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Schlecker-Insolvenz: Die Letzte macht das Licht aus

dapdMehr als 11.000 Schlecker-Angestellte werden ins Ungewisse entlassen: Ihre Filialen hatten an diesem Samstag zum letzten Mal geöffnet. Eine endgültige Einigung der Länder zur Gründung einer Auffanggesellschaft steht noch aus.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...823551,00.html
  1. #20

    Zitat von weltbetrachter Beitrag anzeigen
    ++
    Wenn man dann noch liest, das Herr Anton Schlecker aus "diversen Beteiligungen" ein monatliches Einkommen von ca. 70.000 Euro bekommt, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Schlecker war ein Einzelunternehmen mit Zusatz e.K. also hat sich nach dem HGB zu richten. Angeblich hat Herr Schlecker aber auch Privatinsolvenz angemeldet. Da paßt einiges nicht zusammen.
    +
    Ich dachte das sei das Einkommen der Familie Schlecker? Als Papa Pfädungsfreibetrag und Rest Mutti und die Kinder. Wenn Anton tanken möchte muss er Mutti nach Geld fragen und wohl auch ob er ihr Auto haben darf.
    Man sollte sich vor Augen halten, das Anton dadurch, dass er seine Läden als e.K. (persönliche Haftung) viel Verantwortung übernommen hat, der heutige Typ von Großunternehmer macht das ja anders (GmbH, AG)
    Vielleicht ist Anton ein komischer Kauz oder Unsympath, aber doch wohl auch ein Ehrenmann!!
  2. #21

    nicht ganz ...

    Zitat von quabah Beitrag anzeigen
    Ich dachte das sei das Einkommen der Familie Schlecker? Als Papa Pfädungsfreibetrag und Rest Mutti und die Kinder. Wenn Anton tanken möchte muss er Mutti nach Geld fragen und wohl auch ob er ihr Auto haben darf.
    Man sollte sich vor Augen halten, das Anton dadurch, dass er seine Läden als e.K. (persönliche Haftung) viel Verantwortung übernommen hat, der heutige Typ von Großunternehmer macht das ja anders (GmbH, AG)
    Vielleicht ist Anton ein komischer Kauz oder Unsympath, aber doch wohl auch ein Ehrenmann!!
    Gehen Sie mal heute mit einem kleinen Unternehmen (GmbH) pleite. Da werden sie sich umsehen, was die "beschränkte Haftung" ist. Finnanzamt, Krankenkassen usw. nehmen sie persönlich in die volle Haftung. Da ist die GmbH nichts wert. Am Schluß haften sie dann auch mit allen was sie besitzen. Dabei können Sie sich dann noch vor Gericht verantworten, weil sie versucht haben so lange wie es geht - als verantwortlicher Eigentümer - den Laden aufrecht zu erhalten. Das führt dann oft zur Anklage und Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung. So ist es verschiedenen in meinem Bekanntenkreis ergangen. Die hatten am Schluß weniger als nichts.

    Da bin ich gespannt, wie das bei Familie Schlecker aussieht und letzlich ausgeht !!!
  3. #22

    [Zitat]weltbetrachter Eines soll man doch mal nüchtern betrachten. Jede Filiale hat maximal 10 Mitarbeiter. Die Filialen sind auf ganz Deutschland verteilt. D.h. das an jedem Standort die Zahl der arbeitslos werdenden Mitarbeiter doch gar nicht so groß ist.
    ++
    Jeder Mittelständler der pleite geht, hat da mehr Mitarbeiter an einem Standort. Und da kommt keiner mit einer Transfergesellschaft und KfW-Bürgschaften daher.
    ++
    Wieso also jetzt hier ? NUR weil Wahlen anstehen ? Muß man jetzt seine Firmeninsolvenzanträge nach Wahl-Terminen ausrichten ???[Zitat]



