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Schlecker in Nöten: "Wäre toll, wenn auch Ware da wäre"

Schlecker braucht Geld - und öffnet sich überraschend für Investoren. Nach Informationen des manager magazins sucht die angeschlagene Drogeriekette einen externen Retter. Tatsächlich ist eine Modernisierung dringend nötig: Viele Läden sind unrentabel, Kunden lästern im Netz über leerstehende Regale.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...809875,00.html
  1. #80

    Zitat von Martina Beitrag anzeigen
    Sorry, aber Du hast echt keine Ahnung!!! Bei Schlecker sind alles Beschäftigte die schon jahrelang dabei sind.... glaubst Du wirklich das wäre so wenn wir ausgebeutet würden???
    Wenn die Alternative Hartz IV ist, akzeptieren Mitarbeiter auch Niedrigstlöhne. Deshalb ist Hartz IV ja auch eingeführt worden.

    Ich kann das individuell auch nachvollziehen. Individuell gesehen ist eine schlechte Arbeit immer noch besser als lange Arbeitslosigkeit.
    Das Geld das wir dort verdienen werden wir nirgends mehr verdienen. Denkst Du vielleicht auch mal daran das es hier um viele alleinstehende Frauen geht die hier um Ihre Existenz fürchten und nicht dem Staat auf der Tasche liegen wollen. Bei den Löhnen die Dir heute im Einzelhandel angeboten werden.... als Alleinerziehende wird die ARGE sich freuen. Grundsicherung ich brauche Dich!!!
    Schlecker hat versucht Tariflöhne dadurch zu umgehen, in dem er nach Tariflohn bezahlte Mitarbeiter entliess und dieselbe Mitarbeiter wieder als Zeitarbeiter, mit deutlich geringeren Löhnen, einstellte. Der Trick Mitarbeiter über eine eigene Zeitarbeitsfirma einzustellen, ist aber nicht Schlecker spezifisch.

    Wenn sich eine Gewerkschaft dagegen nicht wehrt, ist die Gewerkschaft nichts mehr wert.

    Lässt man diesen Trick bei Schlecker zu hat das natürlich Auswirkungen auf die Mitarbeiter von DM und anderen Drogerieketten. Ein Unternehmer wie Götz Werner kann natürlich auch keine hohen sozialen Standards seinen Mitarbeitern anbieten, wenn die Konkurrenz jegliche soziale Standards unterbietet.

    Wie hoch diese sozialen Mindeststandards anzusetzen sind, darüber kann man streiten. Sie hängen natürlich von der Wirtschaftskraft eines Landes ab. Diese Frage ist auch im Hinblick auf den Euroraum interessant. Wenn Deutschland mit Niedrigstlöhnen arbeitet, dann muss schon Griechenland und Portugal Hungerlöhne zahlen um im Wettbewerb mithalten zu können. Aber vielleicht ist Schlecker nicht das entscheidente Beispiel dafür, denn die Griechen werden nicht nach Deutschland reisen um billig an ein Deo zu kommen.

    Man kann über die Höhe der sozialen Mindestandards streiten ,aber es muss eine Grenze nach unten geben. Es lohnt sich für einen Unternehmer nicht in die Weiterbildung und die Motivation der Mitarbeiter zu investieren, wenn ein anderer Unternehmer diesen Vorsprung mit niedrigereren sozialen Standards ausgleicht. Wir brauchen nicht den Wettbewerb nach den niedrigsten Löhnen, sondern den Wettbewerb nach den besten Produkten.

    Es geht nicht nur um den Schutz der Schlecker Mitarbeiterin, sondern auch um den Schutz der DM Mitarbeiterin. Und wenn DM bessere Arbeitbedingungen anbieten kann, sollte es Schlecker doch auch können.
  2. #81

    Tarif

    Zitat von thegambler Beitrag anzeigen
    Rossmann hat zwar auch sehr strafe Arbeitsbedingungen, bezahlt aber wenigstens nach Tarif und teilweise drüber.
    Und nun mal Ihre clicheehafte Beurteilung von Konsumenten entgegen zu wirken. Ich betrachte mich als solchen und nehme auch mittlere Umwege in Kauf um bei dm einzukaufen, gerade wegen der Mitarbeiterbehandlung.
    Habe mich kurz vor Weihnachten mit der Kassierin eines Schlecker-Marktes unterhalten. Die behauptete doch glatt, sie wird nach Tarif bezahlt und bekommt sogar Weihnachtsgeld. Genau so wie ihre Kolleginnen auch.
    Tja, was stimmt denn nun?
  3. #82

    Update!

    Zitat von Blattlaus Beitrag anzeigen
    Schlecker ist wirklich der schlimmste Drecksladen! Abgesehen von dem, was eh schon benannt wurde, ist die Unfreundlichkeit (milde ausgedrückt) der Angestellten unmöglich.

