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Schiffsunglück: "Rena"-Lenker müssen sieben Monate ins Gefängnis

REUTERS / New Zealand Defence ForceSieben Monate Gefängnis - so lautet die Strafe für zwei Seeleute nach dem Crash des Containerschiffs "Rena" auf einem Riff vor Neuseeland. Die Staatsanwälte hatten grundlegende Inkompetenz der Schiffslenker bemängelt. Der Zusammenstoß zog schwere Öko-Folgen nach sich.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...835233,00.html
  1. #1

    Rena Unglück

    Klar, die Schiffsführung der Rena hat versagt. Aber, dass eine Seefahrer-Nation wie Neuseeland derartig stümperhaft mit einer Havarie umgeht spottet auch jeder Beschreibung. Ein unfähiger Kapitän ist das eine, eine unfähige Regierung macht dann die Katastrophe komplett.
    Naja: Wir wollen uns nicht zu sehr erheben, Wir haben ja unsere Asse. Das will erstmal getoppt werde.
  2. #2

    ....

    Zitat von Rotax-1 Beitrag anzeigen
    Klar, die Schiffsführung der Rena hat versagt. Aber, dass eine Seefahrer-Nation wie Neuseeland derartig stümperhaft mit einer Havarie umgeht spottet auch jeder Beschreibung. Ein unfähiger Kapitän ist das eine, eine unfähige Regierung macht dann die Katastrophe komplett.
    Naja: Wir wollen uns nicht zu sehr erheben, Wir haben ja unsere Asse. Das will erstmal getoppt werde.
    Was da stümperhaft bei den Neuseeländern gelaufen sein soll müssen sie erklären! es geht nicht an, das sie den Laien hier ihre Mutmaßung vorlegen und das nicht belegen.
    Ich für meinen Teil, als Ex Kapitän mit 43 Jahren Seefahrtzeit, kann aus der Distanz und ohne Detailkenntnisse, nichts stümperhaftes erkennen!
    Vielleicht hätte das Eine oder Andere besser laufen können, da maße ich mir aber aus der Distanz und dem bequemen Sessel kein Urteil an.
  3. #3

    optional

    nun mit Romantik hat das Fahren zur See auch überhaupt nichts mehr zu tun wenn man auf Containerschiffen fährt. 6 Stunden Hamburg, 6 Stunden Malta, 6 Stunden in Malaysia, 6 Stunden in Xingang und dazwischen darf nix passieren. Und wenn dann doch was los ist... Maschinenprobleme, technische Probleme am Terminal, dann gerät der ganze Zeitplan durcheinander. Mir hat mal ne Spedition erklärt, daß sie bis auf 12 Stunden genau die Ankunftszeit auf der Strecke Hamburg-Xingang (bei Peking) kennen.
  4. #4

    Zitat von keksguru Beitrag anzeigen
    Mir hat mal ne Spedition erklärt, daß sie bis auf 12 Stunden genau die Ankunftszeit auf der Strecke Hamburg-Xingang (bei Peking) kennen.
    Das ist doch an sich völlig logisch, bzw. eher noch grosszügig gerechnet.
    Frachtschiffe fahren mit einer ökonomischen Geschwindigkeit, die Verbrauch und Verschleiss auf der einen Seite sieht, Frachtrate, Amortisation und Lohnkosten auf der anderen.

    Sollten unerwartete Ereignisse wie Sturm, Wind und Wellen die Fahrt auf einem Teil bremsen, kann man auf dem weiteren Weg wieder etwas mehr Fahrt geben.

