Forum


 

Schadstoffe: Grüne werfen Aigner Versäumnisse bei Spielzeugsicherheit vor

DPAAb 2013 gelten in der EU höhere Grenzwerte für Schadstoffe in Kinderspielzeug. Die Bundesregierung klagt dagegen und will an den schärferen nationalen Grenzen festhalten. Den Grünen geht das nicht weit genug, sie werfen Ministerin Aigner Mutlosigkeit vor.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...848781,00.html
  1. #1

    Nur nicht auffallen

    In unserem gesamten Regierungsapparat tummeln sich m.E. so viele, von denen man nur selten etwas hört. Ab und zu mal ein paar nette Worte, wenn's unbedingt nötigt ist - und sonst dezent im Hintergrund bleiben, nur nicht auffallen. Nichts ist so wichtig wie die eigene Altersversorgung.
  2. #2

    Skandalös

    Es ist mir völlig schleierhaft, wieso überhaupt diese giftigen Stoffe in Kinderspielzeug geduldet werden. Es gibt unbedenkliche Alternativen, z.B. als Weichmacher, die freilich teurer sind.

    Völlig haarsträubend wird es dann beim Kinderschmuck, der gilt nämlich nicht als Spielzeug und ist deswegen von jeglichen Grenzwerten ausgenommen. Kinderschmuck ist oft extrem hoch mit Blei belastet, das bereits in geringen Mengen schädliche Wirkungen entfaltet (eine Bleivergiftung durch Verschlucken eines Schmuckteils kann im Extremfall zum Tod führen, so geschehen z.B. in den USA, wo die Regelungen daraufhin angepasst wurden).
    Jeder Mensch, der Kinder hat, weiß, dass Kinder Dinge in den Mund stecken und damit auch nicht pünktlich zum dritten Geburtstag aufhören! (Viele strenge Grenzwerte bzgl. Weichmachern gelten nur für Babyspielzeug, d.h. bis 3 Jahre). Man denke z.B. an Wasserbälle und Schwimmreifen...

    In deutschen Kindergärten wurden stark erhöhte Phthalatwerte festgestellt, gesundheitliche Spätfolgen unklar.

    Es ist ein Unding, dass der Staat hier offensichtlich eher Profit- und Wirtschaftsinteressen schützt als die Gesundheit unserer Kinder. Ich würde mich als Elternteil gerne darauf verlassen können, dass Kinderspielzeug (-Nahrung, etc...) unbedenklich ist, dass ich hier kaufe, musste aber erschüttert feststellen, dass das absolut nicht der Fall ist. Ich muss als Verbraucher selbst zum halben "Experten" werden und immer wachsam sein. Ein Unding!
  3. #3

    Grüne und Europa

    Sorry, ihr liebe Grüne, ihr wollt immer mehr Europa, was ich gut finde, nur bitte strategisch denken, auch wenn es euch in diesen Sachen schwerfällt. Mehr Europa bedeutet auch mehr Kompromisse, auch bei den Dingen, die für euch wichtig sind. Formelkompromisse wird es geben bei den Sozialleistungen, Umwelt etc., denn nicht jedes Land in Europa akzeptiert unsere Standards.
  4. #4

    Lull, lall, Pflegefall

    Zitat von siegfriedderdrachentöter Beitrag anzeigen
    Sorry, ihr liebe Grüne, ihr wollt immer mehr Europa, was ich gut finde, nur bitte strategisch denken, auch wenn es euch in diesen Sachen schwerfällt. Mehr Europa bedeutet auch mehr Kompromisse, auch bei den Dingen, die für euch wichtig sind. Formelkompromisse wird es geben bei den Sozialleistungen, Umwelt etc., denn nicht jedes Land in Europa akzeptiert unsere Standards.
    Unglaublich, daß das seit Jahrzehnten schon geduldet und praktiziert wird.
    Giftmischerei in Kinderspielzeug ist schlichtweg pervers und ist eine ganz üble Form von subtiler profitgeiler Kindesmisshandlung. Sorry aber wer da von Kompromissen redet hat einfach nicht mehr alle Tassen im Schrank. Die seelenlosen Verantwortlichen sollte wegen Volksvergiftung vor Gericht gestellt werden.
  5. #5

    Auf Herkunft achten

    Ich denke, wenn man als Eltern ein wenig bewusster einkauft und auf die Herkunft der Produkte achtet, kann man vielen Schadstoffen aus dem Weg gehen.
  6. #6

    <eom/>

    Zitat von D-Toy Beitrag anzeigen
    Ich denke, wenn man als Eltern ein wenig bewusster einkauft und auf die Herkunft der Produkte achtet, kann man vielen Schadstoffen aus dem Weg gehen.
    Anhand Ihres Statements schließe ich daraus, dass Sie (a) keine eigenen Kinder haben oder (b) Ihren Kindern jegliches Spielzeug verweigern.

    Denn was bringt mir in Deutschland hergestelltes Spielzeug, wenn es in Deutschland nur noch verpackt wird oder die nötigen Teile jenseits der Grenzen hergestellt und alle in "good old Germany" zusammengesetzt werden? Auch dann darf der Artikel den Satz "Made in Germany" tragen.

    Entsprechendes Holzspielzeug, was hierzulanden hergestellt wird, haben wir nach einem veröffentlichten Bericht von Stiftung-Warentest aussortiert und in die Tonne geworfen, weil das Holz selbst giftige Substanzen enthielt.

    Heutzutage kann man nur noch seiner Nase folgen oder hin und wieder mal bei Stiftung-Warentest nachlesen, wenn man einigermaßen auf Nummer sicher gehen will. Denn selbst teuer, ist nicht automatisch auch unebdenklich (siehe einen bekannten Plüschtierhersteller).
  7. #7

    Armutszeugnis...

    Kinder deren Eltern man, vehement von der FDP vertreten(siehe Rösslers Positions-Papier der FDP), den Mindestlohn verweigert, oder Kinder aus Hartz 4 -Familien, werden also jetzt durch hoch belastetes, preiswertes Spielzeug, noch stärker in ihrer Gesundheit geschädigt. Frau Aigner und Herr Rösler werden trotzdem genau wie ihre Vorgänger, die in dieser Angelegenheit in der Vergangenheit schon kläglich versagt haben, blauäugig behaupten, das es ja Höchstgrenzen gäbe. Soll heißen, das man selbige wie jetzt geschehen, der Industrie zuliebe, also des Profits, auch bedenkenlos hochsetzen darf. In diesem Sinne kann man eigentlich allen nur noch wünschen. Ist ja schon gelaufen. Ok, dann eben für's nächste Jahr!!! ... Die unendliche Geschichte.
  8. #8

    Wir als Kosumenten haben es in der Hand, ob wir uns oder unsere Kinder weiter vergiften lassen wollen oder nicht. Wenn wir nur noch schadstofffreie Produkte kaufen, wird die Industrie nachziehen. Verlassen wir uns nicht auf die Politik, sondern bestimmen wir durch unseren Konsum wie wir leben wollen.








TOP



TOP