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Schadensersatz: Deutsche Lehman-Opfer erstreiten 7,4 Millionen

REUTERSMehr als sieben Millionen Euro hatte ein Ehepaar aus Hannover in Lehman-Zertifikate investiert - und bei der Pleite des US-Investmentbank alles verloren. Das Oberlandesgericht Hamburg entschied jetzt: Wegen Falschberatung muss die Bank das Paar entschädigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...851483,00.html
  1. #1

    keine Ahnung...

    Meinem Gefühl nach sollte der "Welpenschutz" spätestens bei der Millionen aufhören...
    Es ist etwas eigenartig extrem Vermögend zu sein und sich darauf zu berufen mit Geld nicht umgehen zu können - dann wäre es ja richtig das der Berater automatisch steinreich sein sollte - von dem wird es ja verlangt ... Fragen über Fragen..
  2. #2

    optional

    Vermögend muss man sein, um sich so einen jahrelangen Rechtsstreit leisten zu können. Oma Tüttelbeck bekommt im Gegensatz zu dem reichen Ehepaar aus Hannover nach einer Falschberatung natürlich keinen Cent zurück, sie kann sich eben keine Herde von Rechtsanwälten leisten.
  3. #3

    Nicht kleckern - klotzen

    Bin ja mal gespannt ob Lieschen Müller und ihre Oma, die je 800EUR angelegt hatten, auch entschädigt werden.
  4. #4

    hm

    Ohne den genauen Inhalte des Beratungsvertrages zu kennen kann man dazu nun wenig sagen... insbesondere weil sich der Anspruch ja wohl ganz wesentlich auf eine Veretzung des Beratungsvertrages stüzt.

    Endurteil?
    Keine Revision beim BGH zugelassen?
    Nichtzulassungsbeschwerde wurde vom BGH abgelehnt?

    Tenor der Urteilsbegründungen?

    Im Moment seh ich n OLG Urteil was noch nicht das Ende der juristischen Fahnenstange sein muss und viele viele offene Fragen ;)
  5. #5

    Roulette

    Letzte Woche habe ich in der Spielbank 100 € verloren. Die haben mir vorher nicht gesagt, dass ich das ganze Geld verlieren kann. Wurde ich falsch beraten, soll ich die Gerichte anrufen ?
    Im Ernst: Es müssen staatlich kontrollierte Genossenschaftsbanken her. Wer Geld zum
    sparen bringt, erhält 2 % Zinsen. Wer Geld borgt, etwa weil er ein Haus baut, oder eine
    Wohnung kauft, zahlt 4 % , meinetwegen auch 5 % Zinsen für ein Anschaffungsdarlehen.
    Den Rest sollen die sogenannten " Geschäftsbanken " übernehmen, allerdings müssen
    sie nach dieser Rechtssprechung deutlich den Zusatz > Achtung Casino < im Logo
    führen
  6. #6

    Zitat von kimba2010 Beitrag anzeigen
    Vermögend muss man sein, um sich so einen jahrelangen Rechtsstreit leisten zu können. Oma Tüttelbeck bekommt im Gegensatz zu dem reichen Ehepaar aus Hannover nach einer Falschberatung natürlich keinen Cent zurück, sie kann sich eben keine Herde von Rechtsanwälten leisten.
    In der Tat. Entweder Reich oder HartzIV-Empfänger, dann gibt's Prozesskostenhilfe. Die Leute in der Spanne dazwischen haben in solchen Fällen praktisch meist Pech gehabt.

    Tja, Geld bleibt halt meist bei Geld....
  7. #7

    Zitat von JohannWolfgangVonGoethe Beitrag anzeigen
    Bin ja mal gespannt ob Lieschen Müller und ihre Oma, die je 800EUR angelegt hatten, auch entschädigt werden.
    wenn Lieschen Müller und die Oma die richtigen Sendungen im TV schaut, oder die richtigen Magazine liest dann hätten sie noch ihre Kohle.
    Aber Hupfstadel und Jodelstall ist eben nicht informativ.
  8. #8

    Die klassische Strategie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als sieben Millionen Euro hatte ein Ehepaar aus Hannover in Lehman-Zertifikate investiert - und bei der Pleite des US-Investmentbank alles verloren. Das Oberlandesgericht Hamburg entschied jetzt: Wegen Falschberatung muss die Bank das Paar entschädigen.

    Schadensersatz: 7,4 Millionen Euro für Inhaber von Lehman-Zertifikaten - SPIEGEL ONLINE
    Achtung, Zynismus:
    Man kauft sich einen Kaffee, schüttet ihn sich über die Hose und klagt anschließend auf eine Millionen, weil auf dem Becher nicht 'heiß' stand.
    Zynismus Ende

    Das ganze wird wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass in Zukunft Beratungsverträge ein paar Seiten zusätzliche Klauseln enthalten, durch die die Verantwortung komplett auf den Kunden geschoben wird.

    Den (abhängigen) Beratern wird aber weiterhin daran gelegen sein, möglichst viele Finanzprodukte ihrer Bank zu verkaufen und dafür Provision zu kassieren.
    Zu verstehen, was genau hinter den Finanzprodukten steckt und wie sie funktionieren und das dem Kunden auch noch in einfachen Worten erklären zu können ist dabei eher hinderlich.








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