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Schelte aus Italien: Monti gibt Deutschland und Frankreich Schuld an Euro-Krise
REUTERSMario Monti geht auf Konfrontation zu Deutschland und Frankreich: Der italienische Premier sieht die frühere Haushaltspolitik der Regierungen in Paris und Berlin als Auslöser für die Schuldenkrise. "Wenn der Vater und die Mutter der Euro-Zone die Regeln verletzen", sei das ein schlechtes Vorbild.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...824266,00.html
- #110 28.03.2012 15:19 von
Wahrnehmungsprobleme
Die Schulden wurden vom Reformblockierer und Daueraussitzer Kohl gemacht. Dafür haben wir auch 4 mal wiedergewählt. Die Reformen wurden von Schroeder und Eichel gemacht und denen verdanken wir, dass es uns heute besser geht als den anderen. Dafür wurden die beiden abgewählt. Nun haben wir mit Mutti die nächste Daueraussitzerin, die erfolgreich wie Kohl jede Reform verhindert und alle starken Männer und Frauen, die Ihr zu nahe kommen, aus dem Weg boxt. Wir brauchen Herrn Montis Schulden nicht, Mutti bringt uns wieder dorthin, wo wir schon mal waren
- #111 28.03.2012 15:28 von
Wohl kleines Kommunikationsproblem
Dass Kohl und Waigel maßgeblich an der Gestaltung des Maastricht-
vertrages beteiligt waren, ist auch mir bekannt.
Mich interessiert aber nun, was z.B. Waigel "mehrfach sachlich" an dem
Bruch des Artikel 125 konkret gesagt hat, ob er dies gut fand und
warum oder schlecht und warum?
Fand er dies alles legitim und Rechtens oder was?
Und dass Kohl nichts zu Artikel 125 in den letzten Monaten
gesagt hat, ist mir bekannt.
Ich will also darauf hinaus, wie sich Waigel und evtl. auch Kohl zu
dem Gesetzesbruch, Artikel 125 AEUV NACH DEM BRUCH
"mehrfach sachlich" geäußert haben.
Hoffe, nun ist meine Frage klar!
mfg
Li - #112 28.03.2012 15:28 von
- #113 28.03.2012 15:34 von
Immer die Deutschen ...
Die Vorwürfe, die Monti gegenüber Deutschland erhebt, hat E. Scalfari, der Gründer von "La Repubblica", in der ZEIT vom 15. 3. pointierter formuliert. Er spricht dort davon, dass Deutschland sich mit der Zerstörung des Euro, die Merkel sich vorgenommen habe, eine vierte Schuld auflade. Die ersten drei bestehen im Ersten und im Zweiten Weltkrieg und im Holocaust. Zu diesem Vorwurf habe ich mir folgende Gedanken gemacht:
Die Geschlichtklitterungen, die Herr Scalfari (ZEIT vom 15.3. 2012) konstruiert, verschlagen dem Leser ob ihrer Unverfrorenheit und ihres erpresserischen Inhalts den Atem. Indem Herr Scalfari von einer vierten deutschen Schuld spricht setzt er Angela Merkel mit Hitler und Wilhelm II. gleich. Wie diese beiden Europa zwei Mal zerstört hätten so würde A. Merkel durch ihre Politik die europäische Einheit zerstören. Damit würde sie die Europapolitik Hitlers fortsetzen. Die Drohung, die hinter dieser geschichtspolitischen Manipulation steckt, ist leicht zu entschlüsseln; sie lautet: wenn Ihr unsere Schulden nicht bezahlt, wird Euch das noch leid tun! Unserer Kanzlerin wird weiter unterstellt, sie würde aus wahltaktischen Gründen die Zukunft Europas riskieren. Dabei stehen nahezu 80 % der Deutschen nach Umfragen in dieser Sache hinter ihr. Kaum jemand in Deutschland, außer den Herren Steinbrück, Steinmeier und Trittin, möchte den deutschen Wohlstand unter die schuldenmachenden Staaten im Süden verteilen. Scalfari kommt aus einem Land, das bis heute über keine funktionierende Demokratie verfügt. Das hängt mit der nicht aufgearbeiteten Geschichte des italienischen Faschismus zusammen. Wie fast alle Italiener, die sich als eine Nation von Resistenza-Kämpfern sehen, scheint Herr Scalfari vergessen zu haben, dass Mussolini nicht nur ein Verbündeter des deutschen Führers war, sondern dass er als Erfinder des Faschismus den Aufstieg Hitlers (mit) möglich gemacht hat. Ein Schlagwort der radikalen Rechten der Weimarer Republik lautete: „Italia docet“ – ergänze: wie man es machen muss! Über die eigenen Untaten der Italiener könnte sich Scalfari heute gut informieren. Angelo del Boca hat in seinem Buch: “Italiani, brava gente” – etwa: Italiener, anständige Leute - ausführlich dargestellt, was die Italiener seit 1936 angestellt haben. Vielleicht sollte Scalfari dieses Buch lesen, bevor er von deutscher Schuld redet. – Zum Schluss eine (Scherz-)Frage: Warum gibt es in Italien keine Kriegsverbrecher des Zweiten Weltkrieges? Antwort: Weil diese im Jahre 1949 sämtlich vom kommunistischen Minister Togliatti amnestiert wurden!
