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Schäuble als Euro-Gruppen-Chef: In Hollandes Hand

dapdJean-Claude Juncker lobt ihn als idealen Nachfolger, Angela Merkel will ihn durchsetzen, er selbst ist bereit: Finanzminister Schäuble soll Chef der Euro-Gruppe werden. Doch ein neuer französischer Präsident François Hollande könnte ihn verhindern - die Kanzlerin wäre blamiert.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831028,00.html
  1. #50

    Ja doch...

    Zitat von Walther I. Beitrag anzeigen
    Schäuble auf den Posten zu hieven, da werden die Franzosen eine Billion zusätzlich abgreifen. Und bewirken kann der dort überhaupt nichts, selbst wenn er wollte. Und hat der schon jemals Deutsche Interessen vertreten?
    er wollte bei der Einigung 1991 alle Rechtsbrüche der DDR Oberen vergessen machen. Er hat auch den Vertrag, der DDR Unrecht teilweise sanktioniert, auf dem Gewissen. Gut, dass die DDR Bürger selbst dieses StasiUnrecht verhindern konnten. Schäuble hätte alle Opfer locker verkauft, aus Angst, dass seine eigenen Typen aufgedeckt werden.
    Ich halte von dem Juristen, der von Finanzen deutlich KEINE Ahnung hat, gar nichts. Er läßt sich täglich briefen von seinen 1100 Beamten, aber das reicht nicht. Ebenfalls hat er nicht verstanden, dass die Schweiz in über den Tisch gezogen hat, wie es vorher Liechtenstein tat.
    Eitelkeit und Starrsinn...
  2. #51

    Gespart?

    Zitat von technik68 Beitrag anzeigen
    Die Deutschen haben allen Grund, leise und bescheiden im Hintergrund zu bleiben. Durch das besserwisserische und zerstörerische Spardiktat für Südeuropa hat Deutschland genug Volkswirtschaften kaputt gemacht und konnte in Folge seine Exportüberschüsse noch steigern. ...
    Sagen Sie mir bitte, wo wird in Südeuropa gespart? Wo? Mir ist kein Land in Europa bekannt wo gespart wird. Weniger Schulden machen ist nicht das gleiche wie sparen.
    Na bitte, dann sollen die in Südeuropa doch ruhig mehr ausgeben als bisher. Kein Problem solange sie einen Dummen finden der das alles finanziert. Also bitte, nur zu. Bisher war D dumm genug die ganze Sache mit Buergschaften zu decken. Aber auch der naivste Geldgeber wird irgendwann mitbekommen das D im Prinzip schon laengst pleite ist. Buergschaften + Target2 Salden + die bisherigen Schulden und D steht auch nicht besser da als die PIIGS. Da buergt der Bankrotteur fuer den Pleitier damit sich dieser fuer leere Versprechungen weiter verschulden kann. Private Anleger fliehen in Scharen, deswegen steigen die Zinsen wieder. Bald muss der Draghi die naechste Billion drucken oder am besten gleich zwei oder zehn oder ....
    Ausserhalb Europas ist die Eurozone nur noch eine Lachnummer und ein abschreckendes Beispiel.
  3. #52

    Es kommt immer noch was oben drauf ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jean-Claude Juncker lobt ihn als idealen Nachfolger, Angela Merkel will ihn durchsetzen, er selbst ist bereit: Finanzminister Schäuble soll Chef der Euro-Gruppe werden. Doch ein neuer französischer Präsident François Hollande könnte ihn verhindern - die Kanzlerin wäre blamiert.

    Euro-Zone: Verhindert Hollande Schäuble als Nachfolger von Juncker? - SPIEGEL ONLINE
    Wenn Juncker schon jemanden herbeilobt, muß man äußerst vorsichtig sein. Wieder aber wird nicht Schäubles angebliche Kompetenz diskutiert, sondern mit schreckverzerrtem Blick die bange Frage, ob Frankreich wieder querschießt. Nun stecke ich in einem Dilemma: Gerade Schäuble gehört m.E. nicht an die Spitze der Eurogruppe - dort gehört jemand hin, der diesen Euro und die mit ihm verbundene Entdemokratisierung und Entsolidarisierung abwickeln will.

    Andrerseits ist wirklich nicht länger hinnehmbar, daß jeder Pups eines Franzosen unsere gesamte Gesellschaftsordnung und die ablaufenden Prozesse pulverisiert. Alle sitzen schon an unserer Tafel, lassen es sich gut gehen, rülpsen, furzen und benehmen sich in jeder Hinsicht unanständig, wollen immer noch einen Gang und wir sollen weder den Koch, noch den Oberkellner bestimmen dürfen? Schlimmer noch, jedes Räuspern eines der aufgeblasenen Wichte stürzt uns in eine Identitätskrise.

    Kein Wunder, daß die mehrheitlich ungeladenen Gäste uns auf der Nase herumtanzen. Sie haben längst das Hausrecht erobert und wehren sich natürlich, wenn man es ihnen wieder wegnehmen will.

