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Schleichwerbung-Vorwürfe: Bloggers Sündenfall

Seit Tagen orakelte der Blogger Sascha Pallenberg über einen Schleichwerbung-Skandal in der deutschen Blog-Szene. Jetzt nennt er Namen und konkrete Vorwürfe - und kassiert selbst kräftige Kritik. Steht hinter dem vermeintlichen Skandal ein Blogger-Hickhack zwischen direkten Konkurrenten?

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...741957,00.html
  1. #10

    !

    Zitat von Hans Blafoo Beitrag anzeigen
    Darum geht es nicht.
    Es geht viel mehr darum, dass Pallenberg den Moralapostel spielt, "unzulässige" Werbung und Finanzierung von Blogs anprangert während er im Grunde ähnlich agiert.
    Nein. Ich kenne seine Seite seit einigen Jahren und er hat immer ganz klar gesagt, wenn er z.B. von Intel auf eine Messe eingeladen wurde und dann drüber berichtet hat.

    Genau das ist der Unterschied: Pallenberg macht das öffentlich, während die Schleichwerbe-Blogger gar nicht drüber reden dürfen.
  2. #11

    ...

    Zitat von Janu Beitrag anzeigen
    .... die Integrität des Internets.

    ... weil sie auf lange Sicht die inhaltliche Integrität des gesamten Webs in Frage stellen kann.
    Integrität des Internets - das ist endlich wieder einmal ein Brüllwitz!
    *rofl*

    gab es da nicht einmal so etwas wie "second life"?
    Jeder Dumpf-Werber verkaufte seinem Kunden, dass man da "unbedingt dabei sein muss", bis die Reklame das ganze Ding getötet hat und sich keiner mehr dafür interessierte.

    Auch wenn es im Moment unwahrscheinlich aussieht, ich hoffe das passiert auch mit Facebook.

    ...und wenn der Blog-MARKT, im Sinne von Werbemarkt oder Marktwirtschaft, sein Vertrauen verspielt hat, nun denn, dann wird die nächste Sau durch irgendein (Werbe)dorf getrieben.
  3. #12

    Schleichwerbeverbot für deutsche Blogger? - Aber sicher!

    Da bin ich doch etwas verwirrt: Ebenso wie in der digitalen Berichterstattung geht auch diese Diskussion mehrheitlich davon aus, dass Schleichwerbung in Blogs rechtlich zulässig ist.

    Das ist mitnichten so - Details gibt es etwa hier
    (http://www.cmshs-bloggt.de/archives/4189) und hier (http://www.lampmann-behn.de/lbr-blog...oire-cest-moi/)
  4. #13

    Nachfrage

    Zitat von michael kamps Beitrag anzeigen
    Ebenso wie in der digitalen Berichterstattung geht auch diese Diskussion mehrheitlich davon aus, dass Schleichwerbung in Blogs rechtlich zulässig ist.

    Das ist mitnichten so - Details gibt es etwa hier
    (http://www.cmshs-bloggt.de/archives/4189) und hier (http://www.lampmann-behn.de/lbr-blog...oire-cest-moi/)
    Beruhigend? Noch nicht, bewegt das Thema verdeckter Werbung doch nicht nur den Medienkanal der Blogs (für die zumindest in den meisten Fällen Verantwortlichkeiten, Autorenschaften, und folgende Reputations-Verluste, feststellbar sein sollten), sondern eben bspw. (und zahlenmässig vermutlich weitaus bedeutsamer) auch "Empfehlungen" von anonymisierten "Lohn-Schreibern" in sozialen Netzwerken, Verbraucherportalen und Foren.

    Ist das zur Durchsetzung zur Verfügung stehende Instrumentarium in der Praxis des Internets dazu (überhaupt noch) geeignet? Liegt nicht vielleicht hier der eigentliche Dreh- und Angel-Punkt des Problems?
  5. #14