    Ad 1 Das meinte ich ja, unsere Filiale in der Stadt macht nicht dicht. Beschäftigt aber nur zwei Halbtagskräfte von denen sich eine Filialleiterin nennen darf.
    Ad 2 Mittelständler sind nicht mehr gewünscht in unserer heutigen Wirtschaftsstruktur allenfalls noch als Nieschenproduzent oder Dienstleister, das Sagen haben Konzerne und die haben auf unsere ReGIERung sehr wohl großen Einfluß.
    Ad 3 Sie haben es erfasst! Der beste Zeitpunkt einer Insolvenz einer etwas größeren Firma ist in der Wahlkampfzeit. Für ein paar Stimmen tun unsere Politprofis ALLES.
    Gruß HP
  4. #23

    Zitat von weltbetrachter Beitrag anzeigen
    Gehen Sie mal heute mit einem kleinen Unternehmen (GmbH) pleite. Da werden sie sich umsehen, was die "beschränkte Haftung" ist. Finnanzamt, Krankenkassen usw. nehmen sie persönlich in die volle Haftung. Da ist die GmbH nichts wert. Am Schluß haften sie dann auch mit allen was sie besitzen.
    Bitte lassen Sie doch solch unqualifizierte einfach sein, wenn Sie keine Ahnung haben!

    Die beschränkte Haftung bezieht sich auf die Haftung des Unternehmens gegenüber Kunden, Lieferanten usw. Da haften Sie definitiv nur mit der Firmeneinlage!

    Vor dem Finanzamt und der Krankenkasse haften Sie selbstverständlich wenn es um ihre PERSÖNLICHEN Schulden geht.

    Denn in eine Krankenkasse sind Sie völlig unabhängig von der Firma, und somit hat das Vertragsverhältnis dass Sie mit Ihrer Krankenkasse auch nichts, aber auch wirklich gar nichts mit der Firma zu tun.

    Selbiges gilt für das Finanzamt - die Steuern die Sie persönlich zahlen müssen (z.B. Einkommenssteuer) haben ja auch mit der Firma nichts bzw. nur indirekt etwas zu tun.
  5. #24

    Na endlich!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 11.000 Schlecker-Angestellte werden ins Ungewisse entlassen: Ihre Filialen hatten an diesem Samstag zum letzten Mal geöffnet. Eine endgültige Einigung der Länder zur Gründung einer Auffanggesellschaft steht noch aus.

    Schlecker-Insolvenz: Die Letzte macht das Licht aus - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Der Markt heilt sich scheinbar doch selbst. Schlecker war ein deutliches Beispiel für "so nicht!".
    Und weil der Bedarf an Artikeln, wie Schlecker sie verkaufte, nicht kleiner wurde, werden die MA auch neue Arbeitgeber finden. Rossman, dm, Müller und Co werden sich freuen.
  6. #25

    Keine Ahnung?

    Zitat von homeuser Beitrag anzeigen
    Bitte lassen Sie doch solch unqualifizierte einfach sein, wenn Sie keine Ahnung haben!

    Die beschränkte Haftung bezieht sich auf die Haftung des Unternehmens gegenüber Kunden, Lieferanten usw. Da haften Sie definitiv nur mit der Firmeneinlage!

    Vor dem Finanzamt und der Krankenkasse haften Sie selbstverständlich wenn es um ihre PERSÖNLICHEN Schulden geht.

    Denn in eine Krankenkasse sind Sie völlig unabhängig von der Firma, und somit hat das Vertragsverhältnis dass Sie mit Ihrer Krankenkasse auch nichts, aber auch wirklich gar nichts mit der Firma zu tun.

    Selbiges gilt für das Finanzamt - die Steuern die Sie persönlich zahlen müssen (z.B. Einkommenssteuer) haben ja auch mit der Firma nichts bzw. nur indirekt etwas zu tun.
    Der Forist, den Sie so kritisieren, hat tatsächlich nicht unrecht:

    Der Geschäftsführer einer GmbH haftet den Krankenkassen seiner Mitarbeiter im Insolvenzfall persönlich für ausgefallene Beiträge, er macht sich uU sogar strafbar (§ 266a StGB). Auch für ausgefallene Umsatzsteuer *des Unternehmens* nimmt ihn das Finanzamt *persönlich* in Anspruch - auch wenn er nicht einmal Gesellschafter der GmbH, sondern "nur" angestellter Geschäftsführer ist.

