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Schatzkammern des Wissens: Künstliches Gedächtnis

Bibliotheken entwickeln sich zu weltweit vernetzten, multimedialen Informationszentren und erleben einen Boom als Lernorte. Sorgt der Wandel auch für mehr Erkenntnis?

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/...715348,00.html
  1. #20

    Vorherrschendes Wissen

    Zitat von danduin Beitrag anzeigen
    Digitalisierung führt zwangsläufig auch zu Häppchenwissen, Halbwissen oder falsches Wissen, siehe Wikipedia.

    Jedoch bietet es mit fortschreitender Technik auch eine neue Zukunft. Ggf. irgndwann zur Vereinheitlichung von Gedanken und digitalem Wissenspeicher/Internet. Es hängt nur von der Verfügbarkeit der Technik ab. Der Wissenspeicher als externes, zuschaltbares Gedächtnis.
    Ach bitte nicht...

    Vereinheitlichung heißt auch .. die Führende Medienzahren werden dort ihre "Einheit" implementieren ..der Rest geht unter ...
    Vielfall des Wissens - unterschiedliche Zugänge, unterschiedliche Betrachtungswinkel sind die Triebfeder der Wissenschaften .. nicht ihre "Vereinheitlichung" unter eine Elite die nur diese Meinung darstellt.

    Vereinheitlichte Wissensdarstellung hatten wir schon lange genug ..von den Kirchen die Erde um die Sonne kreisend, von den "Führern" die herrenrasse und die Sklaven die man nur Lenken muss - und von den Ökonomen die "Wirtschaftswissenschaften" die leider nur nie etwas erklären können sondern die "Unwissenheit" als Wissenschaft ausgeben...

    Vereinheitlichung ist weder Wissen noch die Suche nach Wissen, es ist nur die Präsentation eines als "Vorherrschend" angesehenen Blickwinkels auf die Welt ..

    Mit einem Solchen "Gedächnis" können sie Roboter und Sklaven beglücken .. aber ist das wirklich das Ziel des Menschen vorgekautes und gewürztes nur noch zu sich zu nehmen?
  2. #21

    Zensur gegen illegales Kopieren

    Zitat von avollmer Beitrag anzeigen
    Die Vielfalt der neuen Techniken und Möglichkeiten ist eine Bereicherung - ohne jeden Zweifel - ohne den Verlust der bisherigen Möglichkeiten.

    Was in Gefahr schwebt ist die Beständigkeit des Wissens. Es muss verhindert werden, dass das virtuell veröffentlichte Wissen mit der Dynamik seiner Fortentwicklung einer substantiellen Erosion unterworfen ist.

    Echte und vermeintliche Fehler oder vermeintlich unnötiges Wissen wird getilgt. Eine derartige virtuelle Bücherverbrennung haben wir in den letzten Monaten exemplarisch in den Webangeboten der öffentlich-rechtlichen Sender erlebt. Dagegen kann ich die Ausgabe der Berliner Kinderreime von Zille aus dem Jahr 1962 noch antiquarisch erwerben. Ein Zugriff auf die, ins Nirwana editierten, Webseiten ist nicht mehr möglich. Ein elektronisches Antiquariat existiert nur in Form dürftiger Webcaches und Abbilder, die einem Foto des Einbands des Zille-Buchs gleichkommen. Hier gilt es für Beständigkeit zu sorgen, zumindest um wissenschaftliches Arbeiten bis ins nächste Jahrtausend zu ermöglichen.

    Nach dem gegenwärtigen Stand hat in dieser Schatzkammer schon die Demenz eingesetzt und Amnesie überrennt die Erinnerung.
    Tja, gegen das Verschwinden - Editieren hilft eigentlich nur eines .. illegales Kopieren - vervielfältigen - verteilen .. Aber das ist ja dem Gesetzgeber und der Wirtschaft ein Greuel .. es könnte die Einnahmen, aber eben auch die Glaubwürdigkeit der Personen, Medien etc. heruntersetzten - könnte sie in einem Licht erscheinen lassen das keineswegs so glänzend ist wie sie gerne es präsentieren!

