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Schäubles Masterplan: "Euro-Länder müssen auf Autonomie verzichten"

dapdWas taugen die Pläne des Bundesfinanzministers zur Reform der Währungsunion? Wolfgang Schäuble will mehr Macht für Brüssel. Der Ökonom Thomas Straubhaar lobt im Interview den Vorstoß, fordert aber konkrete Sanktionen gegen Sparsünder.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-861583.html
  1. #1

    ist doch klar

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was taugen die Pläne des Bundesfinanzministers zur Reform der Währungsunion? Wolfgang Schäuble will mehr Macht für Brüssel. Der Ökonom Thomas Straubhaar lobt im Interview den Vorstoß, fordert aber konkrete Sanktionen gegen Sparsünder.

    Interview mit HWWI-Chef Thomas Straubhaar über Fiskalunion in Europa - SPIEGEL ONLINE
    rechtzeitig die Autonomie so aufgeben, dass die nächsten
    Rettungspakete ohne Bundestag über die Bühne gehen können,
    da sie sonst die Beschlüsse nicht durchkriegen würden.
  2. #2

    Brüssel oder Berlin

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was taugen die Pläne des Bundesfinanzministers zur Reform der Währungsunion? Wolfgang Schäuble will mehr Macht für Brüssel. Der Ökonom Thomas Straubhaar lobt im Interview den Vorstoß, fordert aber konkrete Sanktionen gegen Sparsünder.

    Interview mit HWWI-Chef Thomas Straubhaar über Fiskalunion in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Wir haben doch schon so viel Rechte an den Bund und an Berlin abgegeben, dass unsere Länder in vielen Bereichen nicht mehr autonom sind.
    Jetzt ist es soweit, dass wir gemeinsam mit allen Ländern der EU notwendige Kompetenzen nach Brüssel statt nach Berlin verlagern, um gemeinsam handlungsfähig zu bleiben.
  3. #3

    gute Ideen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was taugen die Pläne des Bundesfinanzministers zur Reform der Währungsunion? Wolfgang Schäuble will mehr Macht für Brüssel. Der Ökonom Thomas Straubhaar lobt im Interview den Vorstoß, fordert aber konkrete Sanktionen gegen Sparsünder.

    Interview mit HWWI-Chef Thomas Straubhaar über Fiskalunion in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ein guter, konstruktiver Vorschlag. Aber wie alles zu diesem Thema, wird dieser Plan hier im Forum von "lautstarken" Polterern leider sicherlich wieder verzerrt und zerrissen.
  4. #4

    eben nicht klar

    Zitat von inqui Beitrag anzeigen
    is doch klar. rechtzeitig die Autonomie so aufgeben, dass die nächsten
    Rettungspakete ohne Bundestag über die Bühne gehen können,
    da sie sonst die Beschlüsse nicht durchkriegen würden.
    Bei diesem Vorschlag geht es um Grundsätzlicheres, was über irgendwelche Rettungspakete hinaus geht. Und es betrifft auch nicht nur Deutschland, sonden jedes weitere Mitglied des gemeinsamen Währungsraums in gleicher Weise.
  5. #5

    Geht nicht

    Berlin kann ja noch nicht mal den Haushalt des griechischen NRW im Zaun halten. Die EU existiert nur, weil die anderen Länder vom deutschen Nettozahler profitieren. So ist es auch mit dem Rettungschirm. Keiner will seine Rechte abgeben, nur Deutschland will sich abschaffen.
  6. #6

    genau wegen solcher interview und sichtweisen lacht man den gebürtigen schweizer straubhaar zuhause aus.

    sein institut dem er vorsitzt, wird übrigens von der pleite -nord lb finanziert.
  7. #7

    Ökonomische Ungleichgewichte!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was taugen die Pläne des Bundesfinanzministers zur Reform der Währungsunion? Wolfgang Schäuble will mehr Macht für Brüssel. Der Ökonom Thomas Straubhaar lobt im Interview den Vorstoß, fordert aber konkrete Sanktionen gegen Sparsünder.

    Interview mit HWWI-Chef Thomas Straubhaar über Fiskalunion in Europa - SPIEGEL ONLINE
    Die frühere EG mit nationalen Währungen funktionierte im Gegensatz
    zu der jetzigen EU hervorragend. Sie bedurfte keinerlei Rettungsfonds,
    jeder Staat war für seine eigene Währung verantwortlich. Die erzielten
    Exporterfolge und auch die eigenen Leistungsbilanzüberschüsse kamen
    der eigenen Binnenwirtschaft in Form einer stabilen Währung zugute.

    Dies ist heute jedoch innerhalb der Eurozone nicht mehr gegeben.
    Unsere erzielten Exporterfolge und unsere Leistungsbilanzüberschüsse
    dienen ausschließlich dem Erhalt dieser Währungszone und kommen
    unserer eigenen Volkswirtschaft in Form von höheren Einkommen kaum
    mehr zum tragen. Dies zeigen die realen Nettoinvestitionsquoten,
    die realen Einkommensentwicklungen, die real zu zahlenden
    Kapitalbeschaffungskosten für die Unternehmen.

    Haftungsvergemeinschaftlichungen von Fremdschulden und von
    Fremdrisiken, permanente Monetarisierung von Schulden durch die
    EZB und die damit verbundene Sozialisierung prägen und kennzeichnen
    diese Währungsunion. Zahlreiche Eurovolkswirtschaften sind nicht
    mehr leistungs- und wettbewerbsfähig innerhalb dieser Währungszone.
    Die nationalen Leistungsbilanzsalden, die Target 2 Salden, die Nutzung
    des autarken Geldschöpfungssystems ELA, EFSF, ESM sind die
    sichtbaren Anzeichen für einen dysfunktionalen Währungs- und
    Wirtschaftsraum.

    Dazu einige volkswirtschaftliche Analysen, die diese Hintergründe
    besser veranschaulichen können:

    Währungsexperte Hankel: "Der Euro droht zum Transfer-Rubel zu werden" - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Mayers Weltwirtschaft: Euro abwerten - Mayers Weltwirtschaft - FAZ
    Denkfabrik: Die Euro-Zone muss verkleinert werden - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
    Wilhelm Nölling - Auswirkungen der Euro-Währungsunion - YouTube
    Ludwig Poullain - Zeit für einen Schlussstrich bei der Eurorettung | Cicero Online
    http://www.cesifo-group.de/portal/pl.../1/1209769.PDF
  8. #8

    Keine schlechte Idee!

    Unterm Strich ist es nur egal, aber ich denke es ist der richtige weg. Entweder Deutschland soll aus dem Euro raus, oder wir machen das mit Brüssel. Schon Schmidt hat mich davon überzeugt.
  9. #9

    Zitat von velociraptor Beitrag anzeigen
    Das ist ein guter, konstruktiver Vorschlag. Aber wie alles zu diesem Thema, wird dieser Plan hier im Forum von "lautstarken" Polterern leider sicherlich wieder verzerrt und zerrissen.
    der vorschlag ist aber nunmal unsinnig.
    durchgriffsrechte werden niemals von den staaten akzeptiert, weil sie auch so geld bekommen werden - siehe griechenland, siehe spanien, siehe italien. womit will man denn drohen wenn die nationalstaaten ihren haushalt nicht gemäßt währungskommisar einhalten?
    mit krieg? ich lache mich gleich tot.








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