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Schicksalstalk bei Günther Jauch: Glaube, Rollstuhl, Hoffnung

DPAWie lebt es sich, wenn der liebe Gott einen Moment lang weggesehen hat? In Günther Jauchs Talkrunde sprach Samuel Koch über sein Leben als Querschnittsgelähmter nach dem missglückten Stunt bei "Wetten, dass..?". Der Mann ist ein Glücksfall für alle Leidensgenossen.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829069,00.html
  1. #40

    Bei manchen Kommentaren, die beinhalten, dass kein Mitleid empfunden wird, habe ich hier den Eindruck, dass es S. Koch sogar gegönnt wird, was ihm passiert ist.
    Ich habe Mitleid mit Menschen, die unverschuldet in solche Lagen kommen. Ich habe aber auch Mitleid mit S. Koch. Wenn ich lese, wie er lebt und welche Einschränkungen er hat, empfinde ich durchaus ein Mitgefühl - und bin auch froh, dass es so ist.
    Selbstverschuldet oder nicht, Fehler oder nicht, man sollte lieber froh sein, dass die eigenen Leichtsinnigkeiten im Leben nicht schlimme Konsequenzen nach sich zogen. Und leichtsinnig war glaube ich jeder schonmal...
  2. #41

    Zitat von muehle79 Beitrag anzeigen
    Eine Frage, mit der sich leider noch überhaupt keiner beschäftigt hat, nicht Gottschalk, nicht das ZDF, nichtmal der Leidtragende selbst, war doch die, welche Möglichkeiten eines Scheiterns des Wettvorhabens überhaupt in Betracht kommen?

    Da waren sich alle einig, dass die Wette nur gewonnen werden kann. Allenfalls die Uhr hätte vorher ablaufen können und zum Verlieren führen können. Und so wurde die Zeitvorgabe ein künstlicher Druck aufgebaut, der präzise Vorbereitung unmöglich machte, was dann eben im Fiasko enden musste.

    Es hätte doch bitte mal einer vorher einer Betracht ziehen können, wie das "Verlieren" der Wette, eben noch aussehen kann, eben durch einen Sturz. Und an dem Punkt hat man dann billigend die schweren Verletzungen in Kauf genommen, weil praktisch keinerlei wirksamer Schutz vorhanden war. Sonst wäre der Kandidat nämlich schon mit einem Integralhelm und Nackenschutz angetreten und wären, wo überall möglich zumindest Matten, wie sie in jeder Turnhalle vorhanden sind, ausgelegt gewesen, um einen etwaigen Sturz abzumildern. Blauäugigkeit und Dummheit beim Wettkandidaten und unterlassene Aufsicht der technischen Sicherheitsfachkraft des Veranstalters haben zu diesem schlimmen Ergebnis geführt. Und auch als Vater wäre mir besseres eingefallen, als das auch noch zu unterstützen und mitzumachen. Lieber hätte ich dem Jungen ins Gewissen geredet, mit dem Unfug aufzuhören.

    Ein wegschauender Gott hat damit nichts zu tun. Das waren viele Menschen hier auf Erden, die weggeguckt haben und in deren Gewalt es gestanden hätte, diesem Treiben Einhalt zu gebieten. Und mal ehrlich: Dass Gott wegschaut, hätte man vorher wissen können, wenn man die Unglücke und Katastrophen auf der gesamten Welt so sieht, die da tagtäglich passieren. Oder passt der immer nur auf einen selbst auf, wenn man nur stark genug betet?
    Die Diskussion - nicht nur hier - ob Gott hingeschaut oder weggeguckt haben mag, drückt beredt die ganze Hilflosigkeit unseres "zweidimensionalen" Daseins aus.
  3. #42

    Was soll schon die Frage, ob der liebe Gott einen Moment weggesehen hat? So bedauerlich der Unfall ist, hat Samuel Koch nur allein die Verantwortung für seine Show zu tragen. Es war allein sein Wille, die wtte durchzuziehen. Der liebe Gott hat ihm ganz bestimmt nicht zugeflüstert, dass er es tun sollte.
  4. #43

    Was soll schon die Frage, ob der liebe Gott einen Moment weggesehen hat? So bedauerlich der Unfall ist, hat Samuel Koch nur allein die Verantwortung für seine Show zu tragen. Es war allein sein Wille, die wtte durchzuziehen. Der liebe Gott hat ihm ganz bestimmt nicht zugeflüstert, dass er es tun sollte.
  5. #44

    Mehrals eine Talkshow

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie lebt es sich, wenn der liebe Gott einen Moment lang weggesehen hat? In Günther Jauchs Talkrunde sprach Samuel Koch über sein Leben als Querschnittsgelähmter nach dem missglückten Stunt bei "Wetten, dass..?". Der Mann ist ein Glücksfall für alle Leidensgenossen.

