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Schlecker-Pleite: Quittung für den Billig-Rambo

Anton Schlecker baute Deutschlands einst erfolgreichste Drogeriekette auf*- doch statt Bewunderung schlug ihm Abneigung entgegen. Berichte über Mitarbeiter-Schikane und Dumping-Löhne ramponierten Image. Der Niedergang der Firma zeigt: Die Billig-Masche zieht nicht mehr.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...810457,00.html
  1. #120

    Planinsolvenz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker baute Deutschlands einst erfolgreichste Drogeriekette auf*- doch statt Bewunderung schlug ihm Abneigung entgegen. Berichte über Mitarbeiter-Schikane und Dumping-Löhne ramponierten Image. Der Niedergang der Firma zeigt: Die Billig-Masche zieht nicht mehr.

    Schlecker-Pleite: Quittung für den Billig-Rambo - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Entweder ist der Spiegel nicht informiert oder Artikelschreiber hat nicht richtig nachgelesen.
    Schlecker hat 3.500 Filialen im europäischen Ausland mit 12.000 Mitarbeiter. Wer redet hier von Pleite. Herrn Schlecker interessiert der deutsche Markt nicht mehr. Die Planinsolvenz wird eine spannende Sache. Er wird die Mitarbeiter los, ohne viel Probleme, das Gehalt der nächsten Monate zahlt das Arbeitsamt (Insolvenzausfallgeld), und nach der der Planinsolvenz kann Herr Schlecker wieder neu anfangen. Es ist bedauerlich das unsere Staatsanwälte und Insolvenzgerichte von solchen wirtschaftlichen Winkelzügen keine Ahnung haben, sonst gäbe es so etwas nicht. Berruflich bin ich von solchen fast kriminellen Machenschaften sehr enttäuscht was sich da einbürgert.
    Und der Begriff Planinsolvenz, ja bitteschön wer hat keinen Plan wenn er in die Insolvenz gehen muss.
    Frau Schickedanz hat man bei der Insolvenz gewaltig über den Tisch gezogen weil sie ganz schlechte Berater hatte und ich hoffe sie bekommt auf dem Klageweg Geld zurück. Dem Herrn Schlecker kann dieses nicht passieren, sein Geld verdient er immer noch im Ausland mit seinen Filialen. Das die Mitarbeiter erst durch die Nachrichten davon gehört haben war schon ein Schachzug gewesen.
  2. #121

    Nicht das schlechte Image war schuld...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker baute Deutschlands einst erfolgreichste Drogeriekette auf*- doch statt Bewunderung schlug ihm Abneigung entgegen. Berichte über Mitarbeiter-Schikane und Dumping-Löhne ramponierten Image. Der Niedergang der Firma zeigt: Die Billig-Masche zieht nicht mehr.

    Schlecker-Pleite: Quittung für den Billig-Rambo - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Ich danke, nicht das schlechte Image von Schlecker war schuld an dessen Niedergang, sonder schlicht die Tatsache, dass die Artikel bei Schlecker eher teurer sind als bei Roßmann und DM.

    Die hohen Preise in Verbindung mit den schlechten Lagen der Läden und dem Ramsch-Feeling beim Einkaufen - das zieht keine Kunden, wenn man in bester Lage einen DM oder Rossmann Laden aufsuchen kann, der richtig nobel wirkt und zudem noch billiger ist.
  3. #122

    Ein Käufer wird sich nicht finden

    Ich glaube nicht das Schlecker gerettet werden kann.
    Ein Käufer müsste:

    - die aktuellen Schulden begleichen (100Mio+)
    - die Verluste ausgleichen bis die Restrukturierung eingreift (500Mio+)
    - Restrukturierungsprogramm 1Mrd+
    - Verkäufer schulen - moderne Kassen, Regalsortierung, Teamwork, ...
    - Bereichsleiter schulen

    Also entstehen immense Kosten, fast das ganze Personal des Konzerns ist auf einem Wissensstand von 1990 und die Konkurrenz ist sehr gut aufgestellt. Nicht mal für geschenkt wird jemand Schlecker übernehmen.
  4. #123

    Zitat von dasistdiezukunft Beitrag anzeigen
    Sie glauben doch wohl nicht wirklich, dass das ein Sieg der Kunden war?
    Aber sicher war dies eine Reaktion der Verbraucher auf die ekelhaften Zustände bei Schlecker.
    Die Verbraucher haben gezeigt, dass Sie Sklaventreiberei nicht dulden.
  5. #124

