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Schavans Elitenförderung: Stipendien-Millionen drohen zu verfallen

DPAWohin nur mit dem Geld? Das "Deutschlandstipendium" von Bildungsministerin Annette Schavan verfehlt seine Zielmarke: 36,7 Millionen sollten in diesem Jahr an leistungsstarke Studenten fließen, doch bis Jahresende werden es wohl nur 20 Millionen, der Rest droht zu verfallen.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-861031.html
  1. #1

    Vielleicht sollte man mal von der Vorstellung Abschied nehmen, immer nur die besten fördern zu wollen. Ich kenne zB jede Menge genialer Ingenieure, von denen so ziemlich alle notentechnisch bestenfalls Mittelmaß waren.
    Das gleiche Problem, wie im Sport: Wir haben bevölkerungsmäßig zu wenige eindeutig ersichtliche Top-Talente, als das wir es uns leisten könnten, ausschließlich die zu fördern!
  2. #2

    Da wird wieder mit dem Geld geschmust. Frau Schavan hat es nicht drauf und verlässt uns hoffentlich nächstes Jahr zugunsten der grünen Gutmenschen die unser Eigentum verteilen.
  3. #3

    Frau Schavan sollte statt dem Dland-Stipendium das Geld ins Bafög stecken. Es muss im System des Bafögs einiges geändert werden: mehr Arbeitsplätze, die die Verzögerungen der Auszahlungen zu Stoßzeiten auffangen, Inflationsausgleich und damit eine Anpassung des Bafögssatzes jährlich zum WiSe, usw.

    Das Stipendium ist ja schön und gut, aber es fördert schon wieder die Elite, die zu einem Teil keine Geldsorgen hat und dadurch nicht nebenbei arbeiten muss und dadurch in Ruhe studieren kann, ohne den finanziellen Druck.
  4. #4

    Zitat von marthaimschnee Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man mal von der Vorstellung Abschied nehmen, immer nur die besten fördern zu wollen. Ich kenne zB jede Menge genialer Ingenieure, von denen so ziemlich alle notentechnisch bestenfalls Mittelmaß waren.
    Nach welchen Kriterien sollen denn Ihrer Meinung nach die Stipendien vergeben werden?

    Abgesehen von den stupiden auswendiglern-Tests der ersten Semester sollte es eigentlich jemand der "genial" ist schaffen, gute Noten zu bekommen. Besonders dann, wenn ihm gesagt wird, dass er dadurch sein Studium finanziert bekommt.

    Ich höre genau dieses Argument ziemlich oft. Und meiner Meinung nach ist jemand, der mittelmäßige Noten hat, weil er ja ach so intelligent ist und ihn die Tests nur langweilen, irgendwie doch ganz schön blöd. Nämlich deswegen, weil er damit so ein Stipendium verschenkt.
  5. #5

    Stipendienmillionen, die an Studenten fließen sollten, werden wohl zum Jahresende verfallen.
    Das klingt so, als würde das Geld dann "schlecht" und könnte nicht mehr benutzt werden. Tatsächlich kann der Anteil an Steuergeldern dann aber auch anders ausgegeben werden, und es gibt im Bildungsbereich ja genügend Baustellen, die Unterfinanziert sind. Warum ein paar "Super-Studenten" zusätzlich fördern, während z.B. in vielen allgemeinbildenden Schulen (oder von mir aus auch vielen Unis) der Putz von den Decken bröselt oder die Räume überfüllt sind ?
  6. #6

    Der Haken an Schavans Misserfolgsgeschichte

    ist doch, dass die Uni die Hälfte des Stipendiums bei Spendern
    eintreiben muss, erst dann kommt die zweite Hälfte vom Bund
    und kann das Stipendium vergeben werden. Davon abgesehen, dass dieses "Betteln" sehr mühsam und zeitaufwendig ist, sehen sich dabei die meisten Spender
    eher als Investoren und vergeben das Geld vor allem an
    "Elite"-unis oder an Studenten der BWL- oder Ingenieursstudiengägen. Nur wenn die Spende auch eine
    gewisse Rendite verspricht, wird gezahlt,. Studenten der "falschen" Fachrichtungen gehen leer aus. Wir brauchen aber eine breit gefächerte Wissensbasis, was Investmentbanker und BWLer mit Tunnelblick anrichten können, ist in der derzeitigen Krise hinlänglich zu beobachten.
  7. #7

    Zitat von marthaimschnee Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man mal von der Vorstellung Abschied nehmen, immer nur die besten fördern zu wollen. Ich kenne zB jede Menge genialer Ingenieure, von denen so ziemlich alle notentechnisch bestenfalls Mittelmaß waren.
    Nach welchen Kriterien sollen denn Ihrer Meinung nach die Stipendien vergeben werden?

    Abgesehen von den stupiden auswendiglern-Tests der ersten Semester sollte es eigentlich jemand der "genial" ist schaffen, gute Noten zu bekommen. Besonders dann, wenn ihm gesagt wird, dass er dadurch sein Studium finanziert bekommt.

    Ich höre genau dieses Argument ziemlich oft. Und meiner Meinung nach ist jemand, der mittelmäßige Noten hat, weil er ja ach so intelligent ist und ihn die Tests nur langweilen, irgendwie doch ganz schön blöd. Nämlich deswegen, weil er damit so ein Stipendium verschenkt.
  8. #8

    Elitenförderung braucht kein Mensch

    Die Millionen kann man in Universitäten stecken, deren Hörsäle verfallen. Kommt Frau Schavan da eigentlich nicht selbst drauf?

    Nein, natürlich nicht. Hauptsache mal "Eliten" fördern statt dafür zu sorgen, dass alle von den Millionen profitieren. Ekelhaft, diese CDU-Denke.
  9. #9

    Klar braucht man eine Auswahl der Stipendiaten, dennoch finde ich sollte man die Noten zweitrangig betrachten. Ich finde man sollte viel mehr die ehrenamtlichen Sachen bewerten, oder Menschen, die Familienangehörige pflegen müssen.


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