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Schikane am Arbeitsplatz: Wie Sie Ihren Chef verklagen

CorbisWas tun, wenn der Vorgesetzte einem Mitarbeiter den Job zur Hölle macht? Ständige Beleidigungen und Schikanen muss niemand ohnmächtig hinnehmen. Es gibt Auswege aus dem Dilemma: Mit Strategien von der Anti-Mobbing-Allianz bis zur Klage können Sie sich wehren.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...835344,00.html
  1. #20

    Frustrierte und Faule

    Zitat von bigmitt Beitrag anzeigen
    ...haben Sie sich ja auch von Anderen (Kollegen) beeinflussen lassen und eben wie diese die Kollegen in jene Schublade "Dumm-Dreist-Faul- Gut in Arbeitsrecht" gesteckt.
    Das die Motivation und damit auch die gezeigte (Arbeits) Leistung bei Mobbingopfern sinkt, und sie sich zwangläufig, oft aus Angst mit arbeitsrechtlichen Thematiken beschäftigen müssen ist doch logisch.
    Gut das Sie kein leitender Angstellter sind. Sie haben wohl erhebliche Mängel am Erkennen von Zusammenhängen und personellen Dynamiken.
    Ich schaetze mal, ich habe lediglich etwas mehr Arbeitsrecht- und Kollegenerfahrung. Natuerlich gibt es die Frustrierten, die nur noch " Dienst nach Vorschrift" schieben. Aber es gibt auch die faulen Saecke, denen es scheissegal ist, ob andere dann Mehrarbeit haben oder Termine nicht einhalten. Die halten sich lieber acht Stunden an ihrer Kaffeetasse fest und schnauzen im Zweifel auch noch den Chef und andere Mitarbeiter an. " Terror der Untergebenen" in einem kuendigungsschutz-umsorgten Arbeitsumfeld.
  2. #21

    Zitat von tigermommy Beitrag anzeigen
    Traurig ist aber wieder einmal die Erkenntnis, das bei solchen Subjekten nur noch Gewalt oder die Androhung weiter hilft. Warum hilft letztlich nur so was?
    Und Sie meinen, der kann nicht selber so ein Team anheuern?
  3. #22

    Nein!

    Zitat von Crom Beitrag anzeigen
    Und Sie meinen, der kann nicht selber so ein Team anheuern?
    Ich sage Ihnen auch wo der Unterschied ist. Er kann tiefer fallen und würde so etwas nie machen. Er denkt das Mobbing reicht. Dabei verbrennt er sich die Finger nicht und er kann weiter Feigling sein.
    Bei der Androhung von Gewalt oder der Gefahr das eine Gewaltspirale entsteht kneift er in 99,99% der Fälle. Alleine die Gefahr das dies aktemkundig werden könnte wäre seiner weiteren Karriere sehr hinderlich. Und daran bastelt er ja gerade fleißig.
    Der kleine Mann oder die kleine Frau hat viel weniger zu verlieren.
    Ich weiß von einem Fall aus der unmittelbaren Umgebung. Es ging um einen Discounter und einen Bereichsleiter, der seine weiblichen Untergebenen schikanieren wollte. Der Ehemann (Russe) tauchte nach Anbruch der Dunkelheit auf dem Parkplatz auf und fing den Bereichsleiterhelden ab.
    Nach nicht einmal 5 Minuten und ein paar Ohrfeigen und Androhungen waren die Hosen so voll gekoffert das die Schikane ein Ende hatte.
    Gekündigt hat sie trotzdem. Es gab wohl noch mehr das im Argen lag.
    Der Bereichsleiter hat sich nicht getraut mit gleicher Münze heim zu zahlen und jeder kann sich denken warum, oder?
  4. #23

    Abhilfe

    Einfaches Vorgehen wirkte einmal Wunder: die x-te "Unterredung" mit herabwürdigendem Geschrei des Vorgesetzten so korrekt wie möglich protokolliert und ausgedruckt auf seinen Bürotisch gelegt, brachte den Chef augenblicklich zur Ruhe.
  5. #24

    Im Gegenteil!

    Zitat von maros Beitrag anzeigen
    Das waren noch Zeiten, als alles noch ohne Juristen und Gerichte funktionierte.

    Einen schickanierenden Vorgesetzten? Irgendwann ist Feierabend -> Sack übern Kopp und ab in den Müllcontainer mit ein paar freundschaftlich gemeinten Grüßen, ausgerichtet von ner hübschen Holzlatte. Oder mal vor versammelter Mannschaft - die natürlich nix gesehen hat - ein Eimer kaltes Wasser übergekippt.
    Das hat früher Wunder gewirkt.

    Teamzusammenhalt scheint es wohl nicht mehr zu geben.
    Ich bin sehr froh, dass diese Gewaltphantasien - dahergeblubberte Theorie bleiben und wir solche "gelobten Zeiten" heute nicht mehr haben.

    Wenn Sie Ihren Chef nicht ermorden oder kündigungsauspruchunfähig machen, wird er Sie in der nächsten Minute rauswerfen.

    Das Warten auf den "Feierabend" wirkt irgendwie lächerlich. Genauso die stumpfe Gewalt mit Teamzusammenhalt in Verbindung zu bringen.
  6. #25

    Wo ist da der Sinn?