Anstatt den Deutschen mit einer vierten Schuld zu drohen, sollte Scalfari dafür kämpfen, dass auch in Italien eine Demokratie entsteht. Hier gäbe es viel zu tun! Zunächst wäre die von ihm gegründete Zeitung „La Repubblica“, die die Lebenslügen der italienischen Linken seit Jahrzehnten pflegt, umzupolen. Statt regelmäßig über rechte Tendenzen in Deutschland zu berichten, könnten dort dann Analysen zum vergessenen italienischen Faschismus erscheinen ... - #114 28.03.2012 15:36 von
Si tacuisses ...
Offensichtlich ist Herr Professor mit seinem Latein am Ende: Nun sind die von Griechenland belogenen und betrogenen Staaten am Ende die Schuldigen dafür, dass sie betrogen worden sind.
Die Schauerstories über die griechische Staatsverwaltung setzen sich fort über die Erfahrungen, die mein sohn ggw. mit der griechischen Industrie macht: Selbstverstädnliche internationale Standards werden nicht nur nicht angewendet, sie sind schlichtweg UNBEKANNT - und das im Bereich Luftfahrt, wo ihre Anwendung über Leben und Tod entscheiden kann.
Und dieses System existiert seit langen Jahren: Siehe auch Christian Jungblut's Bericht "Die riskierte Katastrophe", in der er in Piräus von griechischen Behörden eine falsche Steuermannslizenz erhält, die zur Führung eines Supertankers berechtigt (Grundlage war ein einfacher Segelschein).
Heißt: In sehr vielen Bereichen - nicht nur der Wirtschaft - ist das grichische System seit langen Jahren tief korrupt.
Die Anschuldigungen gegen Deutschland und Frankreich sind unhaltbar und unbegründbar - der Herr Professor hat sich wohl eindeutig disqualifiziert. - #115 28.03.2012 15:39 von
- #116 28.03.2012 15:40 von
- #117 28.03.2012 15:41 von
Krise und Geldspritze ist nun der neue Normalzustand
Ackermann sieht Krise längst nicht gelöst
Trotz der Erholung an den Finanzmärkten warnte der scheidende Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann vor verfrühtem Optimismus. Er lobte zwar die Milliardenspritzen der Europäischen Zentralbank (EZB) als richtigen Schritt zur kurzfristigen Verbesserung der Lage. Doch Ackermann wies zugleich darauf hin, dass weitere Notprogramme nötig sein könnten. "Die Frage ist nun: Was passiert in drei Jahren? Muss man dann ein neues Instrument auflegen, oder werden die Märkte das nötige Vertrauen wiedergewonnen haben?" Die Entwicklung hänge maßgeblich von der Entwicklung der Schuldenprobleme und des Wirtschaftswachstums in Europa ab, sagte Ackermann.
Die Geldspritzen der EZB entwickeln sich so langsam zu einer regulären Subvention des Finanzmarktes. Bald werden solche Geldspritzen bei den Bilanzen von Banken und Co. im Voraus fest miteingeplant werden, noch bevor die Politik Geldspritzen explizit beschließt. Die Höhe der Boni der Manager wird davon abhängig sein, wie viele Geldgeschenke diese bei den Politikern abschwatzen können. Das wird das neue Geschäftsmodell solcher Unternehmen sein: Schnorren beim Steuerzahler! - #118 28.03.2012 15:42 von
- #119 28.03.2012 15:45 von
Helmut, Helmut, gibt uns die deutsche Mark zurück!