    In einer Welt wo schon "Links" also hinweise auf anderes Wissen als "Illegal" dargestellt wird, als "kriminelle Handlung" - da brauchen wir uns nicht zu wundern das ein "Neusprech" jeden Tag neue Blüten treibt!
  3. #22

    Diskrepanzen

    Zitat von titurel Beitrag anzeigen
    bietet das mutimediale Zeitalter gewaltige Chancen. Wer wissenschaftlich arbeitet kann sich durch das Internet und nie Vernetzung besser informieren. Es birgt jedoch auch die Gefahr, dass Literatur nur noch fragmentarisch wahrgenommen wird. Früher hat man einen guten Text gelesen, von der ersten zur letzten Zeile. Heute hat man ein E-Book und überfliegt es, während man MP3 hört und seine E-Mails im Auge hat. Früher hatte man eine Tageszeitung, die man einigermaßen durchgelesen hat. Heute kann ich sämtliche Zeitungen online querlesen. Was wird das werden, wenn es fertig ist? Es soll ja Wissenschaftler geben die behaupten, dass sich mittelfristig die Gehirne verändern - dahingehend, dass die Leute zwar multitaskingfähiger werden, aber auch kaum mehr dazu in der Lage sind, sich auf eine Sache wirklich zu konzentrieren.
    Das Gehirn braucht sich nicht zu verändern - es war immer ein Multi-Universum-Parallel verarbeitendes Medium , die Illusion die Wirklichkeit in kleine Häppchen trennen zu können ist da eigentlich der Missbrauch des Gehirns und des Denkens!

    Die Griechisch /Aristotelische Denkweise - man könne die Welt in kleine Stücke aufteilen , und dann durch "nachdenken" logische Kausalzusammenhänge begründen hat uns auf einen zwei Jahrtausende währenden Irrweg geführt .. wo erst die Naturwissenschaften uns wieder ein wenig herausgeholt haben.

    Und genau dort finden wir eben auch Erklärungen , die eben dieses "zerstückeln" der Welt in diskrete Teile, und ihre "rationale Behandlung" als nicht "real" erscheinen lassen - zu gross sind inzwischen die Diskrepanzen zwischen dieser Vorstellung und dem was die Wissenschaftler über die "Arbeitsweise" des Gehirns feststellen....

    Konzentration ist ist eher das künstliche Heraussuchen eine "gewünschten Handlungstranges" - sogar das zurechtbasteln der "Wirklichkeit" nach Wunsch .. nicht das "erkennen aller Handlungstränge die im Gehirn vorliegen"!
  4. #23

    Ja, was Sie schreiben

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Das Gehirn braucht sich nicht zu verändern - es war immer ein Multi-Universum-Parallel verarbeitendes Medium , die Illusion die Wirklichkeit in kleine Häppchen trennen zu können ist da eigentlich der Missbrauch des Gehirns und des Denkens!

    Die Griechisch /Aristotelische Denkweise - man könne die Welt in kleine Stücke aufteilen , und dann durch "nachdenken" logische Kausalzusammenhänge begründen hat uns auf einen zwei Jahrtausende währenden Irrweg geführt .. wo erst die Naturwissenschaften uns wieder ein wenig herausgeholt haben.

    Und genau dort finden wir eben auch Erklärungen , die eben dieses "zerstückeln" der Welt in diskrete Teile, und ihre "rationale Behandlung" als nicht "real" erscheinen lassen - zu gross sind inzwischen die Diskrepanzen zwischen dieser Vorstellung und dem was die Wissenschaftler über die "Arbeitsweise" des Gehirns feststellen....

    Konzentration ist ist eher das künstliche Heraussuchen eine "gewünschten Handlungstranges" - sogar das zurechtbasteln der "Wirklichkeit" nach Wunsch .. nicht das "erkennen aller Handlungstränge die im Gehirn vorliegen"!
    sind vage Behauptungen. Philosophisches Proseminar. Ihr Verweis auf Wikipedia ist schon das Problem: Halbwissen! Das Hantieren mit komplexen philosophischen Traditionen eine rhetorische Gebärde. Das ist für mich völlig uninteressant.
  5. #24

    Amnesie der Verantwortung (I)

    Zitat von avollmer Beitrag anzeigen
    Die Vielfalt der neuen Techniken und Möglichkeiten ist eine Bereicherung - ohne jeden Zweifel - ohne den Verlust der bisherigen Möglichkeiten.

    Was in Gefahr schwebt ist die Beständigkeit des Wissens. Es muss verhindert werden, dass das virtuell veröffentlichte Wissen mit der Dynamik seiner Fortentwicklung einer substantiellen Erosion unterworfen ist.

