Wo ist das Problem? Wenn die anderen Studenten die Kriterien nicht erfüllen! Muss die Reste unbedingt jedem 0815 Student vergeben!?
DPADas "Deutschlandstipendium" von Bildungsministerin Annette Schavan droht, zum Flop zu werden. Neue Zahlen zeigen: Von den verplanten 36 Millionen Euro für 2012 sind bislang nur 5,5 Millionen auf Konten von Studenten geflossen. Die SPD will das Projekt stoppen.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...836224,00.html
Wo ist das Problem? Wenn die anderen Studenten die Kriterien nicht erfüllen! Muss die Reste unbedingt jedem 0815 Student vergeben!?
Sie haben den Inhalt nicht verstanden.
Es werden nicht genug private Förderer gefunden, die die andere Hälfte des Stipendiums zahlen möchten. Daher bleibt Geld aus der staatlichen Hälfte über und verfällt.
Das hat nichts mit unqualifizierten Studenten zu tun.
Erhöht den Bedürftigen das Bafög. Die anderen haben (auf dem Papier) genug Geld zum Studieren. Gute Noten machen sich schon später mit besseren Jobs bermerkbar. Es sollte nur darum gehen jedem Geeigneten (Hirn, nicht Geld) das Studium zu ermöglichen.
Nicht NUR die Noten.
Die Stipendien sollen engagierten (vor allem natürlich sozial) Studenten helfen, die nebenbei noch Bestnoten bringen.
Aber weil sich die Uni aussuchen darf, wer gefördert werden soll, sind es sicherlich die alten Bekannten. Suppenküchenhelfer, mehrfache Familienväter, Studenten mit bettlägrigen Eltern die sie pflegen, Parteigenossen, etcpp.
Und wie kommen Sie auf die Idee, dass MINT speziell gefördert werden muss?
Die MINT'ler sind immer noch so doof, dass sie trotz "Fachkräftemangel" schlecht bezahlte Jobs mit schlechten Rahmenbedingungen annehmen. Die würden im Notfall für ihr Studium sogar zahlen.
Warum auf MINT begrenzen, dort kriegt man als Student ohnehin schon leichter Förderung. Davon abgesehen ist es ja nicht so, dass nur MINT Fächer sinnvoll sein, solche Rufe entlarven nur den akademisch Ungebildeten.
Was sollen die Studenten denn mit 1000,- jeden Monat ne neue Glotze? Mit 1000,- mehr im Monat wird man ja nicht schlauer oder besser und für den Lebensunterhalt gibt es Bafög oder die Eltern. Mit 300,- Büchergeld ist einem Studenten (dann ja eigentlich dreien) viel mehr geholfen. Der Nutzen den der Student (hoffentlich mit Bezug zum Studium) daraus zieht ist aus Sicht der Förderer viel größer.
Als Student hätte ich nicht gewusst wie ich 1000,- extra jeden Monat für sinnvolle Dinge hätte ausgeben können
Die privaten Förderer müsste man vielleicht anders ansprechen, für die muss es sich ja lohnen. Schließlich müssen die Firmen ja mit ihrem eigenen Geld umgehen und wirtschaften, währende es dem Staat natürlich viel leichter fällt Steuergeld auszugeben welches von alleine nachwächst. Kriegen sie Zugriff auf die Studenten z.B. als Werksstudenten, Abschlussarbeiter, Praktikanten? Oder kann die Firma ihr Image damit verbessern? Ich schätze es gibt einfach keinen Anreiz für private Förderer.
Ich finde es unglaublich, dass das Programm weiterläuft. Sein Scheitern war vorherzusehen. Wir sind nicht in USA, wo schwerreiche Alumni ihrer Alma Mater auf Lebenszeit verbunden sind und sie auch finanziell fördern. Dass die Hälfte des Stipendiums von privaten Geldgebern finanziert werden soll, hat das Programm von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Wer selbst studiert und gearbeitet hat, wird wissen, wie weit die universitäre Welt vom Privatsektor entfernt liegt.
Hätte man die Studenten zu 100% durch das Stipendium finanziert, dann wäre die Förderzahl wesentlich höher und es würden keine Millionen verfallen.