    Sowohl im Hafen, aber auch z.B. am Suezkanal sollte man pünktlich sein, da dort vieles mit Voranmeldung läuft und man sich ansonsten ggf. auf lange Wartezeiten einstellen muss.
    Und dann sehen manche Frachtverträge hohe Vertragsstrafen vor..
  5. #5

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Was da stümperhaft bei den Neuseeländern gelaufen sein soll müssen sie erklären! es geht nicht an, das sie den Laien hier ihre Mutmaßung vorlegen und das nicht belegen.
    Ich für meinen Teil, als Ex Kapitän mit 43 Jahren Seefahrtzeit, kann aus der Distanz und ohne Detailkenntnisse, nichts stümperhaftes erkennen!
    Vielleicht hätte das Eine oder Andere besser laufen können, da maße ich mir aber aus der Distanz und dem bequemen Sessel kein Urteil an.
    Absolute Zustimmung.
    Mich würde auch interessieren, woran der Forist seine Kritik fest macht.
  6. #6

    ...

    Zitat von keksguru Beitrag anzeigen
    nun mit Romantik hat das Fahren zur See auch überhaupt nichts mehr zu tun wenn man auf Containerschiffen fährt. 6 Stunden Hamburg, 6 Stunden Malta, 6 Stunden in Malaysia, 6 Stunden in Xingang und dazwischen darf nix passieren. Und wenn dann doch was los ist... Maschinenprobleme, technische Probleme am Terminal, dann gerät der ganze Zeitplan durcheinander. Mir hat mal ne Spedition erklärt, daß sie bis auf 12 Stunden genau die Ankunftszeit auf der Strecke Hamburg-Xingang (bei Peking) kennen.
    Der Fahrplan meines letzten Schiffes war +/- 30 Min, ab-an HH , Reisedauer 12 Wochen!
    Reisespeed 23kn max speed 26 kn, da waren Verzögerungen gut zu machen. Zur Information, bei der Geschwindigkeit gibt es kein Piratenproblem!!!
  7. #7

    Nix stümperhaftes.

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Was da stümperhaft bei den Neuseeländern gelaufen sein soll müssen sie erklären! es geht nicht an, das sie den Laien hier ihre Mutmaßung vorlegen und das nicht belegen.
    Ich für meinen Teil, als Ex Kapitän mit 43 Jahren Seefahrtzeit, kann aus der Distanz und ohne Detailkenntnisse, nichts stümperhaftes erkennen!
    Vielleicht hätte das Eine oder Andere besser laufen können, da maße ich mir aber aus der Distanz und dem bequemen Sessel kein Urteil an.
    Soweit ich mich erinnere, erschienen mir die Kiwis im Gegensatz zur Crew sogar sehr professionell. In mancher Lage kann als Küstenstaat man eben wenig machen.
    Erschreckend aber, daß weder Master noch 2nd Off das Radarbild interpretieren konnten, oder?
    Gegen eine Vorverurteilung (die ja jetzt keine mehr ist) läßt sich vieles sagen; Sie werden auch die letzten Seiten der Schiff&Hafen vom Mai (VDKS Rostock) gelesen haben. Aber hier dürfen wir als deutsche Seeleute und Offiziere sagen: So was wäre uns nicht passiert!
    Auch Deutsche machen mal Fehler, aber mir schien es schon öfter so, als kriegte man anderswo sein Patent nachgeschmissen. Keine Ahnung von Sea Stabilized (und der KVR-Bedeutung desselben), Unterschied Regen- Seegangsunterdrückung unbekannt. Trial-Manouevre unbekannt (nützlich, wenn man von backbord achtern aufkommt). Etc pp.
    Wer solche Billig-Crews fahren läßt, muß sich nicht wundern, wenn die nicht wissen, wo die sind, was aber -Sie wissen das- die vornehmste Pflicht des Nautikers ist. Das Riff heißt ja bezeichnenderweise 'Astrolabe'.