    Echte und vermeintliche Fehler oder vermeintlich unnötiges Wissen wird getilgt. Eine derartige virtuelle Bücherverbrennung haben wir in den letzten Monaten exemplarisch in den Webangeboten der öffentlich-rechtlichen Sender erlebt. Dagegen kann ich die Ausgabe der Berliner Kinderreime von Zille aus dem Jahr 1962 noch antiquarisch erwerben. Ein Zugriff auf die, ins Nirwana editierten, Webseiten ist nicht mehr möglich. Ein elektronisches Antiquariat existiert nur in Form dürftiger Webcaches und Abbilder, die einem Foto des Einbands des Zille-Buchs gleichkommen. Hier gilt es für Beständigkeit zu sorgen, zumindest um wissenschaftliches Arbeiten bis ins nächste Jahrtausend zu ermöglichen.

    Nach dem gegenwärtigen Stand hat in dieser Schatzkammer schon die Demenz eingesetzt und Amnesie überrennt die Erinnerung.
    Nach Durchsicht der Beiträge erstaunt es mich, wie wenig dieses Thema im allgemeinen reflektiert wird, betrifft es doch nicht nur Beruf, Freizeit und aber auch Chancengleichheit und andere hochpolitische Gebiete.
    Da der Verfasser in den achtziger Jahren einem Team angehörte, dass die erste wirklich netzwerkfähige Bild-Ton-Text_Datenbank erschuf und auch präsentierte, - 30.09.1984 -, Basis war Freitextsuche auf einem IBM Grossrechner, Ton, Videobild- und Filmspeicher in analoger Form auf des Seite des Clienten, BTX als Kommmunikationsmittel und Textmedium, frage ich mich, warum diese uns alle betreffende Entwicklung, den Verlauf genommen hat, der de facto eingetreten ist.
    Eine Antwort mag aus dem medizinischen Bereich kommen, meine Erfahrungen mit Patient Care Systemen (Radiologie) ist die, sie werden gescheut, weil ein Vergessen unmöglich ist. Da aber kein Mensch es fertig bringt, seinen kleinen Irrtum einzugestehen, ignoriert er lieber oder er blockiert nach Kräften, zumal er forensische Daten fürchten kann und auch muss.
    Ein weiterer Grund mag der zukünftige, sich schon lange abzeichnende Wertverlust zentraler Einheiten sein. Diese scheuen ihre beginnende Bedeutungslosigkeit, die durch die mittelbare Einführung kleinster Strukturbreiten innerhalb der Halbleiterei hervorgerufen werden wird.
    Der Vorbehalt gegen Speicher jeder Art ist darin abzusehen, es gibt sie in diesem Lande nicht oder nur rudimentär, weder für Strom oder für Wärme noch für Informationen. Stattdessen vertraut man dynamischen Gleichgewichten, die sich in ihren technischen Konzepten, aber auch politischen Überzeugungen widerspiegeln. Eine Folge dieser Entwicklung wird eine zunehmende Instabilität sein, denn eine dynamisches Gleichgewicht erfordert ständigen Energieverbrauch, um es aufrecht zu erhalten. Eine Kugel auf der Spitze des Berges muss halt unablässig gehalten werden.
    Die bedeutendste kulturelle Entwicklung der menschlichen Spezies lag eben in der Realisierung des lokalen Getreidespeichers.
    Diese erfolgte eben nicht zentral.

    zum Grusse
  6. #25

    Amnesie der Verantwortung (II)

    Zitat von avollmer Beitrag anzeigen
    Die Vielfalt der neuen Techniken und Möglichkeiten ist eine Bereicherung - ohne jeden Zweifel - ohne den Verlust der bisherigen Möglichkeiten.

    Was in Gefahr schwebt ist die Beständigkeit des Wissens. Es muss verhindert werden, dass das virtuell veröffentlichte Wissen mit der Dynamik seiner Fortentwicklung einer substantiellen Erosion unterworfen ist.

