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Saure Meere: Alge trotzt dem Klimawandel mit rasanter Evolution

NASAGute Nachricht von deutschen Forschern: Die weit verbreiteten Kalkalgen können sich besser als vermutet an saurer werdende Ozeane anpassen. Die Einzeller sind ein zentrales Element der Nahrungskette. Doch Experten warnen - vielen anderen Meeresbewohnern wird dies nicht gelingen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...826000,00.html
  1. #1

    Lizards Rapidly Evolve After Introduction to Island dieser Artikel zeigt, dass sich auch komplexere Lebensformen sehr schnell an veränderte Umweltbedingungen anpassen können.

    Was mich brennend interessiert: Kennt sich jemand in der Materie so gut aus um sagen zu können ob es sich bei den Anpassungen der Algen wirklich um Mutationen oder eher um "genetisches Recycling" (tut mir leid mir fehlt hier der Fachbegriff) also lediglich um die Wiederverwendung früherer evolutionärer Errungenschaften handelt?
  2. #2

    Zitat von martinspiegelt Beitrag anzeigen
    Lizards Rapidly Evolve After Introduction to Island dieser Artikel zeigt, dass sich auch komplexere Lebensformen sehr schnell an veränderte Umweltbedingungen anpassen können.

    Was mich brennend interessiert: Kennt sich jemand in der Materie so gut aus um sagen zu können ob es sich bei den Anpassungen der Algen wirklich um Mutationen oder eher um "genetisches Recycling" (tut mir leid mir fehlt hier der Fachbegriff) also lediglich um die Wiederverwendung früherer evolutionärer Errungenschaften handelt?
    Mhh, zeigt der Artikel nicht wirklich:
    n 1971, scientists transplanted five adult pairs of the reptiles from their original island home in Pod Kopiste to the tiny neighboring island of Pod Mrcaru, both in the south Adriatic Sea.

    Genetic testing on the Pod Mrcaru lizards confirmed that the modern population of more than 5,000 Italian wall lizards are all descendants of the original ten lizards left behind in the 1970s.
    Er zeigt nur, das man unter "ähnlichen Lebensbedingungen" in relativ kurzer Zeit eine grosse Vielzahl von Mutionen feststellen kann - das ist aber keineswegs identisch zu einer anpassung an "veränderte Lebensbedinungen" wie sie gerade in den Weltmeeren stattfindet!

    Ist ein ähnlicher Unterschied als wenn sie in einer Stadt in ein anderes Stadtviertel ziehen (Reiche, Arme, Künstler ...) oder ob sie nach Libyen ziehen wo man noch in Lehmhäusern und ohne Fenster teilweise baut .. und eine ganz andere Temperatur im Jahr vorfinden!

    Auch sind "Reptilien" => (Dinos) doch sehr unterschiedlich zu säugetieren - es ist eher ein biologisches Wunder das überhaupt Reptilien in dieser Art überlebt haben ..

    Auch ist die Art der Anpassung dort unterschiedlich zur Frage, kann man seine "Essgewohnheiten" anpassen , den darum handelt es sich beim Problem der Übersäuerung der Weltmeere , nicht darum ob man einen grösseren/kleineren Kopf bekommt - das ist ziemlich unwichtig dagegen!


    Und ohne zu tief zu steigen - die Evolution besitzt kein "Gedächnis" - sprich, eine Mutation die früher mal im Erbgut entstanden ist , dann durch eine andere "ausgewechseltwurde" wird nicht wieder "reaktiviert" durch das eintreten der alten Umweltbedingungen - es ist dann trotzdem immer noch eine "Zufällige Mutation" die vielleicht hier etwas schon eingebautes wieder aktiviert. Die Evolution führt auch kein Notizbuch darüber .. ach das hat mal funktioniert , also wird es wieder funktionieren - es ist jedesmal nur ein zufälliger Test - Überlebt das Lebenwesen in der neuen Umwelt oder nicht!

    Und Algen stehen an der Basis der evolotionären Entwicklung überhaupt , deren DNA ist vielfach kürzer, und enthält damit auch viel viel weniger frühere Erbcode änderungen als Überreste als die danach entstandenen Lebewesen. Auch verschwinden wieder alte "Erbgutinformationen" wieder - ansonsten müßte ja auch immer mehr "historischer Müll" in der gleichen Zellen grösse untergebracht und verwaltet werden. Da ist es letztlich kaum wahrscheinlich das eine Modifikation die irgendwann mal vielleicht nützlich war heute noch im Code "versteckt" erhalten ist!

    Konkret könnte also ihre Frage nur durch eine detailliert - und damit auch sehr aufwendige Analyse der DNA der unterschiedlichen "Alter" durchgeführt werden - und das wäre dann schon wieder ein eigenes - wohl eher langjähriges Forschungsprojekt!
  3. #3

    Es lebe die Panikmache

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gute Nachricht von deutschen Forschern: Die weit verbreiteten Kalkalgen können sich besser als vermutet an saurer werdende Ozeane anpassen. Die Einzeller sind ein zentrales Element der Nahrungskette. Doch Experten warnen - vielen anderen Meeresbewohnern wird dies nicht gelingen.