    Grüße, tutmosis
  8. #8

    Rena Unglück

    @ jujo,
    ich kann Ihnen gern erklären was stümperhaft am Verhalten der neuseeländischen Regierung war. Nach dem Rena Unglück war für ca. eine Woche gutes Wetter mit "glatter" See im Unfallgebiet. Statt nun den Treibstoff abzupumpen und die Container zu bergen hat die Regierung nur lamentiert. Klar, ist die Rederei für alles verantwortlich, aber Untätigkeit macht nichts besser. Ein Seefahrervolk, dass für derartige Vorfälle nicht gewappnet ist, eine Regierung die nicht oder nur mangelhaft vorgesoprgt hat, handelt stümperhaft.
    Nach der Woche mit gutem Wetter kam dann ein Sturm. Da war alles wirklich zu spät.
    Aber wie gesagt: Wir haben genauso eine stümperhafte Regierung, wenn man mal an die Asse denkt. Von dem Murks am Jade-Weser-Port und am Hauptstadt Flughafen ganz zu schweigen.

    mfG.
  9. #9

    Zitat von Rotax-1 Beitrag anzeigen
    @ jujo,
    ich kann Ihnen gern erklären was stümperhaft am Verhalten der neuseeländischen Regierung war. Nach dem Rena Unglück war für ca. eine Woche gutes Wetter mit "glatter" See im Unfallgebiet. Statt nun den Treibstoff abzupumpen und die Container zu bergen hat die Regierung nur lamentiert. Klar, ist die Rederei für alles verantwortlich, aber Untätigkeit macht nichts besser. Ein Seefahrervolk, dass für derartige Vorfälle nicht gewappnet ist, eine Regierung die nicht oder nur mangelhaft vorgesoprgt hat, handelt stümperhaft.
    Nach der Woche mit gutem Wetter kam dann ein Sturm. Da war alles wirklich zu spät.
    Aber wie gesagt: Wir haben genauso eine stümperhafte Regierung, wenn man mal an die Asse denkt. Von dem Murks am Jade-Weser-Port und am Hauptstadt Flughafen ganz zu schweigen.

    mfG.
    Sie scheinen keinerlei Ahnung von der Materie zu haben und verschieben, bzw. übertreiben die Fakten in Richtung Ihrer Argumente.

    Die Havarie fand bei Windstille in der Nacht zum 05.10.2011 statt.
    Bereits am 07. und 08. frischte der Wind immer wieder bis auf Windstärke 5 auf.
    Auch am 10. und 11. gab es keinen stärkeren Wind, als die Schäden nach aussen sichtbar wurden.
    Bereits am 09. fanden erste Umpumparbeiten statt..
    Zusätzlich Massnahmen zur Ladungssicherung.
    Auch lag schon ab dem 08. das Bunkerschiff zur Ölaufnahme bereit, Ölbekämpfungsmassnahmen liefen, usw..

    Eine stinknormale Südpazifikdünung ist schon bedeutend höher, als die Dünung im Mittelmeer, bei der jeweils schon alle Tätigkeit im Bereich der Costa Concordia unterbrochen wurden und werden.
    Ihre Behauptungen bzgl. glatter See sind also absoluter Unsinn.
    Der Tiedenhub liegt im Riffbereich zwischen 1,4 und 1,6m, bei der CC wenige Zentimeter.
    Zusätzlich bestehen wechselnde Strömungen und keine klaren Kanten zum Tiefwasser.
    Also bedeutend grössere Gefahren für die Bergungsmannschaften.

    Und wie lange dauerte das Abpumpen bei der CC?
    Um die 10 Wochen..
    Bei der Rena waren es 5,5 Wochen..

    Und wie lange blockierte die kleine Waldhof den Rhein?
    Einen ganzen Monat brauchte es, die wichtigste Wasserstrasse Deutschlands wieder befahrbar zu machen.
    Waldhof (Schiff)

    Sie stellen sich das alles zu einfach vor und hauen unberechtigte Vorwürfe in die Gegend.

    Hier sind alle Massnahmen usw. rund um die Rena im Detail nachzulesen:

    Tauranga incident page

    Wenn es das mal auch für die Asse gäbe..








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