    Echte und vermeintliche Fehler oder vermeintlich unnötiges Wissen wird getilgt. Eine derartige virtuelle Bücherverbrennung haben wir in den letzten Monaten exemplarisch in den Webangeboten der öffentlich-rechtlichen Sender erlebt. Dagegen kann ich die Ausgabe der Berliner Kinderreime von Zille aus dem Jahr 1962 noch antiquarisch erwerben. Ein Zugriff auf die, ins Nirwana editierten, Webseiten ist nicht mehr möglich. Ein elektronisches Antiquariat existiert nur in Form dürftiger Webcaches und Abbilder, die einem Foto des Einbands des Zille-Buchs gleichkommen. Hier gilt es für Beständigkeit zu sorgen, zumindest um wissenschaftliches Arbeiten bis ins nächste Jahrtausend zu ermöglichen.

    Nach dem gegenwärtigen Stand hat in dieser Schatzkammer schon die Demenz eingesetzt und Amnesie überrennt die Erinnerung.
    Diese Haltung mangelnder Selbstreflektion, wo stehe ich in der >Geschichte<, was muss ich tun,
    um meinen Wert und meine Existenzfähigkeit zu erhalten, also lebenslanges Lernen mag auch darin liegen,
    dass es selbst heute schwierig ist, das angebotene digitale Wissen und sein eigenes, analoges, vernünftig für sich
    selbst zu organisieren.
    Ein weiterer Aspekt mag sein, dass für eine Reihe der Zeitgenosssen Bildung oder Wissen immer noch
    als Bedrohung aufgefasst wird, und diese durch gruppendynamische Zwänge ausgegrenzt wird.
    Die eigene Dummheit und Illusion wird als Monstranz vor sich her getragen, und willst Du nicht mein Bruder sein, so ...,
    ein weites Feld der menschlichen Unzulänglichkeiten.
    Ein Forist schrieb netterweise, wer die Hand am Server hat bestimmt die Musik, ich möchte dem
    entgegen setzen, wer den Server an der Hand hat, bestimmt seine Existenz und seine Lebensform.
    Der totalen Digitalisierung soll hier beileibe nicht das Wort geredet werden, die Welt ist und bleibt "analog",
    künstliche Gedächtnisse sind ein Unding, viel zu langsam, eingrenzend und bilden das reale Gedächtnis in seiner Funktion nicht ab.
    Was anzustreben ist, ist eine Struktur der Hilfestellung und nicht eine Struktur der Vormundschaft.
    Leben und Verantwortung besteht eben aus nicht reflektierter und reflektierter Erfahrung.

    Im Übrigen, erkennt man den Willen einer Staatsführung an den Unterlassungen, nicht an den Taten.
    Gleiches natürlich auch für der Staatsführung folgenden Wurst.

    zum Grusse
  7. #26

    Bitte geben Sie einen Titel für den Beitrag an!

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Ist es nicht eher die Selbstüberschätzung der "Fachleute" die dort herausklingt? Informationen unterliegen schlichtweg Blickwinkeln .. der Eine sucht "grosse" Zusammenhänge, der andere entwickelt einen Röhrenblick für gerade die Themen die ihn interessieren.
    Die wirkliche Kognitive Fähigkeit des Menschen liegt aber nicht darin das "bestehende" einfach "geistig" aufzunehmen, sondern aus den "nicht vorgegebenen" Zusammenhängen neue zu erschaffen.
    Was auch immer der Einzelne aus seinem "Blickwinkel" zu erspähen meint so ist es dennoch die Aufgabe der "Informationsmanager" den Zugang zu wissenschaftlichen Daten zu ermöglichen, die Nutzung geht sie nichts an, es sei den es werden Forschungsergebnisse gefälscht oder ähnliches. Die Forschungsmethoden in frage zu stellen ist nicht Aufgabe von Bibliothekaren. Sie wollen nur die vorhandenen Informationen systematisieren und zugänglich machen und das ist (selbst wenn dies oft bestritten wird) eine Wissenschaft für sich.

    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Was ist "wissenschaftliche Relevanz" ? Zu lesen das irgendeine Empirische Forschung die und die Daten ergeben hat? Oder die Liste der zum Thema gehörenden "Fachtexte" abzurufen? (wobei das gerade heutzutage ziemlich schwer ist .. siehe Urheberrecht und Spezialverlage mit astronomischen Kosten für das hineinzuschauen).
    Nochmal, sicher kann man jegliche Forschung in frage stellen, aber tut man dies so bringt es einen nicht weiter. Auch wenn es Ihnen nicht gefällt so sind doch Tausende von Forschern bei "irgendeiner Empirischen Forschung" auf z.B. Primärdaten aus Fachdatenbanken angewiesen. Was die Zeitschriftenkrise betrifft so muss auf diese Frage auch die Gesellschaft als Ganzes eine Antwort finden und nicht nur die Bibliotheken. Dazu sind sie meiner Meinung nach allein auch nicht in der Lage.