    Saure Meere: Alge trotzt dem Klimawandel mit rasanter Evolution - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    wow, wie schnell Forscher immer wieder an solche Erkenntnisse gelangen. Doch nach ein paar Jahren wird alles verworfen und neue Thesen erstellt. 500 Algengenerationen, so ein Quatsch, am Ende dauerte die Studie doch nur ein Jahr. Ein Jahr ist gemessen an der Entwicklung in und auf der Erde noch nicht mal ein Augenblick. Aber gut das wir Klimawandel haben, der kann sich nicht wehren, da kann mal alles drauf schieben. Oh wie stupid die Menschen sind.
  4. #4

    Es wird langweilig....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gute Nachricht von deutschen Forschern: Die weit verbreiteten Kalkalgen können sich besser als vermutet an saurer werdende Ozeane anpassen. Die Einzeller sind ein zentrales Element der Nahrungskette. Doch Experten warnen - vielen anderen Meeresbewohnern wird dies nicht gelingen.

    Saure Meere: Alge trotzt dem Klimawandel mit rasanter Evolution - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
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    Eine Übersäuerung der Meere gibt es nicht - ganz einfach und bereits über etliche hunderte (!) diverser Studien, auch im Maganzin "Nature" veröffentlichte, eindeutig erwiesen.
    Dennoch gibt es Artikel darüber!
    Dieser "alarmistische Unsinn" wird langsam aber sich "langweilig"... gäähn!
  5. #5

    Zitat von paml1983 Beitrag anzeigen
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    Eine Übersäuerung der Meere gibt es nicht - ganz einfach und bereits über etliche hunderte (!) diverser Studien, auch im Maganzin "Nature" veröffentlichte, eindeutig erwiesen.
    Dennoch gibt es Artikel darüber!
    Dieser "alarmistische Unsinn" wird langsam aber sich "langweilig"... gäähn!
    paml1983, da bringen Sie aber mal, vielleicht absichtlich, ein paar Begriffe durcheinander! Denn es ist in den wissenschaftlichen Studien und auch in diesem Artikel nicht die Rede von "Übersäuerung", sondern von "Versauerung". Der Unterschied scheint klein, ist aber dennoch wichtig. Denn es ist nie behauptet worden, dass der pH-Wert der Meere in den saueren Bereich absinken würde. Dies ist tatsächlich nicht möglich, denn selbst wenn wir (Achtung: Gedankenexperiment) allen fossil gebundenen Kohlenstoff verbrennen und als Kohlendioxid in die Atmosphäre blasen würden und selbst wenn dieser dann vollständig in die Ozeane eingetragen würde (was allein schon physikalisch unmöglich ist), ja selbst dann würde der pH-Wert nicht unter den Wert 7 sinken.
    Es geht in den Studien und Berichten IMMER um das messbare Absinken des pHs. Heute liegt er durchschnittlich bei 8,1, also deutlich nicht sauer, aber immer schon 0,12 Einheiten niedriger als vor der Industrilialisierung. Daher wird von der Versauerung gesprochen, denn es geht um eine tendenzielle Beschreibung. Mit sinkendem pH-Wert nimmt die Korrosivität der Kalkminerale Aragonit und Calcit, aus denen viele kalkbildende Meeresbewohner ihre Gehäuse bauen, stark zu. Sie lösen sich also nach und nach auf, wie ein Stück Kreide in einer Säure. Daher spricht man von Versauerung.

    Aber wenn Sie mögen, dann schicken Sie mir doch gerne mal eine der von Ihnen behaupteten Studien. Interessiert mich sehr.
  6. #6

    Saure Gurken.

    Zitat von paml1983 Beitrag anzeigen
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    Eine Übersäuerung der Meere gibt es nicht - ganz einfach und bereits über etliche hunderte (!) diverser Studien, auch im Maganzin "Nature" veröffentlichte, eindeutig erwiesen.
    Dennoch gibt es Artikel darüber!
    Dieser "alarmistische Unsinn" wird langsam aber sich "langweilig"... gäähn!
    Da haben wird den Salat.

    Mehr CO2 im Meer ist gesund für alle Meerbewohner.
    Sogar in diesem unsinnigen Artikel wird zugegeben, dass "die Forscher entdeckten allerdings auch Exemplare der Art Emiliania huxleyi, die im stark versauerten Wasser vor Chile extrem starke Schalen bildeten."

    CO2 ist nicht das Problem.

    Das Problem für die Algen und entsprechend für alle anderen Arten ist die Überdüngung des Meeres.

    Das Bild hier
    http://cdn2.spiegel.de/images/image-...eryV9-gkca.jpg
    zeigt es eindrucksvoll.

    So blühen alle Gewässer, in die die Düngermittel gelangen.
    Danach sterben die Algenmassen und entziehen dem Meer den Sauerstoff. So entstehen die toten Zonen, wo kein Fisch mehr leben kann.

