Forum: Blogs
Schicksalstalk bei Günther Jauch: Glaube, Rollstuhl, Hoffnung
DPAWie lebt es sich, wenn der liebe Gott einen Moment lang weggesehen hat? In Günther Jauchs Talkrunde sprach Samuel Koch über sein Leben als Querschnittsgelähmter nach dem missglückten Stunt bei "Wetten, dass..?". Der Mann ist ein Glücksfall für alle Leidensgenossen.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,829069,00.html
- #20 23.04.2012 08:24 von
Ich bedaure Ihr Schicksal, komme aber trotzdem nicht umhin, wieder einmal eine Lanze für dt. Krankenhäuser zu brechen. Auch ich habe viele Monate meines Lebens in etlichen deutschen Krankenhäusern als Kassenpatient verbracht und zum Glück nicht solch negative Erfahrungen machen müssen wie Sie.
- #21 23.04.2012 08:26 von
- #22 23.04.2012 08:42 von
- #23 23.04.2012 08:43 von
Warum immer alles Gott in die Schuhe schieben?
Zitat: Gott hat nicht hingesehen". Tatsache ist doch, jeden Tag passiert ähnliches oder Schlimmeres. Jeden Tag werden auf der Erde Menschen gefoltert, Babys vergewaltigt, Menschen getötet, Kinder verhungern, usw, usw... Und das leider höchstwahrscheinlich täglich Tausendfach. Und oft sind es nicht solche selbstverschuldeten Fälle, sondern echte Tragödien.
Dann müßte ja Gott nie auf die Erde schauen. Die Bibel sagt aber, ihm entgeht nichts.
Also darf man nicht versuchen, ihm alles Elend der Welt in die Schuhe zu schieben.
Vieles ist auch eigene Blödheit, eigene Schusseligkeit, eigenes Versagen, oft auch der Wunsch, durch Leichtsinnigkeit seine eigene Existenz aufzuwerten und aus der großen Anonymität der Masse hervorzustechen. Vielleicht auch der Wunsch, prominent zu werden.
Offenbar hat dieser Junge keine Freunde, keine echte Familie, die ihm zu rechter Zeit den Kopf gewaschen hat. - #24 23.04.2012 08:45 von
Nicht zu vergessen
Nicht zu vergessen ist die Tatsache, dass die Gemeinschaft der Versicherten für einen solch bodenlosen Leichtsinn (noch dazu von sensationsgetriebenen Eltern unterstützt) lebenslang aufzukommen hat. Das auf den "lieben Gott" zu schieben ist abenteuerlich und verharmlosend.
Wer sein Kind liebt, verhindert derart sinnfreie Events und Kicks von vornherein. Diese Botschaft vermisse ich.
Das Leben besteht nicht aus Casting; Mathematik wäre besser. - #25 23.04.2012 08:50 von
Wer einen derart hohen Preis für seine 15 Minuten Ruhm bezahlt hat, dem gönne ich sie auch. Jedenfalls mehr als einem Dschungelcamp Insassen.
Abgesehen davon ist die Gesellschaft ja sonst auch nicht so hart. Wenn ich sagen würde: "Selber Schuld das du arbeitslos bist, bei der Ausbildung kann das schon passieren!" fänden sie das auch unfair.
Genauso unfair ist es nun so einem tragischen fall nun zu erzählen: Selber Schuld!
Es mag zwar formal korrekt sein, menschlich ist es nicht. - #26 23.04.2012 08:56 von
Es ist...
.... diese Mischung von Überheblichkeit, dies aus einer solchen Sicht zu sehen. Es ist weder Bewunderung, noch Mitleid was dafür empfunden wird, sondern zumindest von meiner Seite Respekt. Warum es letztlich passiert ist, schnuppe. Das es passiert ist, schade. Oder sollte man denken, selbst schuld der sich interessant machend Wollende? Ist mir zu Deutsch. Empathie ist etwas, was den Deutschen fehlt. Und wie schon geschrieben, Respekt vor Leistungen, egal warum man in eine solche Situation kam.
- #27 23.04.2012 08:58 von
Liebe Redaktion...
...wer hat sich nur zu dem Eingangssatz verstiegen, der Liebe Gott hätte einen Moment weggesehen? Selten so einen Schmus gelesen.
Beindruckend an dem Mann ist, wie er sein Schicksal annimmt, die Schuld nicht bei anderen sucht und täglich aufs neue kämpft. Hut ab, ich weiß nicht, ob ich das könnte.
Enttäuscht war ich allerdings von Günther Jauch, das kann er besser. - #28 23.04.2012 09:00 von
Die Gemeinschaft der Versicherten zahlt auch die durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung behandlugsbedürftige Adipositas oder Diabetes. Ferner zahlt sie die Behandlungskosten für beim Bergwandern oder Fußballspielen erlittenen Verletzungen. Selbst Artisten im Zirkus können Krankenversicherungen abschließen.
- #29 23.04.2012 09:07 von
Man könnte auch noch gesund sein
Mein Mitgefühl gilt denjenigen Menschen, die durch einen überraschenden Schicksalsschlag in Not geraten.
Diejenigen jedoch, die diesen Schicksalsschlag in völliger Selbstüberschätzung quasi in Eigenregie provozieren - denen bleibt mein Mitgefühl versagt. Ich habe kein Mitleid mit einem Raser der nach seinem Unfall selbstverschuldet im Rollstuhl sitzt. Und ebenso wenig mit einem jungen Mann, der völlig ohne Not meint, tolle Kunststückchen vollführen zu müssen. Die medial Plattform, die dieser Person geboten wird widert mich regelrecht an!
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