    Einmal wurde ich sogar FESTGEHALTEN von einer Mitarbeiterin, die mich einfach so verdächtigte, etwas geklaut zu haben. sie hat dann einen sehr zwielichtigen Security-Typen kommen lassen, der mich .....
    Dies habe ich auch auf der "offiziellen" Schlecker-Facebook-Seite gepostet. Und Folgendes war dann die Reaktion von einem (scheinbaren) Mitarbeiter der Seite:
    Andreas Babbe Wenn ich mir das was Du schreibst und vor allem WIE Du es schreibst durchlese, komme ich zu dem Schluß, Du hattest bestimmt geklaut und gerade nochmal Glück gehabt!"

    Könnte man denn den Fall noch zur Anzeige bringen? Oder den Typen wegen Verleumdung und übler Nachrede? weiss da jemand etwas?
  4. #83

    Wer weiss es genau ...

    das Schlecker sooo schlimm ist und DM oder Rossmann viel besser ... ich nicht, und die meiste hier ebenso.
    Ich denke, zum einen bietet Schlecker nichts, was ein Konkurrent nicht auch bietet. Dass es Takko und KiK gibt, verstehe ich irgendwie, denn die bieten für fast kein Geld "Kleidung" oder auch mal ein kleines Spielzeug an ... dass ist für manch einen Geringverdiener oder H4 lebensnotwendig oder erlaubt es ihm überhaupt nur am Konsum teilzuhaben. Etwas Derartiges erfüllt Schlecker nicht. Schlecker bietet "normale" Waren zu "normalen" Preisen ... eben wie alle Wettbewerber auch.

    Ich denke auch das Schlecker nur noch Kunden mit der Mär von "billig" anzieht, die das nicht prüfen.

    Eine Strategie könnte die kundennähe sein, indem man sich auf die Filialen, die man einmal hat und wo "nichts" in der Nähe ist zu konzetrieren ... aufhübschen, Sortiment anpassen etc.
    Aber das passt nun mal nicht zum Dogma "Wachstum".
    Ich kenne 2 Schlecker-Filialen, die in der Nähe entweder eine andere Drogerie hatten oder einen größeren Supermarkt ... beide schlossen konsequenter Weise. Ist nicht weiter schlimm, ausser natürlich für die Angestellten. Aber ein weiterer Markt in der Gegend, der "keine direkte Konkurrenz" hat und somit auch eine echte Grundversorgungsfunktion besitzt, gammelt im alten Schlecker Stil (hier hinreichend beschrieben) weiter vor sich hin und vertreibt seine Stamm-Kunden vielleicht auch noch ... schade und aus meiner Sicht kurzsichtig und dumm.

    Alle Schlecker-Angestellten (die Filialen hatten ja was von Tante-Emma-Läden) waren immer sehr freundlich, es tat mir leid um sie, ob sie nun "springen" müssen oder den Job ganz verloren haben.
  5. #84

    Sie haben noch vergessen

    Zitat von Vorzeichen Beitrag anzeigen
    Richtig. Der eigentliche Skandal ist aber gar nicht, dass Ausbeuter wie Schlecker existieren, sondern dass das Ausbeutertum gesellschaftlich sowohl akzeptiert als auch gewollt ist: Billig soll es sein!
    Ist doch unser Recht! Ham wa uns verdient!
    die Milliarden an Steuergeldern zu erwähnen, die großzügig an Bankster & Co verteilt werden.
    Das System ist kaputt, völlig korrupt - viele wissen es immer noch nicht bzw. die Hoffnung stiirbt zuletzt.
  6. #85

    Zitat von HansWilhelm Beitrag anzeigen
    Habe mich kurz vor Weihnachten mit der Kassierin eines Schlecker-Marktes unterhalten. Die behauptete doch glatt, sie wird nach Tarif bezahlt und bekommt sogar Weihnachtsgeld. Genau so wie ihre Kolleginnen auch.
    Tja, was stimmt denn nun?
    tja ich glaube wenn sie in dem unternehmen arbeiten würde , würde sie hier nicht solche kommentare los lassen. 1 ihr kassierin hat recht, wir werden nach tarif bezahlt da wir in einem tarifvertrag stehen, somit bekommen wir auch wei- urlaubsgeld!!!
    wir haben unseren lohn bisher immer überpünktlich bekommen!!!
  7. #86

    Zitat von dasistdiezukunft Beitrag anzeigen
    die haben es nicht mal geschafft, bei maximalster Ausbeutung ihrer Mitarbeiter in den Schwarzen Zahlen zu bleiben.
    hallo geht es noch? welche mitarbeiter wurden ausgebeutet?
    ich nicht!! und arbeite seit fast 12 jahren in diesem unternehmen, ich hatte bisher nichts auszustehen!!! also erst überlegen und dann meine text verfassen. 30000 mitarbeiter, wer hat das noch ???
    klar müssen die läden überholt werden aber bei noch 7000 läden dauert das und kostet auch etwas. roßmann hat nur 2500 und dm auch. ich finde es schade das es soweit gekommen ist und die medien haben auch viel kaputt gemacht....
    an alle mitarbeiter , kopf hoch wir schaffen das!!!!!!!!!!!!
  8. #87

