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Schäuble zu Griechenland: Sparen oder raus

Getty ImagesDie Uhr tickt: Die Parteien in Griechenland haben nicht mehr viel Zeit, eine Regierung zu bilden. Die Linke will den Sparkurs kippen. Finanzminister Schäuble reagiert entsetzt: Athen müsse sich entscheiden - Euro-Zone ja oder nein.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832281,00.html
  1. #90

    Zitat von rahelsu Beitrag anzeigen
    Vor der Euro-Einführung hatten die Griechen einen viel geringeren Lebensstandart als die Menschen in Mittel- und Westeuropa, was darin begründet war, dass das Land nun mal einfach nicht die Wirtschaftsleistung aufbrachte wie die Länder im Vergleich.
    Wollen Sie denn sagen, Polen, Tschechen oder Ungarn ging es besser als den Griechen?
    Unsinn..
  2. #91

    Es geht ihm nicht darum Griechenland zu retten. Sondern seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. (Argentinien hat auch keiner gerettet und trotzdem gehts dort bergauf )
  3. #92

    Zitat von ein_deutscher Beitrag anzeigen
    Es geht ihm nicht darum Griechenland zu retten. Sondern seinen eigenen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. (Argentinien hat auch keiner gerettet und trotzdem gehts dort bergauf )
    Ja ja, den anderen Leviten zu lesen seid ihr Meister. Und wenn was los ist, dann die europaeischen Werte abseits und "rette sich, wer kann!".
    Wollen Sie die EU aufgeben?
    Schaemen Sie sich!
  4. #93

    Die EU hat ja durch ihre Schablons und Vorschriften die traditionelle griechische Landwirtschaft total zerstoert. Was das ein plan oder colateral damages? Der Kommunist Barroso sagt das nie, Solana hat sich mit fetten Boni gedeckt und schwilgt in Erinnerungen, wie er die ganzen Wirtschaten zerstoerte. Na ja, die Tomaten muessen rund und nicht oval, die Bananen so und so viel cm lang sein und die griechische Kaese entspricht den EU-Leitlinien nicht (hab fast "Generallinie" schreiben wollen. Zu wessem Nutzen geschah all der Unfug?
    Jetzt sind die anderen dran, Lettland ist zum Drittel ausgewandert, Litauen wird bald Grass esssen muessen. Die EU-Grossen habe auf diese Weise ihre Probleme geloest und un scheinen ade sagen zu wollen.
    Aber das ganze hat sicherlich einen Nachspiel, und zwar boesen Nachspiel.
    Entweder mit allen Finanzen Griechenland stuetzen, und zwar unentgeltlich oder es kommt zu einem richtigen Hass und nicht nur sitens der Griechen. Das ist so sicher wie der Amen in der Kirche.
  5. #94

    Sparen oder raus?

    Wissen die Deutschen eigentlich,wieviel Zinsen Griechenland zahlt?Wissen die Deutschen,wie sich ein Sparprogramm anfuehlt?Wie es ist,wenn Menschen,obwohl sie arbeiten ihre Wasser- und Stromrechnung nicht mehr bezahlen koennen?Krank zu sein und das Geld fuer den Arzt nicht zu haben?Die neuen Schulbuecher fuer seine Kinder nicht kaufen zu koennen?....Es ist einfach zu urteilen,wenn man nicht sieht.Die Griechen haben gewaehlt und in D wird darueber geurteilt.Wartet die naechsten Wahlen in D ab.
  6. #95

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    Wissen die Deutschen eigentlich,wieviel Zinsen Griechenland zahlt?Wissen die Deutschen,wie sich ein Sparprogramm anfuehlt?Wie es ist,wenn Menschen,obwohl sie arbeiten ihre Wasser- und Stromrechnung nicht mehr bezahlen koennen?Krank zu sein und das Geld fuer den Arzt nicht zu haben?Die neuen Schulbuecher fuer seine Kinder nicht kaufen zu koennen?....Es ist einfach zu urteilen,wenn man nicht sieht.Die Griechen haben gewaehlt und in D wird darueber geurteilt.Wartet die naechsten Wahlen in D ab.
    Wir in Russland wissen es... als wir Ratschlaege aus dem Westen hinnahmen, die Deppen.
    Jetzt schicken wir diese Ratgeber wohin sie gehoeren und die Probleme werden nach und nach geloest. DAS gefaellt denen an Putin nicht.
    Die Deutschen haben vergessen als die Gruenen zuerst Rede von sich machten. Die alte Parteienriege samt der Presse winselte: sie wollen Deutschland unregierbar machen!!!!
    Nun frage ich die Deutschen: gab es das oder nicht?
    Haben die Gruenen Deutschland unregierbar gemacht oder nicht?

    Eigene Geschichte vergessen?
  7. #96

    Wieso Gute Nacht?

