Eine Frage, mit der sich leider noch überhaupt keiner beschäftigt hat, nicht Gottschalk, nicht das ZDF, nichtmal der Leidtragende selbst, war doch die, welche Möglichkeiten eines Scheiterns des Wettvorhabens überhaupt in Betracht kommen?
Da waren sich alle einig, dass die Wette nur gewonnen werden kann. Allenfalls die Uhr hätte vorher ablaufen können und zum Verlieren führen können. Und so wurde die Zeitvorgabe ein künstlicher Druck aufgebaut, der
präzise Vorbereitung unmöglich machte, was dann eben im Fiasko enden musste.
Es hätte doch bitte mal einer vorher einer Betracht ziehen können, wie das "Verlieren" der Wette, eben noch aussehen kann, eben durch einen Sturz. Und an dem Punkt hat man dann billigend die schweren Verletzungen in Kauf genommen, weil praktisch keinerlei wirksamer Schutz vorhanden war. Sonst wäre der Kandidat nämlich schon mit einem Integralhelm und Nackenschutz angetreten und wären, wo überall möglich zumindest Matten, wie sie in jeder Turnhalle vorhanden sind, ausgelegt gewesen, um einen etwaigen Sturz abzumildern. Blauäugigkeit und Dummheit beim Wettkandidaten und unterlassene Aufsicht der technischen Sicherheitsfachkraft des Veranstalters haben zu diesem schlimmen Ergebnis geführt. Und auch als Vater wäre mir besseres eingefallen, als das auch noch zu unterstützen und mitzumachen. Lieber hätte ich dem Jungen ins Gewissen geredet, mit dem Unfug aufzuhören.
Ein wegschauender Gott hat damit nichts zu tun. Das waren viele Menschen hier auf Erden, die weggeguckt haben und in deren Gewalt es gestanden hätte, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Und mal ehrlich: Dass Gott wegschaut, hätte man vorher wissen können, wenn man die Unglücke und Katastrophen auf der gesamten Welt so sieht, die da tagtäglich passieren. Oder passt der immer nur auf einen selbst auf, wenn man nur stark genug betet?