Forum


 

Scheidender Oberpirat Schumacher: "Mein Abschied erleichtert mich"

dapdWilm Schumacher ist technikaffin, öffentlichkeitsscheu und idealistisch, eigentlich perfekt für ein Spitzenamt bei den Piraten. Ein Jahr lang war Schumacher Generalsekretär der Partei, jetzt gibt er den Job auf. Im Interview erklärt er, warum er zurück zur Basis will.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830434,00.html
  1. #10

    Oberpirat Schumacher

    Zitat von clauscst Beitrag anzeigen
    Lauter Fragen zu Befindlichkeiten, keine zu Inhalten.
    Ich will endlich wissen, wo die Piraten stehen, gerade auch wirtschaftspolitisch!
    Die stehen noch nirgendwo - auch bei andern Themen. Ausser zu dem Urheberrecht habe ich noch nicht viele politische Standpunkte gesehen. Und doch werden sie von so vielen gewählt. Jeder, der sie wählt stabilisiert Frau Merkel.

    Piraten hoffen auf die Schwarmintelligenz. Mich erschreckt das, wenn ich mir die Schwarmintelligenz der BILD-Leser oder RTL 2-Zuschauer ansehe.
  2. #11

    verrückte

    Zitat von blödföhn Beitrag anzeigen
    Ich mag die Piraten, viele sympathische Leute, allerdings ist der Trollanteil unheimlich hoch und was Berlin angeht scheint die Partei verrückte magisch Anzuziehen. Das macht es sehr Anstrengend.
    vielleicht meinen Sie "verhaltensauffällige". OK, die meisten Piraten kommen nicht im nadelstreifen daher und wägen nicht jedes wort auf der goldwaage.
    Aber verrückt ... wer solche politik sehen will, braucht sich doch nur die der "etablierten" parteien anzusehen. Nur ein paar stichworte:
    atomkraft,
    rentenlüge,
    afghanistankrieg,
    hartz 4,
    arbeits- vs- kapitalbesteuerung,
    arbeitslosen-betreuung,
    homo-ehe,
    verkehr / automobil / bahn / ÖPNV
    einkommen von pflegepersonal vs. managergehälter
    bankenrettung
    ...

    bei aller liebe: wer ist hier verrückt ???
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wilm Schumacher ist technikaffin, öffentlichkeitsscheu und idealistisch, eigentlich perfekt für ein Spitzenamt bei den Piraten. Ein Jahr lang war Schumacher Generalsekretär der Partei, jetzt gibt er den Job auf. Im Interview erklärt er, warum er zurück zur Basis will.

    Scheidender Oberpirat Schumacher: "Mein Abschied erleichtert mich" - SPIEGEL ONLINE
    Oh mann, ich will endlich wieder eine vernünftige linksgerichtete Politik, also einen SPD-Kanzler mit Grüne und von miraus noch andere links angesiedelte Politiker! Und nicht wieder firlefanzkram, die dann dafür sorgt dass der Hosenanzug nochmal 4 Jahre die Fingerspitzen zusammenhält!
  4. #13

    ...

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Direkt, real, nachvollziehbar, ehrlich, nichts geschauspielert.
    Und trotzdem den Job hingeschmissen!
    Angst vor der eigenen Courage? Mag sein. Aber was soll ich von einer Partei halten die, sobald sie in die Verantwortung genommen wird, auf einmal sämtliche Führungsämter verliert?!
  5. #14

    Zitat von clauscst Beitrag anzeigen
    Lauter Fragen zu Befindlichkeiten, keine zu Inhalten.
    Ich will endlich wissen, wo die Piraten stehen, gerade auch wirtschaftspolitisch!
    Gehen Sie doch hin, vertreten ihre eigene Richtung und bringen sie ein. Oder haben Sie Keine und wollen das auf dem silbernen Tablett um dann zu maekeln? Sehr komfortabel, mehr aber eben nicht.
  6. #15

    Titel sind aus

    Zitat von Mindbender Beitrag anzeigen
    Und trotzdem den Job hingeschmissen!
    Angst vor der eigenen Courage? Mag sein. Aber was soll ich von einer Partei halten die, sobald sie in die Verantwortung genommen wird, auf einmal sämtliche Führungsämter verliert?!
    Was soll man von einer Partei halten deren "Führungs"leute nicht den Rest ihres Lebens als Politiker schmarotzen wollen?
    Nur das Beste...
  7. #16

    ---

    Zitat von oberallgaeuer Beitrag anzeigen
    Die stehen noch nirgendwo - auch bei andern Themen. Ausser zu dem Urheberrecht habe ich noch nicht viele politische Standpunkte gesehen.
    Das ist richtig, aber nicht der Punkt. Was die Leute anzieht, ist die Art der Problemloesung. Und die ist im Gegensatz zur berechtigt von Ihnen kritisierten Spezialisierung ein allgemeiner und fundamental anderer Ansatz als der der herrschenden politischen Kaste. Der Rest folgt oder folgt nicht, das wird man sehen.