    Zitat von Svenako Beitrag anzeigen
    Ein Glück, dass die Spiegel-Diskussionsgemeinde nirgendwo die Regierung stellt!
    So schlimm das Wahlergebnis vom Sonntag ist: Selbst wenn man alles, was in dem neu gewählten Parlament irgendwie links ist - von Mitte links bis linksradikalst und marxistisch-leninistische KKE - zusammenzählt kommt man auf max. 138 Sitze. Für eine minimale Mehrheit benötigt man bei insgesamt 300 Abgeordneten mindestens 151 Sitze. Alexis Tsipras kann das jetzt also ohne rechts zu verortende Mitstreiter nicht schaffen.
    Das ernster zu nehmende Szenario sind erneute Wahlen in 1 Monat, bei denen im guten Fall ausreichend viele griechische Wähler wieder zu sich kommen nachdem sie am vergangenen Sonntag sehr verständlich und nicht grundlos Dampf abgelassen hatten. Wenn diese Besinnung aber nicht eintritt könnte ein Herr Tsipras noch die 2% hinzu bekommen, die seine SYRIZA zur stärksten Partei machen und ihm den Bonus von 50 Abgeordneten obendrauf verschaffen - dann aber Gute Nacht!
    Venizelos und Samaras solllen es bringen? Die sind mit ihren Parteien Verursacher der Misere und taugen maximal zum abnicken des Spardiktats.
    Wenn Griechenland erst mal Pleite und von den internationalen Finanzmärkten abgekoppelt ist, werden die Griechen lernen, dass sie jede Drachme (aus dem Euro fliegen die ja raus) erst mal einnehmen müssen, bevor sie die ausgeben können.
    In Argentinien hat das auch funktioniert.
  8. #97

    Konkurrierendes Europrotektorat und europäische Infrastrukturprojekte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Uhr tickt: .... Finanzminister Schäuble reagiert entsetzt: Athen müsse sich entscheiden - Euro-Zone ja oder nein.

    Regierungschaos: Schäuble stellt Griechenland vor die Wahl (Euro) - SPIEGEL ONLINE
    BIP=C+I+EX-IM
    Wer Griechenland entschulden will kann das entweder über Inflation oder über nachhaltiges Wachstum, wobei der erste Weg innerhalb der Eurozone ausscheidet.
    Nachhaltiges Wachstum wird man nur über hinreichend gehebelte Investitionen zu Lasten des Konsums erreichen.
    Jetzt willkürlich sämtliche Staatsausgaben zurückzufahren wird dabei sicherlich keinen spürbaren Nutzen bewirken sondern das genaue Gegenteil bewirken.

    Da die griechische Administration nicht in der Lage ist die Transaktionskosten effektiv zu minimieren kann man versuchen diese durch europäische Administrationen in auszuweisenden Sonderwirtschaftszonen
    schrittweise abzulösen.
    Solche Sonderwirtschaftszonen könnten auch transnationale Infrastrukturprojekte umfassen, die ausschließlich einer europäischen Administration unterstehen und an die die griechische Regierung teilweise Hoheits- und Verwaltungsrechte abtreten müßte.
    Auf dem Gebiet der vorzunehmenden Infrastrukturprojekte, die durch europäischen Sondervermögen finanziert werden könnten, müßten also sämtliche griechischen Rechtsnormen ausgesetzt werden.

    Denkbare Infrastrukturprojekte mit hohen Multiplikatoreffekten in Griechenland könnten sein:
    - transeuropäische Hochgeschwindigkeitspersonen- und -gütertransportsysteme
    - leistungsfähige transeuropäische Energietransport- und Kommunikationsnetze
    - alternative Energieerzeugungsprojekte und da insbesondere Windkraft und Photovoltaik, mittelfristig aber auch 1-Schritt-Biodieselproduktion aus Meeresalgen und anderen Lebensformen.
    (Systeme die in den USA kurz vor der Großtechnischen Produktion stehen)
    - bei der Planung der Infrastruktur sollten dadurch initiierbare Nachfolgegeschäfte
    gleich mit konzipiert werden.

    Griechenland könnte somit ein hervorragendes Experimentierfeld für neu zu schaffende, hocheffiziente, transnationale Administrationen werden.
    Dafür braucht es aber Politiker mit Visionen und Lösungswillen, die in der Lage sind die Lösungskonzepte den Wählern plausibel zu erklären ohne unsinnige Wortfloskeln zweckzuentfremden.
    Dabei muß eine glaubhafte und klare Perspektive auf schnelle Besserung klar erkennbar sein ohne verfügbare Produktivkräften dauerhaft unterzubeschäftigen.

    Einfach mal weniger Krieg und statt dessen mehr Investitionen in Infrastruktur.
  9. #98

    EU Normen

    Zu dem Beitrag von Yulianovo moechte ich noch etwas schreiben.Was er beschreibt,ist genauso in Portugal geschehen.Obst ,Gemuese,Oliven hatte nie die richtige Form und Groesse,also durfte es nicht exportiert werden.Wer exportiert sind Riesenfirmen,standort im Naturschutzgebiet,Eigentuemer sind Amerikaner ,Mexikaner,Spanier und Hollaender.Die Arbeiter sind Thailaender .Die Subventionen kommen aus Bruessel.
  10. #99

    optional

    Ich denke die Griechen haben sich ganz klar entschieden welchen Weg sie gehen wollen und das ist ihr gutes Recht.
    Was soll plötzlich dieses ganze Gezeter? Der Wahlausgang und die sich daraus ergebenen Konsequenzen waren absehbar. Viele der Akteure sind doch insgeheim ganz froh darüber, dass die Griechen ihnen diese Entscheidung abgenommen haben. Und die damit verbundenen Abschreibungen sind doch längst in die Kurse eingespeist. Vermutlich hofft man sogar, dass weitere Pleitekandidaten diesem Beispiel folgen.








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