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Schlemmertipps für Vancouver: Lavendel-Latte und Gurken-Cocktail

TMNJunge Küche macht in Vancouver Furore: Aus allen Teilen der Welt haben experimentierfreudige Köche das Beste zusammengetragen. Doch nicht nur so manches Geschmackserlebnis ist neu, auch die Herkunft. Einige setzen auf lokale Zutaten - oder ernten den Salat gleich auf dem Dach.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-857858.html
  1. #1

    Plöger

    Nach Vancouver ist "das" Frankfurter Feinkostunternehmen Plöger von der Fressgass ausgewandert.Das ist bestimmt eine erste Adresse.
  2. #2

    Ein dickes Aber

    Zitat: „Deftige Westküstenküche...“

    Vancouver ist eine bunte Großstadt geworden, mit wachsenden asiatischen Einflüssen. Die Beschreibung der Restaurants und deren Angebot finde ich interessant. Aber – ein dickes Aber: Meine immerhin nicht unbeträchtlichen Erfahrungen mit der kanadischen Küche, auch in British-Columbia, haben mich über die Jahre desillusioniert, um es freundlich auszudrücken. Von einer „deftigen Westküstenküche“ zu sprechen, ist ein Hohn, denn es impliziert, dass die Kanadier kochen können, was leider nicht den Tatsachen entspricht.

    Auf dem Land an der Westküste wird man Ihnen etwa zentimeterdick panierte Scampis mit einer gruseligen Cocktailsoße servieren, und dazu fettige Pommes – die Kanadier frittieren fast alles Meeresgetier gnadenlos, sie können mit Fisch nicht umgehen, das kann man vergessen. Ok, Steaks können sie grillen, sofern man denn ein gutes Steak erwischt, und kein zattriges Entrecot, doch schon bei den Beilagen wird es zappenduster – Standard-Salat, Null-Brot, irgendein fettiger Kartoffelkram, Country-Chips oder so, ungenießbar. Mir wurde auch schon einmal ein Steak mit schneeweißem Reis und einer Flasche Ketchup vor die Nase gestellt, für teures Geld. Wenn Kanadier Rindfleisch anders zubereiten, dann schmeißen sie meistens riesige Stücke für Stunden in den Backofen, so dass das Fleisch am Ende von selbst zerfällt – nun gut, manche Leute lieben es ja, wenn man das Fleisch lutschen kann. Selbstgemachte, schmackhafte Soßen sind übrigens in Kanada durchgehend unbekannt.

    Es ist immer wieder lustig, wenn Kanadier mit vor Stolz geblähter Brust herumräsonieren, wie tiefgreifend sie sich doch von den Amerikanern unterscheiden – sie ignorieren dabei geflissentlich, dass dieser Befund nur teilweise stimmt, im sozialen Bereich zum Beispiel oder bei den Waffengesetzen. Mit ihrem Essen aber können sie genauso wenig einen Blumentopf gewinnen wie die Amis.
  3. #3

    Kaffe ist ebenso ein Trauerspiel

    Ich kann mich bezüglich so mancher Aussage meinem Vorredner anschließen. So wirklich vielfälltig oder gar durchdacht ist das mit dem Kochen in Kanada so im allgemeinen nicht.
    Bei Kaffe setzten sie aber dem Dilletantismus noch eins oben drauf. Statt wie im Rest der Welt, wo man Kaffemaschinen italienischer Machart einsetzt, hat man hier gänzlich unterschiedliche Variationen erfunden.
    Bestellt man hier einen Cappuccino, erhält man etwas undefinierbares mit 3cm Bauschaum oben drauf. Bei Latte (=Milch) erhält man Etwas dem Cappuccino ähnliches aber natürlich im Pappbecher. Latte Macchiato ist ein Espresso Macchiato, aber mit genug Milch, so dass er als Cappu durchgehen könnte. Schäumerei: i.d.R. mangelhaft. Und von dem dreischichtigen Latte Macchiato hat man hier noch nie was gehört oder gesehen - wie auch bei Pappbechern. Schaut denn hier keiner in die google Bildersuche?


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