    Zwischen Rechtslage und Rechtsdurchsetzung

    Zitat von Janu Beitrag anzeigen
    Beruhigend? Noch nicht, bewegt das Thema verdeckter Werbung doch nicht nur den Medienkanal der Blogs (für die zumindest in den meisten Fällen Verantwortlichkeiten, Autorenschaften,......
    @janu: Vielleicht nicht der eigentliche Dreh- und Angelpunkt (ich störte mich ja vor allem an den z.T. wirklich knatschfalschen Aussagen zur Rechtslage...), aber jedenfalls ein wesentlicher. Dabei mangelt es vielleicht noch nicht einmal so sehr am Instrumentarium zur Durchsetzung der geltenden Vorschriften, sondern in der Tat an der "Verlotterung" der Sitten: Bei vielen Wettbewerbsverstößen funktioniert das Selbstregulierungskonzept; ein Wettbewerber mahnt den rechtswidrig Handelnden ab, macht seine Ansprüche vielleicht sogar gerichtlich geltend. Die Wahrscheinlichkeit derartigen Vorgehens sinkt aber, wenn derartiges tatsächlich mehr und mehr zur üblichen Praxis wird. Und für Verbraucher- und Wettbewerbszentralen scheint es derzeit auch genug anderes zu tun zu geben (die könnten sich nämlich auch drum kümmern)...
  6. #15

    Wohin führt's?

    Zitat von michael kamps Beitrag anzeigen
    [..] Die Wahrscheinlichkeit derartigen Vorgehens sinkt aber, wenn derartiges tatsächlich mehr und mehr zur üblichen Praxis wird. Und für Verbraucher- und Wettbewerbszentralen scheint es derzeit auch genug anderes zu tun zu geben (die könnten sich nämlich auch drum kümmern)...
    Dank Ihnen für Ihre Antwort!

    Der Zug für juristische Vorgehensweisen gegen Schleichwerbung scheint allerdings, vorsichtig formuliert, bereits angefahren zu sein... verstärkt dadurch, dass der Gang juristischer Maßnahmen in einem späten Stadium, siehe "Musik-Industrie vs. P2P-Netzwerke", stark negativ auf die Reputation der Rechte-Durchsetzer zurückzuschlagen in der Lage ist.

    Folgerung: Auf "das Internet" steigt ein innerer Druck, eigene, neuartige, m.E.'s kaum anders als im Medium des Internets selbst demokratisch zu entwickelnde und zu legitimierende, 'informelle' Regelungsmechanismen aufzubauen. Dabei wird die Legislative wahrscheinlich eher von der Vorgaben des Internets lernen können, als umgekehrt herum ...

    I. d. S. gibt dieser Thread immerhin erste, öffentliche Einblicke in diese zukunftsrelevante Dynamik des Internets - die hier und jetzt gleichwohl noch nicht die breite Wahr-Nehmung erhalten zu haben scheint, welche ihrer Bedeutung in der, soweit antizipierbaren, Zukunft des Internets voraussichtlich entsprechen wird.

    Das "Web" bleibt auf jeden Fall spannend ... ;-)
  7. #16

    Ein echter Skandal ...

    Bezahlte Links verbessern das Google Ranking? Ist nicht wahr!

    Nächstens entdeckt noch einer, dass es im Privat-TV Product-Placements und Werbepausen gibt ...
  8. #17

    Alles richtig gemacht

    Pallenberg hat ja alles richtig gemacht.

    - Die Industrie bezahlt ihn.
    - Er arbeitet als Unternehmen mit Sitz in Taiwan. Versucht mal jemanden
    in Taiwan juristisch zu belangen.

    Also, ich würde mir es zweimal überlegen, ob ich was schlechtes über jemanden schreibe, der mir gerade einen Businessflug für 4000,- bezahlt hat und mich dann noch in einem Luxushotel übernachten lässt. Nein, da bedanke ich mich lieber in meinem Blogg beim edlen Spender.
    Für mich ist das kein Blogger. Für mich ist das ein bezahltes Sprachrohr der Industrie.
  9. #18

    Wer im Glashaus sitzt...

    ... trifft auf Herrn Pallenberg in verschiedenster Hinsicht zu.
    Er, der bereits in der Epiacenter-Vergangenheit durch seine 'Methoden' Aufmerksamkeit erregt hat, findet sich auch dieses Jahr in Beiträgen wie "Sascha Pallenberg von Techlounge.de – vom Enthüller zum Erpresser" (http://www.kalliey.de/sascha-pallenb...esser/02/2011), nachdem er einmal mehr versucht, Konkurrenten zu nötigen.
    Wie bereits dem Bericht zu entnehmen ist, sind seine Methoden in Blogger-Kreisen hinlänglich bekannt.

    Zur Meinungsbildung sollte man dann doch einmal mehr hinterfragen und auch eher auf andere Quellen vertrauen.








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