mir völlig latte.
wichtig ist nur eines:
es ist das leistungsstärkste schachprogramm auf der welt.
diesen titel wird es behalten. ob gewollt oder nicht.
punktum
Der Copy-and-Paste-Streit der Computerschachszene ist entschieden: Die International Computer Games Association (ICGA) hat dem viermaligen Weltmeisterprogramm Rybka alle Titel aberkannt. Das stärkste Schach-Programm der Welt gilt der ICGA nun offiziell als Teil-Plagiat.
http://www.spiegel.de/netzwelt/games...771620,00.html
mir völlig latte.
wichtig ist nur eines:
es ist das leistungsstärkste schachprogramm auf der welt.
diesen titel wird es behalten. ob gewollt oder nicht.
punktum
Ich habe gehört, dass Rybka in Zukunft als Chess von und zu Guttenberg an den Start gehen soll.
Klar ist es nicht gut, wenn er Lizenzen und Verträge verletzt. Möglicherweise ist es auch die richtige Entscheidung, Rybka von der Computerschachweltmeisterschaft auszuschließen. Einen bitteren Nachgeschmack hat es trotzdem, denn wie interessant ist noch eine Weltmeisterschaft, wenn man weiß, dass das eigentlich stärkste Programm nicht mehr teilnehmen darf?
Ich bin ja mal gespannt, inwiefern Rybka jetzt noch weiterentwickelt wird. Benutze es schließlich selbst neben der Fritz Engine. Und letztere verliert im direkten Vergleich regelmäßig.
Es ist fragwürdige, jemanden lebenslang zu disqualifizieren, der das weltweit stärkste Programm auf den Markt gebracht hat. Es hat den Beigeschmack, dass ein Programmierer und sein Produkt mit "legitimen Mitteln" kaputt gemacht wird.
An sich finde ich es kleinlich, wenn ein Programm nur deswegen disqualifiziert wird, weil es von anderen Programmen partizipiert und profitiert.
Wenn allerdings der Programmierer sich bei anderen Programmen (Quellcode und reverse engineering) bedient, aber gleichzeitig verbietet und verhindern will, das andere Programmierer von seinen Programm profitieren können, dann ist die Disqualifizierung mehr als gerechtfertigt.
Was ist wohl der Grund für das seltsame Verhalten von Rajlich, freien Code zu verwenden und dann zu verkaufen? Wahrscheinlich macht er das, weil er sonst kein Einkommen hätte. Also: gebt ihm ein festes Einkommen, dann kann er seine Fähigkeiten einsetzen zum Wohl der Menschheit, ohne Betrügen zu müssen. Dann kann er Rybka ebenfalls frei anbieten.
Warum? Ok, er hat die Strategien von anderen Programmen abgeschaut und übernommen. Darin sehe ich nichts verwerfliches. Aber ich sehe es als verwerfliches an, das ergebnis als proprietäres Produkt, das keiner analysieren darf, herauszubringen.
Hätte der Programmiere das Schachprogramm als quelloffenes System herausgebracht und es etwa unter GNU gestellt, dann hätte er mein vollstes Verständnis.
Das sehe ich aber keinesfalls so!
Wenn man sich mal anschaut zu welch drakonischen Strafen "Raubkopierer" (und was anderes ist der gute Herr nicht) Anfang letzten Jahrzehnts verdonnert wurden...
Ist selbst diese Strafe noch zu milde.
Es sind durchaus Fälle bekannt wo Privatpersonen von heute auf morgen ca 133.000 € "Lizenzgebühren" für ca. 30 MP3s und 2 Filme zahlen sollten...
Na, wenn das einer "durchschnitts-Privatperson" nicht das komplette Leben versaut, dann weiß ich aber auch nicht... und wohl gemerkt das waren damals Privatpersonen, die keinen PROFIT aus dem geistigen Eigentum anderer Menschen geschlagen haben...
Lizenzverstoß ist Lizenzverstoß, Raubkopie ist Raubkopie. Er hätte nur den Quellcode offenlegen müssen um jeglichen Strafen zu entkommen... Mehr nicht!
Verkaufen und Vermarken hätte er es trotzdem dürfen.
Also aus diesem Betrachtungswinkel ist die Strafe einfach nur "fair"! (finde ich) Vorallem auch der Open Source Scene gegenüber! (ohne die sein Schachprogramm warscheinlich nur ein "besserer Taschenrechner" gewesen wäre)
die weltweit stärkste computerschach-maschine ist nicht rybka, sondern houdini (rangliste hier: http://www.inwoba.de/index.html oder hier: http://computerchess.org.uk/ccrl/404...list_all.html), die zudem frei verfügbar ist.
rybka ist schon seit längerem out.