dapdWas taugen die Pläne des Bundesfinanzministers zur Reform der Währungsunion? Wolfgang Schäuble will mehr Macht für Brüssel. Der Ökonom Thomas Straubhaar lobt im Interview den Vorstoß, fordert aber konkrete Sanktionen gegen Sparsünder.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-861583.html
Wir haben doch schon so viel Rechte an den Bund und an Berlin abgegeben, dass unsere Länder in vielen Bereichen nicht mehr autonom sind.
Jetzt ist es soweit, dass wir gemeinsam mit allen Ländern der EU notwendige Kompetenzen nach Brüssel statt nach Berlin verlagern, um gemeinsam handlungsfähig zu bleiben.
Berlin kann ja noch nicht mal den Haushalt des griechischen NRW im Zaun halten. Die EU existiert nur, weil die anderen Länder vom deutschen Nettozahler profitieren. So ist es auch mit dem Rettungschirm. Keiner will seine Rechte abgeben, nur Deutschland will sich abschaffen.
genau wegen solcher interview und sichtweisen lacht man den gebürtigen schweizer straubhaar zuhause aus.
sein institut dem er vorsitzt, wird übrigens von der pleite -nord lb finanziert.
Die frühere EG mit nationalen Währungen funktionierte im Gegensatz
zu der jetzigen EU hervorragend. Sie bedurfte keinerlei Rettungsfonds,
jeder Staat war für seine eigene Währung verantwortlich. Die erzielten
Exporterfolge und auch die eigenen Leistungsbilanzüberschüsse kamen
der eigenen Binnenwirtschaft in Form einer stabilen Währung zugute.
Dies ist heute jedoch innerhalb der Eurozone nicht mehr gegeben.
Unsere erzielten Exporterfolge und unsere Leistungsbilanzüberschüsse
dienen ausschließlich dem Erhalt dieser Währungszone und kommen
unserer eigenen Volkswirtschaft in Form von höheren Einkommen kaum
mehr zum tragen. Dies zeigen die realen Nettoinvestitionsquoten,
die realen Einkommensentwicklungen, die real zu zahlenden
Kapitalbeschaffungskosten für die Unternehmen.
Haftungsvergemeinschaftlichungen von Fremdschulden und von
Fremdrisiken, permanente Monetarisierung von Schulden durch die
EZB und die damit verbundene Sozialisierung prägen und kennzeichnen
diese Währungsunion. Zahlreiche Eurovolkswirtschaften sind nicht
mehr leistungs- und wettbewerbsfähig innerhalb dieser Währungszone.
Die nationalen Leistungsbilanzsalden, die Target 2 Salden, die Nutzung
des autarken Geldschöpfungssystems ELA, EFSF, ESM sind die
sichtbaren Anzeichen für einen dysfunktionalen Währungs- und
Wirtschaftsraum.
Dazu einige volkswirtschaftliche Analysen, die diese Hintergründe
besser veranschaulichen können:
Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
Mayers Weltwirtschaft: Euro abwerten - Mayers Weltwirtschaft - FAZ
Denkfabrik: Die Euro-Zone muss verkleinert werden - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube
Ludwig Poullain - Zeit für einen Schlussstrich bei der Eurorettung | Cicero Online
http://www.cesifo-group.de/portal/pl.../1/1209769.PDF
Unterm Strich ist es nur egal, aber ich denke es ist der richtige weg. Entweder Deutschland soll aus dem Euro raus, oder wir machen das mit Brüssel. Schon Schmidt hat mich davon überzeugt.
der vorschlag ist aber nunmal unsinnig.
durchgriffsrechte werden niemals von den staaten akzeptiert, weil sie auch so geld bekommen werden - siehe griechenland, siehe spanien, siehe italien. womit will man denn drohen wenn die nationalstaaten ihren haushalt nicht gemäßt währungskommisar einhalten?
mit krieg? ich lache mich gleich tot.