Das Spielgeld Euro ist in der Tat eines der großen Grundübel dieses Zeitalters und Deutschland wird durch es unsagbaren Schaden nehmen: Schon heute versuchen die herrschenden Parteien Deutschland für die Schulden des übrigen Europas aufkommen zu lassen, obwohl die Deutschen für ihre milden Gaben auch noch dreist und frech beschimpft werden; alle Verträge und Versprechungen wurden gebrochen und schon damit ist das Spielgeld Euro null und nichtig und gäbe es in diesem Land ein Bundesverfassungs- statt eines Parteienverfassungsgerichtes, so hätte selbiges schon längst die Wiedereinführung der deutschen Mark den Parteienkaspern im Rahmen des Eigentumsschutzes befohlen, aber da die Parteien in diesem Lande auch die Richterstellen besetzen, so sprechen ihre Geschöpfe eben auch in ihrem Sinne Unrecht. Die Ersparnisse sind verloren, da über kurz oder lang die Spielgeldzentralbank anfangen wird unbegrenzt Staatsanleihen zu kaufen, was dem Gelddrucken entspricht, obwohl dies in den Verträgen verboten ist, welche diese Einrichtung begründet haben; und es ist auch seltsam: Die Verträge zur Schaffung des Spielgeldes Euro verbieten die Schuldenhaftung eines Staates für die Schulden anderer Staaten, doch dies wurde schon mehrfach schamlos gebrochen, wenn es aber darum geht die betrügerischen und sparunwilligen Bankrotteure aus dem Spielgeldeuroraum zu entfernen, dann sollen die Verträge auf einmal wieder heilig und unantastbar sein? Auch droht durch das Spielgeld Euro Europa im Dutzend für China billiger zu werden, da China zuerst riesige Devisenberge, durch die Überschwemmung Europas mit Waren, angehäuft hat und nun Europa dessen eigenes Geld gegen Zinsen wieder leiht und somit das Abendland im Sack hat.
Wobei das Spielgeld Euro durchaus heilsame Wirkung haben könnte, denn leicht erfüllt sich über es das Dichterwort: „was die Befestigung ihres Bundes scheint, wird die unmittelbare Veranlassung ihrer Entzweiung werden.“ – und so wie das Spielgeld Euro die Aufrichtung des Brüssler EU-Moloch zum Zentralstaat präjudizieren sollte, so könnte es nun zum Stein des Anstoßes für dessen Sturz werden; zumindest in Deutschland hat sich der Wind gegen die EU für immer gedreht: Lange Jahre konnten die würdelosen Diener des EU-Molochs hier ungestraft das große Wort führen, aber mittlerweile wird der Missmut selbst auf Parteitagen laut, während das Volk das Spielgeld Euro samt dem EU-Moloch in Bausch und Bogen verwirft; und dies obwohl es bisher für das Spielgeld Euro noch gar nicht zur Kasse gebeten wurde, denn bisher schwebt dieses nur als Damoklesschwert in Form von Bürgschaften und immer neuen Schulden über Deutschland; reißt der Faden aber, so dürfte sich Lucans Dichterwort erfüllen: „Da zeigt sich, dass nur die Liebe zum Gold keine Furcht vor Mord und Totschlag kennt; Gesetze werden ohne Protest missachtet und entwertet, und gerade das Verächtlichste, was es gibt, der Besitz, führt zum Streit.“ - denn es ist kaum vorstellbar, daß die Deutschen es sich bieten lassen werden mit Zwangsanleihen auf ihren Grundbesitz, allerlei Steuererhöhungen, längeren Arbeitszeiten und weitern Kürzungen der Staatsausgaben dem Ausland dessen Lotterleben auch weiterhin zu bezahlen; und sollte Deutschland selbst in den Staatsbankrott gehen, so herrschen hierzulande wohl schneller ungarische Zustände als den gegenwärtig herrschenden Parteiengecken lieb ist.
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