    Ich habe kein Problem, wenn die Hälfte der Party nach Hause geht, oder wenn wir mal wieder ganz allein essen ...

    Das Dilemma? Schäuble als Eurogruppenchef und die knurrigen Geier an der Eurotafel sind zwei Seiten der selben verrosteten Medaille.
  4. #53

    Prinzip: System-ESM totschweigen

    Zitat von Pinin Beitrag anzeigen
    Es ist ein Trauerspiel, dass bisher in KEINEM deutschen Medium dieser unselige ESM objektiv, gründlich und ehrlich analysiert wurde. Warum das so ist?
    Die Öffentlichkeit soll mit voller Absicht uninformiert gehalten werden um die Ausplünderung Deutschlands unbeachtet vorantreiben zu können."Wes Brot ich ess des Lied sing ich"
    Das funktioniert ja auch sehr gut. Wenn man in einer deutschen Grossstadt eine Umfrage Pro/Contra-ESM machen würde, dann würden diese Frage wohl mindestens 80 Prozent mit höflicher Gleichgültigkeit quittieren. Das grundsätzlich Neue, des in die Grundordnung eingreifenden Mechanismus, der sich hinter dem System-ESM verbirgt wird nicht erkannt oder gleichgültig verdrängt. Offenbar mangelt es DE an Demokraten, nicht nur unter den Parteioligarchen.

    Eine deutsche Regierung macht sich via ESM mit der Quasi-Aufgabe der Budgethoheit über den Bundeshaushalt über kurz oder lang selbst überflüssig und verkommt zur blossen RegierungsFOLKORE. Die Entscheidungen werden anderswo getroffen. DIKTIERT. Wer braucht so etwas und wozu? Die deutsche Regierung stellt sich damit in der Perspektive selbst in Frage. Und zur Disposition.

    Der kalkulierte Ermüdungseffekt und das Abgestossensein von diesem EU-Theater zeigt seine Wirkung, plötzlich scheint alles egal zu sein, an allem Bewährten darf nach X-Belieben UNGEFRAGT herum relativiert werden, ohne dass das nennenswerte Widerstände auf den Plan ruft.
    Das Prinzip: das Thema ESM in den Debatten zu tabuisieren und medial tot zu schweigen offenbart nur, wie weit man sich in diesem Land bereits (in stillschweigender Übereinkunft) auf "politisch korrekten" Abwegen befindet. Ohne diese zu hinterfragen!

    Es gibt sie wieder: die "weissen Flecken auf der Landkarte", über die sich öffentliche Amtsträger (wegen beruflicher Existenzbedrohung) nicht zu sprechen trauen. Und es offenbart eindrucksvoll, wie brav, opportun, angepasst und feige diejenigen im Land in Wahrheit sind, die ansonsten für wirkungsvolle Aufklärung zuständig wären und über die Mittel (!) dazu verfügen. "Wes Brot ich ess des Lied sing ich".
  5. #54

    Wenn man merkt …

    … dass das Pferd welches man reitet schon tot ist, dann ist es höchsteZeit abzusteigen. So in etwa sehe ich die Diskussion um diese Personalfrage. Der Euro ist an sich schon kaputt. Griechenland geht gerade wegen eines fehlenden Wirtschaftswachstums zugrunde. Target 2 der Bundesbank ufert aus. Der Angstindikator, die Übernachtgelder der Banken bei der EZB erreichen den alten Höchststand, derzeit sparen wir gerade Spanien und Portugal noch eben kaputt und die Geldmengen wuchern weiter und weiter, dank der Hilfe unserer Regierungen. Wir könnten auch gleich alles Eigentum den Banken überschreiben, sprich die Privatisierung mit einem Paukenschlag beenden uns dann eine neue Währung suchen und das Casiono unter der Leitung der Banken für weitere drei Generationen erföffnen.

    Also mal ehrlich, was für eine Rolle spielt es da wer gerade welche Position besetzt, das Diktat der Banken wird doch eh nicht durchbrochen. Und niemand, außer den Linken stellt dieses kaputte Geldsystem in Frage? Man möchte das tote Pferd dennoch irgendwie über die Ziellinie reiten, eine Kunst die aber wohl keiner wirklich beherrscht. Und da ist es am Ende auch egal ob Hollande unseren Schäuble als Reiter des toten Pferdes verhindert.