    Zitat von dasistdiezukunft Beitrag anzeigen
    wo wollen Sie dann bitte noch einkaufen? - Ohne schlechtes Gewissen, ohne die bestehenden Zustände zu unterstützen? - Das komplette Wirtschaftssystem ist krank und pervers und die Eliten, die es leiten und führen, ebenso.......
    Eben eben.
    Die Frage kann deshalb nicht lauten, wo geht man einkaufen, sondern wo geht man auf keinen Fall einkaufen.
    Und für mich war Schlecker seit jeher ein No-go.
  6. #125

    Oh mann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Quittung für den Billig-Rambo
    Ein Titel wie aus der Feder eines Franz Josef Wagner.
    Quo Vadis, Spiegel...
  7. #126

    Die Dummen ...

    sind wieder die Mitarbeiter, die sich am Schluss sogar von der Leier der Opfer hat breitschlagen lassen!

    Weder bei Lidl, noch bei Schlecker, und wenn ich jeden Cent fünfmal umdrehen müsste, bei solchen Läden kauft man nicht ein!
    Wenn ich zwanzig Cent für die Milch mehr zahlen muss, bitte! Solang der Bauer anständig bezahtl wird und der Angestellte faires Geld für seine Arbeit bekommt, soll mir das recht sein.

    Es ist Zeit diesem menschenverachtenden Profitfaschismus unserer Zeit den Kampf anzusagen!
    Wenn dabei die Schleckers dieser Welt auf der Strecke bleiben? Bitte. Sie wussten was sie taten und scherten sich ein Dreck um die Menschen, die in ihrem Namen und für sie arbeiteten - und selbst jetzt noch werden sie angelogen, ausgenutzt, und werden nie auch nur den Ansatz ihrer Arbeit fair entlohnt bekommen, mit dem sich Herr Schlecker ein reiches und schönes Leben gemacht hat.

    Bei allem Respekt vor seinen Schicksalsschläcken! Das eine rechtfertigt noch lange nicht dieses Verhalten und den Umgang mit Menschen. Ich habe immer einen Bogen um Schlecker gemacht, eben wegen diesen Personalpraktiken und der wirklich menschenverachtenden Bezahlung dieses Unternehmens.
  8. #127

    die discounter

    können sich schon lange nicht mehr alles erlauben.

    kik war so ein negativbeispiel - oder die lidl-spitzel-affäre.

    bei aldi hingegen gab es bezüglich der arbeitsbedingungen noch keine kritik.

    soweit ich weiß, bezahlt aldi über tarif (obwohl die mitarbeiter sehr viel arbeiten müssen).

    lidl bezahlt zwar auch recht viel, dafür soll die arbeitsbelastung unerträglich sein - zumindest für gebietsmanager.

    ich hoffe doch, dass in zukunft noch mehr schlechte firmen pleite gehen.
  9. #128

    Kommunen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker baute Deutschlands einst erfolgreichste Drogeriekette auf*- doch statt Bewunderung schlug ihm Abneigung entgegen. Berichte über Mitarbeiter-Schikane und Dumping-Löhne ramponierten Image. Der Niedergang der Firma zeigt: Die Billig-Masche zieht nicht mehr.

    Schlecker-Pleite: Quittung für den Billig-Rambo - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    und nur dort ist schlecker aktiv, sind Systeme ohne Zugang zu Land und Produktion.
    In den allermeisten Kommunen <20000 Einwohner in denen Schlecker aktiv ist dürfte Schlecker auch der Einzigste sein, der überhaupt noch Löhne zahlt.
    Schon mal nachgedacht warum ?
    Vielleicht weil Löhne in solchen Systemen nichts verloren haben ? Löhne gehören zu Daimler, Porsche, Chrysler .. oder auch einen Zulieferer im industriellen System.
    Kommunen müssen grundsätzlich anders bewirtschaftet werden.
  10. #129

    in praxi...

    ...war Wohlfuehlfaktor in Schlecker-Laeden wie im DDR-Wurstladen ohne Wurst anno 1977.

    Angelernte Hausfrauen als 'Kosmetikratgeberinnen', biedere Studentinnen als 'Ernaehrungsexpertinnen':

    Qualitaet sieht anders aus.

    You always get what you pay for.








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