich an der Quelle aber nicht; und das ist die Annahme, das waehrend der Durchschnittlichen Lebensdauer eines Fahrzeugs (15 Jahre, 180.000 Meilen) ein halber neuer Akku benoetigt wird. Und das wird nicht statistisch gesehen (also die Haelfte aller Fahrzeuge braucht einen Neuen), sondern es wird tatsaechlich angenommen, dass man in einem Akku einzelne Zellen ersetzt.

    Diese Annahme finde ich ein wenig bizarr. Ein Akku wie z.B. im Tesla ist ja nicht einfach ein Haufen einzeln eingsetzter Zellen, sondern die sind miteinander verloetet in einem fuer fluessig-Kuehlung geeigneten Gehaese eingebaut. Das Zerlegen eines solchen Akkus und das Austauschen von 50% der Zellen ist entsprechend mehr Aufwand als den Akku neu Herzustellen. Und Akkus muessen deutlich im Preis sinken, sonst ist das Fahrzeug zu teuer. Der Preis fuer den E-Auto-Akku wird aber nicht im wesentlichen durch den Zellenpreis sinken, LiIon-Zellen werden ja heute schon in Millionen Stueckzahlen gefertigt, sondern durch Massenfertigung des Traktionsakkus aus den einzelnen Zellen. Den halben Akku zu ersetzen ist also vermutlich erheblich teuerer, als einen neuen zu nehmen. Zudem wuerde ich anzweifeln, dass einzelne Zellen tatsaechlich 15 Jahre gut halten (die LIon vom Tesla tun das sicher nicht) und ich weiss auch nicht, wie so ein Akku vernuenftig funktionieren soll, wenn 50% der Zellen bereits den Geist aufgegeben haben. Da scheint schon ein gewisses Wunschdenken zu herrschen...

    Zitat von gerry07 Beitrag anzeigen
    Die Qualität Ihrer Quellen verwundert mich aber schon.
    Das kann ich nachvollziehen.


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