    Sie wollen ehrliche EURO und Europa-Politik? Dann ist es höchste Zeit für die Merkel-Regierung jetzt das deutsche Volk zu dieser Aktion aufzurufen:
    Spendenaufruf zugunsten notleidender Banken … das wäre wenigstens ehrlich, da könnten die Bürger ihre bescheidenen Güter noch freiwillig an die Banken spenden, bevor sie sowieso alles verlustig gehen, wie es bisher im Rahmen dieser Umverteilungsaktion geplant zu sein scheint. Der Wohlfahrtsstaat nur und ausschließlich für die Finanzindustrie ist ja scheinbar ausgemachte Sache, zum Wohle der Bürger auch übe deren Köpfe hinweg. Daran ändert auch diese Scheindebatte um die Euro-Gruppen nachfolge nichts … (°!°)
  6. #55

    auch möglich

    Zitat von GerwinZwo Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung lehrt, daß genau andersherum "ein Schuh draus wird"..Und das geht so:
    man bringt Schäuble ins Gespräch, Hollande tut so, als wolle er Schäuble verhindern, ziert sich, dann macht Frau Merkel die Geldbörse auf, macht allerlei Zugeständnisse, um Hollande zu "überzeugen" und Schäuble durchzudrücken.

    Vive la France.
    Und der deutsche Steuerzahler wird für diesen "Sieg" Merkels bitter bezahlen....
    so oder so - für unser einen kommt nix Gutes raus, oder?
  7. #56

    Wohl ein Witz?

    Zitat von gsm1800 Beitrag anzeigen
    Genosse?

    Uns so erfolgreich wie COOP und die Neue Heimat. gelle?
    CDU/CSU/FDP?
    Nachdem wir die deutschen Banken retten durften, die alle, ausnahmslos alle systemrelevant sind reden wir also jetzt über Coop und Neue Heimat? Die Genossen können Management nicht? Aber die Liberalen und Konservativen? LOL. Der Schaden, den die Neoliberalen bisher angerichtet haben, hat alles bisherige getoppt.
  8. #57

    aha, Namen bitte

    Zitat von Togo10 Beitrag anzeigen
    Schäuble hört endlich durch einen kompetenten Nachfolger abgelöst !!!
    wo soll der herkommen?
    Aus der CDU?
    Aus der ... - Partei? lach (traurig lach)
    Aus der SPD? naja, Steinbrück vielleicht. Aber der wird von der eigenen Partei gehasst (wie üblich)
  9. #58

    Abwarten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jean-Claude Juncker lobt ihn als idealen Nachfolger, Angela Merkel will ihn durchsetzen, er selbst ist bereit: Finanzminister Schäuble soll Chef der Euro-Gruppe werden. Doch ein neuer französischer Präsident François Hollande könnte ihn verhindern - die Kanzlerin wäre blamiert.
    Man wird erst hinterher, falls Hollande tatsächlich gewählt werden sollte, genau wissen, welche seiner Aussagen reines Wahlkampfgeplänkel waren und welche er aus tiefster Überzeugung von sich gegeben hat. Hollande wie Sarkozy haben im Fernsehduell das deutsche Modell gelobt. Beide sind also der Auffassung, dass wir in Deutschland - im Gegensatz zu vielen unserer Nachbarn - einige Dinge richtig gemacht haben, weshalb wir jetzt so gut dastehen. Für diese Erfolge steht insbesondere Wolfgang Schäuble. Es gibt also keine objektiven Gründe, Schäuble zu verhindern, es sei denn man betreibt eine länderübergreifende Parteipolitik zum Schaden aller.
    Sollte ein Präsident Hollande tatsächlich den bereits vereinbarten Fiskalpakt aufweichen wollen, dann soll er auch bitte schön für die Garantien, die Deutschland in Höhe von einigen hundert Milliarden Euro gewährt, geradestehen. Die deutschen Garantien sind daran geknüft, dass innerhalb der restlichen EU-Staaten die inflationäre Staatsverschuldung von einer Ausgabenpolitik mit Augenmaß abgelöst wird. So einfach wird es also nicht sein, einen Kompromiss, den 25 EU-Länder geschlossen haben, zu kippen. Ohne eine Begrenzung der Nettoneuverschuldung zu Lasten künftiger Generationen werden die Probleme möglicherweise kurzfristig geringer, aber am Beispiel Griechenlands und anderer EU-Staaten hat man gesehen, wo das am Ende hinführt. Ich bin froh, dass Deutschland auf dem richtigen Weg ist und diesen wird Frau Merkel mit und ohne Frankreich weiter beschreiten. Ich hoffe sehr, dass die traditionell guten Beziehungen ungeachtet des Wahlausgangs fortgesetzt werden. Dazu gehört auch, dass man eine deutsche Kanzlerin nicht blamiert, indem man den von ihr vorgeschlagenen Kandidaten ablehnt.
  10. #59

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jean-Claude Juncker lobt ihn als idealen Nachfolger, Angela Merkel will ihn durchsetzen, er selbst ist bereit: Finanzminister Schäuble soll Chef der Euro-Gruppe werden. Doch ein neuer französischer Präsident François Hollande könnte ihn verhindern - die Kanzlerin wäre blamiert.

    Euro-Zone: Verhindert Hollande Schäuble als Nachfolger von Juncker? - SPIEGEL ONLINE
    Ein Euro-Gruppen-Chef sollte demokratisch gewählt werden. Für mich spricht dieser neue Chef ganz sicher nicht.


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