    Piraten sind einfach ein Evolutionsschritt. Ich mache mir dabei gar keine Illusionen, dass auch sie irgendwann von den eisernen Gesetzen der Macht eingeholt werden und ein Haufen alter Knochen von Funktionaeren (oder was es dann immer Vergleichbares gibt) in 30 Jahren die Geschicke steuert.

    Trotzdem sind diese zukuenftigen alten Knochen heute notwendig, um die Gegenwaertigen abzuloesen. Das sie von denen ernst genommen werden, zeigen ja die Versuche unter der Guertellinie der letzten Zeit.
    Und auch hierbei ist immer wieder erhellend, wieviele dieser lancierten und jahrzehntelang bei Diskretisierungsversuchen erfolgreich aus der Tasche gezauberten Themen durch die pure Art und Weise des Umgangs durch die Piraten als das erkannt werden was sie sind: Taschenspielertricks um politische Konkurrenten abzuwerten. Seihen das Geschlechterdiskussionen oder Nazivorwuerfe - letztere die erfolgreichste deutsche Massenvernichtungswaffe der politischen Landschaft. Aber auch die funktioniert dort nicht so geoelt wie bei allen Anderen. Ein gutes Zeichen.
  8. #17

    Da habe ich nun gerade gedacht . . .

    Zitat von albert schulz Beitrag anzeigen
    Inhalte sind nach wie vor nicht vorhanden, aber Wählerstimmen ohne Ende. Und dieses in der Parteiengeschichte einmalige Phänomen kann nur durch die lancierten Pressekampagnen erklärt werden. Null Information, außer daß man aus den Foren weiß, daß die Parteisympathisanten recht einfach Gemüter sind. Irgendwelche Kenntnisse scheinen ihnen nicht sonderlich zu liegen, mit ein paar Ausnahmen. ../.. Deutschland erwache ?
    . . . Sie sprechen von den sogenannten Volksparteien CDU CSU FDP Grüne?
  9. #18

    Zitat von autocrator Beitrag anzeigen
    ich finde genau das gegenteil richtig:
    unsere dt. demokratie ist zu einer parteien-demokratie verkommen, in der "berufspolitiker" das sagen haben.

    ich würde sogar noch einen schritt weitergehen: das bei den Piraten zu beobachtende phänomen der annuität sähe ich gerne sogar institutionalisiert.

    ein jahr in seinem leben ein unbezahltes parteiamt übernehmen ... das ist finanziell, an menschlichkeit und persönlichen kräften, an privatsphären-verzicht und charakterlicher integrität verkraftbar.

    irgendwannmag dann ein (i.m.h.o. dann zurecht) besoldetes staatsamt (als abgeordneter, minister o.ä.) sich daraus ergeben. Dort mag es aus verschiedenen gründen in manchen bereichen nicht ratsam sein, auf dem prinzip der annuität zu beharren - das müsste man sich genauer anschauen.

    Doch selbst da: Politik ist kein selbstzweck sondern dienst am gemeinwesen. Es geht über das menschlich-onthologische vermögen hinaus, länger als ein jahr "für fremde" da zu sein.
    Stimmt alles. Bleibt nur zu erwähnen, daß die BRD nie etwas anderes war als eine Parteiendemokratie. Daß das nicht unbedingt so bleiben muß, zeigen uns die Piraten gerade auf.
    Und daß viele, die ihr ganzes Leben nichts anderes gekannt haben und die BRD bisher für eine echte Demokratie gehalten haben, mit diesen neuen Gedanken nicht so gut klarkommen, ist ebenso traurig wie verständlich.
  10. #19

    Antwort

    Zitat von Mindbender Beitrag anzeigen
    Aber was soll ich von einer Partei halten die, sobald sie in die Verantwortung genommen wird, auf einmal sämtliche Führungsämter verliert?!
    Vielleicht, dass ihr die Basis, die Demokratie und die Sache wichtiger sind als die Personen, die Karrieristen und die Machtpositionen?


TOP



TOP