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Schleichende Privatisierung: Experten waren vor Kartellrecht für Kassen

BKartAKrankenkassen werden zu Unternehmen, Patienten zu Kunden: Das Kartellrecht soll nach Plänen der Bundesregierung demnächst auch für die Kassen gelten. Kritiker warnen vor unnötiger Bürokratie - und dem Verlust der Rechte des Versicherten.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...839066,00.html
  1. #1

    Gutes Beispiel USA

    Wo die komplette Privatisierung dann hinführen wird, wissen wir ja am Beispiel der USA, wo 40 Millionen Menschen gar keine Krankenversicherung haben, weil sie es sich einfach nicht leisten können.
    Die Kassen hier klagen doch auch schon alle, dass es Leute gibt, die ihre Beiträge nicht mehr bezahlen. Die machen das nicht, weil sie es nicht mehr wollen, sondern weil sie dazu finanziell schlichtweg nicht mehr in der Lage sind! Da hilft dann auch kein gesetzlicher Versicherungszwang.

    Es gibt bestimmte Dinge, die als Grundleistung einfach nicht privatisiert gehören: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Wasserversorgung und eigentlich auch Energieversorgung und Transport.
  2. #2

    Dieser Herr...

    "Der gesundheitspolitische Sprecher der Partei, Karl Lauterbach, warnte vor dem Ende der Kooperationen zwischen den Kassen. "

    passt zu Herrn Sehhofer und Herrn Lafontaene.

    Wie waere es, das mal zu uebersetzen:
    "Der Lobby-Sprecher der Partei, Karl Erdoelpumper, warnte vor dem Ende der Kooperationen zwischen den Mineraloelgesellschaften."

    Schlimm oder nicht ?
  3. #3

    Banken vergessen

    weil systemrelevant
  4. #4

    Zitat von vogelskipper Beitrag anzeigen
    Es gibt bestimmte Dinge, die als Grundleistung einfach nicht privatisiert gehören: Krankenversicherung, Rentenversicherung, Wasserversorgung und eigentlich auch Energieversorgung und Transport.
    das sehe ich auch so.

    wenn aber das nun so geändert werden soll, müsste eigentlich die krankenversicherungspflicht wegfallen.

    denn ansonsten könnten alle anderen unternehmen ja auch eine art "solidarbeitrag" fordern, so wie die GEZ, die man ja demnächst pro haushalt zahlen muss. von wegen gleicheitsgrundsatz und so.

    dann könnten mercedes, bmw oder vw auch auf einen zwangsbeitrag bestehen, vor allem auch bei all jenen, die noch nicht einmal einen führerschein haben.
  5. #5

    Das Wichtigste zum Schluss

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krankenkassen werden zu Unternehmen, Patienten zu Kunden: Das Kartellrecht soll nach Plänen der Bundesregierung demnächst auch für die Kassen gelten. Kritiker warnen vor unnötiger Bürokratie - und dem Verlust der Rechte des Versicherten.

    Bundesregierung will Kartellrecht für Krankenkassen - SPIEGEL ONLINE
    "Würden die Regierungspläne nicht verwirklicht, bestehe die Gefahr, dass die Nachfragemacht der Kassen unkontrolliert ausufert. Auch bei den Arzneimittel-Rabattverträgen gäbe es erhebliche Probleme, sagt Mundt."

    Nachfragemacht der Kassen heißt Nachfragemacht der Versicherten. Um diese zu brechen, sollen plötzlich die Kartellgesetze herhalten.
    Wie man den Versicherten ihre eigene Entmachtung noch als Vorteil verkaufen will, ist mal wieder bezeichnend.

    Na ja, Michel schläft weiter...
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krankenkassen werden zu Unternehmen, Patienten zu Kunden: Das Kartellrecht soll nach Plänen der Bundesregierung demnächst auch für die Kassen gelten. Kritiker warnen vor unnötiger Bürokratie - und dem Verlust der Rechte des Versicherten.

    Bundesregierung will Kartellrecht für Krankenkassen - SPIEGEL ONLINE
    Na dann weiß ich ja, dass die Regierungsparteien für mich zur nächsten Bundestagswahl definitiv nicht in Frage kommen. Ich bin dafür dass die Krankenkassen ihre Nachfragemacht behalten sollten, die Preise sind für Medikamente, in Vergleich zu anderen Staaten, noch viel zu teuer.
  7. #7

    Welcher Wettbewerb?

    Dank des von rotschwarz eingeführten 'Gesundheitsfonds', also des Einheitsbetrages, gibt es keinen Wettbewerb mehr zwischen den Kassen. Die Leistungen sind allenfalls marginal unterschiedlich.
  8. #8

    Warum steht im Artikel nix davon, dass die FDP dahinter steckt? Hoffentlich ist die FDP bald raus aus der Regierung. Ich vermute mal, einigen arbeiten die Kassen noch zu gut zum Wohle des Volkes zusammen.

    Ist doch schon schlimm genug, es gibt zu viel Korruption und Profitgier zu Lasten der Patienten. Eine kartellrechtliche Zersplitterung und noch mehr kapitalistischer Privatmurks wären schlicht der GAU.

    Staat und Volk könnten zig Milliarden Euro mit einer staatlichen Gesundheitsfürsorge (auch mit staatlichen Pharmaunternehmen) sparen, weil dann nämlich der Staat die Preise diktieren kann, das wäre besser und billiger. (alles imho)
  9. #9

    Oh ja!

    [QUOTE=MrStoneStupid;10370506
    Staat und Volk könnten zig Milliarden Euro mit einer staatlichen Gesundheitsfürsorge (auch mit staatlichen Pharmaunternehmen) sparen, weil dann nämlich der Staat die Preise diktieren kann, das wäre besser und billiger. (alles imho)[/QUOTE]

    Der Staat macht das natürlich viiiiiiel besser und billiger *lach*

    Können Sie sich noch an die Zeit erinnern, als es die "Deutsche Bundespost" gab? Wissen Sie noch was das telefonieren damals gekostet hat oder das Verschicken von Paketen? Das einzige was halbwegs erschwinglich war, waren Ortsgespräche, Ferngespräche waren teuer, Auslandsgespräche sauteuer und Mobilfunk oder Datendienste (BTX) unbezahlbar.


    Was der Staat gut kann ist verwalten, Vorschriften machen und Beamte fürs nichtstun oder verhindern bezahlen. Aber was produktives oder gar innovatives wie die Entwicklung neuer Mediamente? Vergessen Sie´s!








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