    Zitat von Silverhair Beitrag anzeigen
    Wissenschaft erschließt sich eher durch [...]

    Und genau das ist die "Wissenschaft" die durch die "Fachleute" leider nicht mehr betrieben wird - sie sitzen auf ihren "Fachgebieten" aber sie sehen den Wald letztlich nicht mehr, mit Schild allerdings davor - Zutritt verboten für nicht Fachleute!

    Wissenschaftliche Relevanz , die kann man nicht dort suchen wo nur "aufgeschriebene fakten stehen" - man muss sie dort suchen wo "nicht aufgeschriebene Zusammenhänge" noch der Entdeckung warten.

    Auf der Suche nach Neuem, und das ist Aufgabe der Wissenschaft sind alle Laien .. das was "bekannt" ist, das Detail der korrekten Zuordnung - das ist reine Technologie .. wie lautet die Formel, haben die Daten den und den Korrelationskoeffienten .. Wichtig für "Technologen" - aber letztlich unwichtig für die "Wissenschaft".
    Nochmal: Mag sein das Einstein ohne empirische Daten ausgekommen ist, aber Wissenschaft besteht, zumindest meinem Verständnis nach, leider auch aus scheinbar "langweiliger" Zahlenschieberei und dennoch ist sie wichtig auch wenn am Ende keine revolutionären Erkenntnisse unmittelbar greifbar sind. Auch wenn es nach langweiliger Buchhaltung aussieht ist es mitunter wichtige Forschung.

    Sie müssen sich überlegen ob Sie ihre teilweise berechtigte Kritik an die richtige Institution richten, die Bibliotheken und IZ´s sind jedenfalls die Falschen!
  8. #27

    Google -- geliebtes Schreckgespenst

    Zitat von Karl_Lauer Beitrag anzeigen
    Was auch immer der Einzelne aus seinem "Blickwinkel" zu erspähen meint so ist es dennoch die Aufgabe der "Informationsmanager" den Zugang zu wissenschaftlichen Daten zu ermöglichen, die Nutzung geht sie nichts an, es sei den es werden Forschungsergebnisse gefälscht oder ähnliches. Die Forschungsmethoden in frage zu stellen ist nicht Aufgabe von Bibliothekaren. Sie wollen nur die vorhandenen Informationen systematisieren und zugänglich machen und das ist (selbst wenn dies oft bestritten wird) eine Wissenschaft für sich.
    Vieleicht kommt man mal auf die Idee, den Typus "Informationsmanager" neu zu besetzen.
    Sie müssen sich überlegen ob Sie ihre teilweise berechtigte Kritik an die richtige Institution richten, die Bibliotheken und IZ´s sind jedenfalls die Falschen!
    Zweifel sind angebracht, Biblotheken und IZ's kochen ihren eigenen Brei, teilweise ohne Herdplatte, aber ich habe noch keinen erlebt, der das "Big Picture" im Auge hatte.
    Nutzerführung in beschränktem Masse, aber übergreifend über den Tellerrand hinaus, Fehlanzeige. OpenLCA wäre ein Modell, aber es ist zu klein. Da wird noch viel Arbeit zu investieren sein, vor allen Dingen eine erkennbare Strategie der Realisierung und nicht eine des Unterlassens.
    Das wäre eine Aufgabe der Regierenden, die aber schwimmen im eigenen Google-Sud umher, erwähnen dabei nicht, dass sie es sind, die seit Jahrzehnten eine Entwicklung durch Ignoranz zu blockieren versuchen.
    Ganz anders die Regierung in China, der Verfasser hatte einen Vortrag über die strukturelle Bedeutung des Zugriffs auf multimediale Dokumente über eine Freitextdatenbank gehalten und Life vorgeführt, Stunden später standen zwei Limousinen vor der Tür und eine höfliche Einladung erfolgte. Die Höflichkeit mündete in einer zwölfjahrigen Zusammenarbeit.
    Für MP Rau war der wissenschaftliche Blumentopf nach zwei Minuten mit den Worten, dies bräuchten wir nicht, erledigt.
    Er war nicht allein.

    zum Grusse








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