    Zitat von peterregen Beitrag anzeigen
    Für mich gilt Schlecker immer noch als Ausbeuterfirma. Daher kaufe ich dort nicht ein. Falls dieses Bild nicht mehr aktuell ist, dann soll man mir das beweisen und schon gibt es wieder einen potenziellen Kunden mehr.
    wer hat wen ausgebeutet???? schlecker hat uns mitarbeiter nicht ausgebeutet, immer pünktlich und nach tarif gezahlt. und auszustehen haben wir nichts gehabt!! keine ahnung warum immer geschrieben wird,er hätte das personal schickaniert. keine plan bei uns im osten ist das nicht der fall ........also komm als kunde wieder es stehen tausende arbeitsplätze auf dem spiel....
  9. #88

    Beispielhafter Tarifvertrag

    Was hier einige sagen, dass Schlecker die Leute ausbeutet und nicht gerecht bezahlt, ist doch absolut ungerecht, sehr gemein und völlig falsch.

    Sicher in der Vergangenheit hat man die Leute zu gering bezahlt, ist mit ihnen nicht fein umgegangen und hat auch mal Leute über Zeitarbeitsunternehmen weiter beschäftigt für weniger als 7 Euro.

    Doch seit über 2 Jahren als man den grossen Abschluss mit Verdi machte, der für alle Schlecker Läden ist das ganz anders.

    Man zahlt höhere Löhne als die Wettbewerber, zahlt freiwillige soziale Leistungen und hat ganz auf Kündigungen bis mitte 2012 verzichtet und auch später sind Kündigungen nur möglich wenn man hohe Abfindungen zahlt.

    Bei den Gewerkschaften wurde der Tarifvertrag als Beispielhaft dargestellt. Die Leute die ihn auf Gewerkschaftseite ausgehandelt haben, sind geehrt worden und bekamen einen Preis.

    Da hat Schecker nun wirlich um es endlich richtig gut zu machen, viel sehr viel gegeben, und der Dank der Menschen , ist ,dass man ein Ausbeuter ist.

    Wahrscheinlich hat dieser Abschluss erst Schlecker in die tiefroten Zahlen getrieben.

    So haben wieder einmal , wie sooft, die Gewerkschaften die Arbeistsplätze der Beschäftigten ohne Not vernichtet.
  10. #89

    Man tut Schlecker Unrecht!

    Zitat von basiliusvonstreithofen Beitrag anzeigen
    Vor etwa einem Jahr brauchte ich mal dringend Wechselgeld zum Telefonieren in einer Telefonzelle.So was gibt es auch noch.

    Der nächste Laden wo man das hätte tun können war ein Schlecker-Laden. Ich habe vorher und nachher nie mehr einen Schlecker-Laden betreten.

    Ich ging direkt zur Kasse und fragte ganz höflich um Wechselgeld, ich glaube, es war ein 10-EURO-Schein.

    Die Verkäuferin/Kassiererin, etwa um die 40, war dermaßen eingeschüchtert, gehemmmt und fast ängstlich. An mir kann es m. M. nicht gelegen haben.

    Nein, das kann sie nicht - ungewöhnlich so was für jemand, der an der Kasse sitzt.

    Ich vermuete, es gibt so eine Betriebsanweisung bei Schlecker, dass man "Fremden" grundsätzlich zu misstrauen hat, jeder ist ein potenzieller Verbrecher, vielleicht seit der Schlecker-Entführung.

    Und so muss die Gehirnwäsche bei Schlecker insgesamt sein. Es war ein Schock - Schlecker, nein danke.
    Glaube die Unsicherheit und das vermutliche Misstrauen hast du ganz falsch gedeutet.
    Es gibt eine klar Dienstanweisung, dass man die Kasse nicht öffnen darf , wenn kein Verkauf erfolgt. Das ist grundsätzlich, eben wegen dem Wechseln von Geld untersagt.

    Und es gab Zeiten, das ist ja jetzt nicht mehr so, wo man möglichst viele der festen Leute los werden wollte.
    Da fuhren "Prüfer" die wie normale Leute aussahen durch die Gegend und prüften solche Sachen. Wie beispielsweise auch, was die Verkäuferin macht, wenn sie gerade bei einem Kunden die 10 Waren in die Kasse eingibt, und ein anderer Kunde kommt und sagt "Habe nur Cola und habe passend , 70 cent." und will ihr das Geld in die Hand geben.
    Wenn die Verkäuferin diese 70 cent annimmt, ist sie im Zweifel den Arbeitsplatz sofort los - ohne Kündigungsfrist.
    Jeder Verkauf muss SOFORT in die Kasse eingegeben werden. Einen Betrag erst annehmen, in der Hand halten , oder auf die Kasse legen und nach dem ersten Kassiervorgang diesen Betrag zu registrieren ist ausdrücklich verboten.

    Alls du kamsst und wolltest das Geld gewechselt haben, hatte die Verkäuferin vielleicht die Befürchtung, dass du eine Kontrolle wärest.

    Und da sind viele Menschen verunsichert. Sie wollen alles richtig machen und haben Angst.








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