    Schicksalstalk bei Günther Jauch: Glaube, Rollstuhl, Hoffnung - SPIEGEL ONLINE
    Das ging unter die Haut. G. Jauch verstand es, einerseits klar direkt und andererseits einfühlsam und mit Empathie die Gesprächsrunde zu leiten und Herrn Samuel Koch genügend Raum und Zeit zu geben, sich authentisch darzustellen. Mehr als eine Talkschow war das! - Herr Udo Reiter - bei aller Anerkennung für seine Lebensleistung - hätte es sich ersparen sollen, seinen Selbstmordversuch zu schildern. Dank für die ehrlichen und glaubwrdigen Worte des EKD Vorsitzenden Nikolaus Schneider. Ein ermutigendes Glaubenszeugnis für unserer Zeit! Bewundernswert, wie sich die Familie Koch in beispielhafter Liebe für Samuel einsetzt. Mögen auch andere, die nicht so ins Rampenlicht kommen, daraus Kraft schöpfen und auch andere Ärzte wie Herr Maximilian Klein ihren Patiente helfend zur Seite stehen.
    Dass treppensteigfähige Rollstühle in der Abstellkammer verstauben, statt sie als Gehhilfen rezeptpflichtig für Patien ten anzuerkennen ist skandalös!
  6. #45

    ..........

    wäre er nicht in einer Fernsehsendung zu Schaden gekommen sondern im täglichen Leben hätte er nie in der Schweiz eine so lange Reha machen können. Hätte er nicht die Möglichkeit zusätzlich durch diese vermeintliche Prominenz für Nebeneinnahmen, würde das Laben für den jungen Mann ganz anders aussehen.
  7. #46

    Wer mit dem Feuer spielt, kann sich verbrennen. Es ist für einen normalen Menschen unbegreiflich, wie man sein Leben riskieren kann, nur um ins Fernsehen zu kommen. Oft zu sehen bei jungen Menschen, die totale Selbstüberschätzung. Das schlimme an der Sache, es ist eigenverschulden und hätte nicht sein müssen, er könnte heute noch ein gesunder junger Mann sein. Das ist Bitter.
  8. #47

    Zitat von BettyB. Beitrag anzeigen
    Jauch als Medienbeauftragter der vereinigten deutschen Kirchen. Nun ja. Kein Wunder, dass dabei irgendwie unterging, dass es ohne Gott nicht nur geht, sondern gut, wenn nicht sogar besser geht, obwohl der Herr Reiter dafür ein tolles Beispiel war. Seine Worte zu unterstreichen, war aber nicht das Ding des Jauch. Wunder nur, dass er ihm nicht auch noch widersprochen hat, als er sich zur Nichtexistenz Gottes äußerte...
    Natürlich geht es auch ohne Gott. Trotzdem muss man sich nicht gegen Menschen denen ihr Glauben hilft sträuben. Man entscheidet individuell, was einen aus einem tiefen Loch zieht. Die Hauptsache ist, dass man sich, in wirklich schlechten Zeiten, an etwas festhält, um nicht in Selbstmitleid/aufgabe zu verfallen.
    Jauch hat sich in dieser Talkrunde nicht gerade mit Ruhm bekleckert, da bin ich Ihrer Meinung.
  9. #48

    Aberglauben überprüfen?

    Zitat von dadanchali Beitrag anzeigen
    Man ist nicht ohne Liebe wenn man den horrenden Quatsch der Götzengläubigkeit kritisiert!
    ....
    Mal überlegen ob es nicht maßlose Arroganz ist einen Götzen für alles verantwortlich zu machen. Der Betroffene sollte gerade nach so einem Unfall seinen Aberglauben mal überprüfen.
    Im Übrigen ist bei jedem der so einen Unfall und die resultierende Behinderung meistert ein höchstmaß an Respekt angesagt
    so, das sollte er...sagen Sie...warum und für wen oder was? Was geht Sie das an, was der denkt und was der öffentlich und nicht öffentlich sagt? - man kann das wahrnehmen oder auch nicht aber zur Meinungsäußerung dazu gibt es keine Veranlassung - weil es nur ihn selbst betrifft - fertig!
    Wie meinen Sie den letzten Absatz?
  10. #49

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Mann ist ein Glücksfall für alle Leidensgenossen.

    Schicksalstalk bei Günther Jauch: Glaube, Rollstuhl, Hoffnung - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    was soll den der spruch? Die meisten die im rollstuhl sitzen haben nicht so ein "glück" wie dieser mann gehabt sprich waren nicht über die sendung versichert und bekommen viel geld. Auch können die meisten nicht in TV shows auftreten wofür der mann viel geld bekommt.


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