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Schlecker-Frauen: Anschlussbeschäftigt als Opfer

DPADie Schlecker-Frauen "springen über die Klinge" und landen direkt "vor einem Scherbenhaufen": Es ist populär, nach Hilfen für die Gekündigten der bankrotten Drogeriekette zu rufen. Doch aus dem Mitleid spricht Verachtung, findet Uta Glaubitz. Traut den Kassiererinnen niemand zu, einen neuen Job zu finden?

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...840500,00.html
  1. #10

    Danke

    Der Artikel bringt es auf den Punkt - natürlich ist es nicht schön, wenn man wegen Pleite des Arbeitgebers seinen Arbeitsplatz verliert. Aber das passiert in Deutschland häufiger, und es gibt ja auch Jobs.
    Schwierig ist die Lage, wenn konzentriert an einem Ort eine Fabrik zumacht, und plötzlich 10 000 Leute mit ähnlichen Qualifikationen auf der Straße stehen. Aber hier geht es um über das ganze Bundesgebiet verteilte Arbeitsplätze, da wird sich schon was finden.
  2. #11

    Genau...

    ... wo kämen wir denn da hin, wenn wir auf einmal Mitleid mit den Schlecker-Frauen und mit den 20000 anderen Menschen hätten, die jeden Tag arbeitslos werden? Wohl sogar noch versuchen müssten, an diesen Umständen etwas zu ändern? Am Ende gar sich doch noch mit dem menschenfeindlichen, asozialen Raubtierkapitalismus auseinandersetzen, der wie ein Krebsgeschwür die zwischenmenschlichen Beziehungen in unserer Gesellschaft zerstört, und den Menschen auf seinen wirtschaftlichen Nutzen reduziert. Nein, das darf nicht sein, da muss man lieber ganz schnell, dynamisch-marktliberal unter dem Deckmantel der Empörung die Selbstständigkeit und die Selbstverantwortung Der Angestellten beschwören, als ob sie auf Augenhöhe mit ihren potentiellen Arbeitgebern verhandeln könnten. Das ist an Zynismus nicht zu überbieten.
  3. #12

    optional

    Endlich mal ein sinnvoller Artikel in dieser Richtung. Vollste Zustimmung.
  4. #13

    Politikerschleim

    Es sind immer wieder dieselben Politiker, die sich auf unsere Kosten als Gutmenschen aufführen.
    Gratulation zum 80. Geburtstag, nur wenn die Presse dabei ist. Arbeitsplatzrettung -
    nur mit Fernsehen. Die tausende Einzelschicksale von z.B. Arzthelferinnen - Fehlanzeige. Als nächstes "retten" sie Südeuropa auf unsere Kosten.
  5. #14

    Lustig....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schlecker-Frauen "springen über die Klinge" und landen direkt "vor einem Scherbenhaufen": Es ist populär, nach Hilfen für die Gekündigten der bankrotten Drogeriekette zu rufen. Doch aus dem Mitleid spricht Verachtung, findet <i>Uta Glaubitz.</i> Traut den Kassiererinnen niemand zu, einen neuen Job zu finden?

    Schlecker-Frauen: Anschlussbeschäftigt als Opfer - SPIEGEL ONLINE
    ...die die sonst als unqualifiziert, nicht in andere Jobs vermittelbar bezeichnet werden, die sollen jetzt mal eben schnell in einen neuen Job wechseln. Die Taktik ist klar....man redet den Leuten ein ihre Arbeitskraft sei etwas Wert, sie seien ja fleißige, motivierte Leute...die brauchen der Gesellschaft nicht Leid zu tun....nur die Wirklichkeit sieht anders aus...mit über 40 hat man schon als gut qualifizierter fast keine Chance auf einen regulären Job (und ich meine hier Job und nicht Zeitsklavenverträge mit hire+fire Garantie). Mit über 50 sind die Chancen wie für einen 6er im Lotto....als "gering" qualifizierte angelernte Kassiererin sind die Chancen dementsprechend noch geringer...trotzdem großes Lob an die Autorin...mit dieser Geisteshaltung spart man sich das Nachdenken über die Job-Möglichkeiten die diese Frauen noch haben (nämlich keine). Die hat sich wohl dem Wirtschaftsdarwinismus der FDP verschrieben...naja...die sind ja auch schon fast wieder bei 5%.
  6. #15

    Sehr schön

    Nach all den Artikeln über Schlecker, wo ich teils fassungslos vorm Bildschirm saß, endlich mal einer der aufräumt.
  7. #16

    optional

    Genau. Und bitte auch gleich Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung und Bafög streichen. Wer sind wir denn.
  8. #17

    Chapeau!

    Endlich mal eine vernünftige Sicht auf die "Schlecker"-Pleite. Als wären die "Schlecker-Frauen" alle nur Deppen, so haben sich in der Vergangenheit die "Retter" aufgespielt. Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen.
  9. #18

    touchée :)
  10. #19

    Interessant

    Interessante Gedankengänge, hab ich so noch gar nicht drüber nachgedacht.


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