    Zitat von tigermommy Beitrag anzeigen
    Ich sage Ihnen auch wo der Unterschied ist. Er kann tiefer fallen und würde so etwas nie machen. Er denkt das Mobbing reicht. Dabei verbrennt er sich die Finger nicht und er kann weiter Feigling sein.
    Bei der Androhung von Gewalt oder der Gefahr das eine Gewaltspirale entsteht kneift er in 99,99% der Fälle. Alleine die Gefahr das dies aktemkundig werden könnte wäre seiner weiteren Karriere sehr hinderlich. Und daran bastelt er ja gerade fleißig.
    Der kleine Mann oder die kleine Frau hat viel weniger zu verlieren.
    Ich weiß von einem Fall aus der unmittelbaren Umgebung. Es ging um einen Discounter und einen Bereichsleiter, der seine weiblichen Untergebenen schikanieren wollte. Der Ehemann (Russe) tauchte nach Anbruch der Dunkelheit auf dem Parkplatz auf und fing den Bereichsleiterhelden ab.
    Nach nicht einmal 5 Minuten und ein paar Ohrfeigen und Androhungen waren die Hosen so voll gekoffert das die Schikane ein Ende hatte.
    Gekündigt hat sie trotzdem. Es gab wohl noch mehr das im Argen lag.
    Der Bereichsleiter hat sich nicht getraut mit gleicher Münze heim zu zahlen und jeder kann sich denken warum, oder?
    Gut, sicherlich kann man einen Chef (wie jeden anderen Menschen auch mit grober Gewalt) einschüchtern. Aber mit welchem Erfolg? Die Arbeitsstelle ist Ihre Bekannte trotzdem los. Warum hat sie nicht sofort etwas neues gesucht und dann schnell gewechselt? Und mit welchem Risiko? Warum hat er den Ehemann nicht angezeigt? Worst case: Frau verliert Job, Ehemann im Knast.
  7. #26

    Zitat von retourenpaket Beitrag anzeigen
    Gut, sicherlich kann man einen Chef (wie jeden anderen Menschen auch mit grober Gewalt) einschüchtern. Aber mit welchem Erfolg? Die Arbeitsstelle ist Ihre Bekannte trotzdem los. Warum hat sie nicht sofort etwas neues gesucht und dann schnell gewechselt? Und mit welchem Risiko? Warum hat er den Ehemann nicht angezeigt? Worst case: Frau verliert Job, Ehemann im Knast.
    Wie anzeigen? Ohne Zeugen?!? Und wie gesagt er hat schikaniert und etwas härter angepackt auch noch Schiss gehabt.
    Ich habe versehentlich unterschlagen das ihr Mann mit knapp 10 Landsleuten da aufgetaucht ist. Das könnte auch nachhaltigen Eindruck gemacht haben.
    Und die Geschichte fanden alle schön und auch komisch. Keiner kam auf die Idee den netten Ehemann anzuzeigen.
    Den Job hat sie btw freiwillig aufgegeben. Der Bereichsleiter hat sie danach komplett in Ruhe gelassen.
  8. #27

    Weltfremd

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was tun, wenn der Vorgesetzte einem Mitarbeiter den Job zur Hölle macht? Ständige Beleidigungen und Schikanen muss niemand ohnmächtig hinnehmen. Es gibt Auswege aus dem Dilemma: Mit Strategien von der Anti-Mobbing-Allianz bis zur Klage können Sie sich wehren.

    Wie Sie Ihren Chef verklagen: Juristische Tipps - SPIEGEL ONLINE
    So kann man sich verhalten wenn man selbst im Betriebsrat ist - sonst
    ist der Job schlicht und ergreifend weg.
  9. #28

    Zitat von tigermommy Beitrag anzeigen
    Wie anzeigen? Ohne Zeugen?!? Und wie gesagt er hat schikaniert und etwas härter angepackt auch noch Schiss gehabt.
    Ich habe versehentlich unterschlagen das ihr Mann mit knapp 10 Landsleuten da aufgetaucht ist. Das könnte auch nachhaltigen Eindruck gemacht haben.
    Und die Geschichte fanden alle schön und auch komisch. Keiner kam auf die Idee den netten Ehemann anzuzeigen.
    Den Job hat sie btw freiwillig aufgegeben. Der Bereichsleiter hat sie danach komplett in Ruhe gelassen.
    Mir sind zwei ähnlich gelagerte Fälle bekannt, bei denen es bereits gelangt hat mit entsprechend "dominantem" Auftreten die Sache "zu erledigen". Ganz ohne Gewalteinwirkung.

    Im Grunde sind diese "Bosser" im tiefsten inneren Masochisten. Sie stellen den größten Kundenstamm bei Berufsdominas dar. Sie lassen auf der Arbeit ihren Unterjochungstrieb durch, daheim / nach der Arbeit sind es wahre Lämmer, auf welche man "einwirken" kann.
  10. #29

    Die Mär vom Kündigungsschutz...

    Zitat von fernossi Beitrag anzeigen
    Ich schaetze mal, ich habe lediglich etwas mehr Arbeitsrecht- und Kollegenerfahrung. Natuerlich gibt es die Frustrierten, die nur noch " Dienst nach Vorschrift" schieben. Aber es gibt auch die faulen Saecke, denen es scheissegal ist, ob andere dann Mehrarbeit haben oder Termine nicht einhalten. Die halten sich lieber acht Stunden an ihrer Kaffeetasse fest und schnauzen im Zweifel auch noch den Chef und andere Mitarbeiter an. " Terror der Untergebenen" in einem kuendigungsschutz-umsorgten Arbeitsumfeld.
    ...in Deutschland kann Ich nicht mehr hören.

    Durch die Kleinbetriebsklausel im KschG ( Kündigungsschutz erst ab 10 Arbeitnehmern) dem TzBfG, oder sonstige zeitlich befristete Arbeitsverträge wird dieser angebliche Schutz doch nur noch für max. 25 % der Arbeitnehmer in Deutschland gelten und die Zahl ist sicher sinkend.








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