    Diese Haftung tritt immer dann ein, wenn der Insolvenzverwalter im Nachhinein feststellt, daß die Gesellschaft schon länger als drei Wochen vor dem Insolvenzantrag nach § 17 ff. InsO insolvenzreif war. Dies wiederum trifft nach Schätzungen von Wirtschaftsstrafrechtlern auf 80-90 v. H. aller Insolvenzfälle zu.

    Vorschnell könnte man sagen: dann sind 80 - 90 v. H. der Geschäftsführer halbkriminell; tatsächlich aber gehen die gesetzlichen Definitionen an der Wirtschaftspraxis vorbei. Banken und deren angeschlossene Leasingunternehmen lassen sich heute im Voraus ebenfalls persönliche Haftung der Geschäftsführer / Gesellschafter einräumen und alle Forderungen abtreten, die Waren sicherungsübereignen usw. Für diejenigen Zulieferer, Dienstleister usw. denen tatsächlich nur das GmbH-Vermögen haftet, bleibt nichts mehr übrig.

    Das ist i. Ü. wohl so gewollt, oder warum wäre sonst das Wirtschaften auf Pump (Leasing usw.) steuerlich so angesagt?

    Ergebnis ist jedenfalls, daß tatsächlich die meisten, die als Gesellschafter eine GmbH (mit)gründen und sie als Geschäftsführer leiten, bald nach der Pleite der GmbH selber die Hand heben und ins persönliche Insolvenzverfahren gehen.
  7. #26

    Neue Arbeitgeber

    Zitat von chrimirk Beitrag anzeigen
    Und weil der Bedarf an Artikeln, wie Schlecker sie verkaufte, nicht kleiner wurde, werden die MA auch neue Arbeitgeber finden. Rossman, dm, Müller und Co werden sich freuen.
    Die neuen potentiellen Arbeitgeber der Schlecker-Mitarbeiter beschränken sich nicht nur auf Rossmann, Müller und Co.

    Wer kassieren und Regale einräumen kann sollte in der gesamten weiten Welt des Einzelhandels mit diesen Tätigkeiten zurecht kommen.
  8. #27

    Typische Forengeschichte..

    Zitat von weltbetrachter Beitrag anzeigen
    Gehen Sie mal heute mit einem kleinen Unternehmen (GmbH) pleite. Da werden sie sich umsehen, was die "beschränkte Haftung" ist. Finnanzamt, Krankenkassen usw. nehmen sie persönlich in die volle Haftung. Da ist die GmbH nichts wert. Am Schluß haften sie dann auch mit allen was sie besitzen. Dabei können Sie sich dann noch vor Gericht verantworten, weil sie versucht haben so lange wie es geht - als verantwortlicher Eigentümer - den Laden aufrecht zu erhalten. Das führt dann oft zur Anklage und Verurteilung wegen Insolvenzverschleppung. So ist es verschiedenen in meinem Bekanntenkreis ergangen. Die hatten am Schluß weniger als nichts.

    Da bin ich gespannt, wie das bei Familie Schlecker aussieht und letzlich ausgeht !!!
    Ein gewisser Prozentsatz hat je nach Thema Massen von RA, StA, Richter und Polizisten in seinem Familien und Bekanntenkreis.
    Bei anderen sind es dann Ärzte, Psychologen, Seelsorger..
    Hier sind es eben Massen an pleitegegangenen GmbH-Inhabern..

    Das komische daran ist, dass solche Menschen auch noch denken, dass sie besonders intelligent argumentieren und jemand ihnen ihren Mist abkauft.

    Aber es soll ja auch Leute geben, die jeden Bürger als Bekannten, Freund, etc. betrachten.
    Spätestens wenn man so einer Person mal auf einem Volksfest das Bier zugeprostet hat.
    Auch wenn das weder die Person, noch sonst jemand registriert hat..

