DPABildungsministerin Annette Schavan kämpft gegen den Vorwurf, in ihrer Doktorarbeit getäuscht zu haben. Die Opposition fordert Aufklärung - und ausgerechnet jetzt verhält sich das eigene Lager der CDU-Politikerin auffällig ruhig. Verliert sie den Doktortitel, wäre sie kaum im Amt zu halten.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-861227.html
Gutachten her Gutachten hin, selbst ist der Mann, schauen sie sich das doch mal unter www.schavanplag.wordpress.com selbst an!
Wenn unter dieser Page, nicht frei erfundenes dargestellt ist, braucht es in meinen Augen, keinen Gutachter mehr, um Schavan zu überführen.
Die Fundstellen zeigen klar auf, das Schavan beim Abschreiben nicht versehentlich und zufällig mal eine gleiche Formulierung, eines anderen Autors verwendet hat, ohne dessen Buch zu kennen. Nein, man kann ganz klar den Versuch der vorsätzlichen Täuschung erkennen. Eine Vielzahl von Indizien - etwa Umformulierungen der Originaltexte, Umstellung der Syntax, Verwendung von Synonymen sowie einzelne Auslassungen.
Ich komme zum Ergebnis, das die Guttenbergtäuschungen besser waren.
Herr Staatsanwalt, bitte übernehmen Sie!
Da muss aber noch mehr kommen, sonst geht die nicht!
Gutachter, die ohne Diskretion in einem laufenden Verfahren ihre Arbeit veröffentlichen, diskreditieren sich selbst und widersprechen jeglichem Anstand
da hat man dann mal genau das falsche Ressort an Frau Schavan verteilt. Was sagt uns das über den Charakter von Parteien, wenn sie Lügner und Betrüger anziehen und dort zu Funktionsträgern machen? Bisher gab es einige dr.-Betrügereien bei der Union und der FDP. Aber nirgendwo sonst. Ein Zufall? Gesucht wurde ja auch bei anderen.
In Ba-Wü erinnert man sich ohnehin noch mit großem Grausen, an das Chaos, das Fr. Schavan ihrem Nachfolger im Kultusministerium hinterlassen hat. Unter dem Stichwort Rheinschiene breit nachlesbar. Als Konsequenz des äußerst durchwachsenen Tuns im Ländle wurde sie dann für den Bund installiert. Seltsam.
Die hier betrachtete Dissertation stammt aus dem Jahre 1980; keiner weiß genau, ob sich seither die standards zur Durchlässigkeit von Fehlern geändert haben. Sicher indes kann angenommen werden, daß gemeinsame Konfessions- und Parteizugehörigkeit immer eine entscheidende Rolle spielten und spielen.
Es entbehrt natürlich nicht einer gewissen Komik, daß sich jemand mit dem Begriff des Gewissens auseinandersetzt und daß seine Lösung jene ist, die Öffentlichkeit zu täuschen.
Zudem gibt sie an, es nicht mit Absicht getan zu haben, womit sich die Frage erhebt, ob es die Absicht eines Dritten war, sie selbst die Arbeit nicht geschrieben hat, denn mit ihrer Äußerung gesteht sich ja zumindest zu, daß sie objektiv eine vorhandene Täuschung ebenso unterstellt.
Niemand fragte bzw. klärte im übrigen bei zu Guttenberg, welche angreifbare Rolle die Universität Bayreuth in jenem Fall gespielt hat.
Und niemand fragt, warum nach 32 Jahren eine unterstellte Täuschung aktuell noch eine Rolle spielt; was ist anders, wenn Frau Schavan ihren Doktor-Titel verliert? Nichts natürlich.
Das man Politikern insgesamt nur sehr bedingt trauen darf, wissen wir bereits, denn dieses Mißtrauen wird jeden Tag aufs Neue genährt.
Das Theater um Guttenberg, Koch-Mehrin und nun Schavan zeigt wie man sich in Deutschland noch immer auf Titel konzentriert anstatt auf Leistung. Da wird ein Doktor einem Diplomingenieur vorgezogen nur weil der Doktor ein paar hundert Seiten mit einer sogenannten Forschungsarbeit vollgetippt hat. Der Doktortitel ist das Nonplusultra in der deutschen Führungsschicht und wird nur von dem Professorentitel übertroffen. In der Industrie Nordamerikas spielt der Doktortitel (Phd) dagegen eine untergeordnete Rolle ohne dass dadurch die Geschäfte oder der Fortschritt leiden. Auch wird der Doktortitel nicht in der Anrede wie in Deutschland verwendet. Da in Deutschland die promovierten Herrschaften immer noch als etwas Besonderes angesehen werden, ist es nicht verwunderlich, dass so viele Doktoranden versuchen den Titel mit dem geringsten Aufwand zu bekommen.