    Ich schreib das mal dem Gauck und der Merkel..
    Denen hab ich auch schon viele Tipps gegeben!
    Wer weiss, wo D sonst heute wäre..
  9. #28

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    ...die Pleite von Schlecker ist doch nur ein ganz normaler Vorgang im System des Kapitalismus.
    Es waren keine außergewöhnlichen Ereignisse die zur Pleite führten, es war die Gier und Unfähigkeit der Unternehmerfamilie.
    In solchen Fällen werden die betroffenen Mitarbeiter wie alle anderen arbeitslosgewordenen Deutschen vom Amt für Arbeit übernommen, wenn sie Pech haben, dann landen sie in der HartzIV Gruppe, aber da müssen doch andere auch immer mit rechnen.
    Ich lehne eine Sonderbehandlung ab, oder sonst sollte man all die anderen auch mit einbeziehen.
    Hier bei Schlecker zeigen sich die hochgeehrten Leute der deutschen Wirtschaftselite was sie wirklich drauf haben.
    HR
    EBEN! mit anderen Worten: wenn wir ernsthaft wollen, dass dieser Unfug aufhört, müssen wir DOCH über kurz und lang die Systemfrage stellen. Ich weiß ja nicht, ob Sie, verehrter Vorposter, schon mal mit der Bundesverhinderungsagentur für Erwerbslosenzwangsverwaltung zu tun hatten (kurz Agentur für Arbeit) - aber ich kann Ihnen flüstern: WENN sie tatsächlich mal in die Verlegenheit kommen SOLLTEN und schon älter als 50 Jahre sind - dann ziehen Sie sich mal schön warm an - und vermachen Sie schon mal vorsichtshalber Ihr Häuschen und Ihre Aktien Ihrer - hoffentlich wohlgeratenen Nachkommenschaft! Denn im Falle eines Falles sind Sie aufgeschmissen. Man wird Sie zunächst einmal - so lange Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld haben - mit Beschäftigungstherapien wie "Bewerbungstraining" etc. hinhalten - und dann durchreichen zu Hartz IV. Und DANN werden Sie erstmal ausgeplündert... aber das ist eine andere Geschichte...
    Erwerbslose von 50plus gelten nämlich bei der Verhinderungsagentur als "schwer vermittelbar". Und da unternimmt man GAR NICHTS. Beispiel gefällig ? Mein Mann - von Beruf Physikingenieur - wurde mit 50plus erwerbslos weil eine Rezessionshyäne - auch Unternehmensberater genannt - die Firma für die er tätig war an die Wand gefahren hatte. Er wollte sich daraufhin weiterbilden zum Energieberater. Originalton Sachbearbeiter Verhinderungsagentur: "Sie glauben doch nicht das wir in einen Menschen IHRES Alters noch investieren."
    Das zum Thema "Soziale Hängematte" -
    im übrigen bin ich der Meinung das unfähige "Unternehmer" vom Schlage Schlecker in solchen Fällen wie diesem mit ihrem vollen Vermögen haften sollten. Wer Arbeitsplätze mutwillig vernichtet begeht ein Verbrechen das mit einer entsprechenden Geldstrafe geahndet werden muss.
  10. #29

    Zitat von achazvonthymian Beitrag anzeigen
    Die Schlecker-Pleite ist eher noch eine zu wenig.
    "...Dieses Land wird immer mehr umgepolt zu Konsumtempeln, ein Land, das gar nicht mehr verteidigt werden kann im V-Fall.

    Früher hatten die Leute Brot und Arbeit bei Krupp und Thyssen, wo man Panzer genaut hat.
    Heute sitzen die wehrfähigen Männer, die Bäume ausreißen könnten, bei ALDI an der Kasse...
    JAWOLL ! Und Deutschland braucht Kolonien! Und am deutschen Wesen soll die Welt genesen! Und sprungauf marsch-marsch zum nächsten Angrifsskrieg! Guter Mann, Sie haben Verspätung! Wir haben nicht mehr 1933! Aber vielleicht finden Sie eine solche Entwicklung ja wünschenswert? Aber DANN bitte auch mit ALLEN Konsequenzen - und DANN erwarte ich von Ihnen dass Sie ihr Fell als erster zu Markte tragen! Übrigens: die Bundeswehr sucht Freiwillige! In Afghanistan haben Sie mit Sicherheit ein tolles Gebiet für Ihren Tatendrang! Im Übrigen: was die deutsche Rüstungsindustrie angeht - die ist IMMER noch marktführend.... und deutsche Panzer werden von allen Diktatoren der Welt gerne und mit Kusshand gekauft.


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