    Diese antiwissenschaftliche CO2-Kirche geht mir langsam wirklich auf den Keks.
  7. #7

    Lesen Sie den Titel überhaupt noch?

    Zitat von Staunewieeinkind Beitrag anzeigen
    paml1983, da bringen Sie aber mal, vielleicht absichtlich, ein paar Begriffe durcheinander! Denn es ist in den wissenschaftlichen Studien und auch in diesem Artikel nicht die Rede von "Übersäuerung", sondern von "Versauerung". ...
    Dort steht:

    " Saure Meere
    Alge trotzt dem Klimawandel mit rasanter Evolution

    Von Nina Weber"

    Ist ja Nonsense per se.
  8. #8

    Die Begriffe.

    Zitat von Staunewieeinkind Beitrag anzeigen
    paml1983, da bringen Sie aber mal, vielleicht absichtlich, ein paar Begriffe durcheinander!
    ...

    Es geht in den Studien und Berichten IMMER um das messbare Absinken des pHs. Heute liegt er durchschnittlich bei 8,1, also deutlich nicht sauer, aber immer schon 0,12 Einheiten niedriger als vor der Industrilialisierung. ....

    Aber wenn Sie mögen, dann schicken Sie mir doch gerne mal eine der von Ihnen behaupteten Studien. Interessiert mich sehr.
    Nicht "messbar", sondern "simuliert".
    Also, nur in "Computermodellen" existiert.

    Kein Mensch hat diesen "pH-Rückgang" je gemessen.
    Ist ja auch kaum möglich, da der natürliche pH-Wert des Meerwassers zwischen 7.0 und 8.4 schwankt.

    Falls Sie was besseres wissen, bitte, verlinken.
  9. #9

    Zitat von silverhair Beitrag anzeigen
    Mhh, zeigt der Artikel nicht wirklich:


    Er zeigt nur, das man unter "ähnlichen Lebensbedingungen" in relativ kurzer Zeit eine grosse Vielzahl von Mutionen feststellen kann - das ist aber keineswegs identisch zu einer anpassung an "veränderte Lebensbedinungen" wie sie gerade in den Weltmeeren stattfindet!

    Ist ein ähnlicher Unterschied als wenn sie in einer Stadt in ein anderes Stadtviertel ziehen (Reiche, Arme, Künstler ...) oder ob sie nach Libyen ziehen wo man noch in Lehmhäusern und ohne Fenster teilweise baut .. und eine ganz andere Temperatur im Jahr vorfinden!

    Auch sind "Reptilien" => (Dinos) doch sehr unterschiedlich zu säugetieren - es ist eher ein biologisches Wunder das überhaupt Reptilien in dieser Art überlebt haben ..

    Auch ist die Art der Anpassung dort unterschiedlich zur Frage, kann man seine "Essgewohnheiten" anpassen , den darum handelt es sich beim Problem der Übersäuerung der Weltmeere , nicht darum ob man einen grösseren/kleineren Kopf bekommt - das ist ziemlich unwichtig dagegen!


    Und ohne zu tief zu steigen - die Evolution besitzt kein "Gedächnis" - sprich, eine Mutation die früher mal im Erbgut entstanden ist , dann durch eine andere "ausgewechseltwurde" wird nicht wieder "reaktiviert" durch das eintreten der alten Umweltbedingungen - es ist dann trotzdem immer noch eine "Zufällige Mutation" die vielleicht hier etwas schon eingebautes wieder aktiviert. Die Evolution führt auch kein Notizbuch darüber .. ach das hat mal funktioniert , also wird es wieder funktionieren - es ist jedesmal nur ein zufälliger Test - Überlebt das Lebenwesen in der neuen Umwelt oder nicht!

    Und Algen stehen an der Basis der evolotionären Entwicklung überhaupt , deren DNA ist vielfach kürzer, und enthält damit auch viel viel weniger frühere Erbcode änderungen als Überreste als die danach entstandenen Lebewesen. Auch verschwinden wieder alte "Erbgutinformationen" wieder - ansonsten müßte ja auch immer mehr "historischer Müll" in der gleichen Zellen grösse untergebracht und verwaltet werden. Da ist es letztlich kaum wahrscheinlich das eine Modifikation die irgendwann mal vielleicht nützlich war heute noch im Code "versteckt" erhalten ist!

    Konkret könnte also ihre Frage nur durch eine detailliert - und damit auch sehr aufwendige Analyse der DNA der unterschiedlichen "Alter" durchgeführt werden - und das wäre dann schon wieder ein eigenes - wohl eher langjähriges Forschungsprojekt!
    Erst einmal ein Dankeschön für Ihre ausführliche und sehr interessante Antwort, da hatte ich wohl wirklich etwas gründlich missverstanden. Ich wollte nur kurz anmerken, dass sich bei den Echsen auch die Magenstruktur verändert hat. Sie waren vorher fast ausschließlich Fleischfresser und sind durch eine komplett veränderte Magenstruktur zu überwiegenden Pflanzenfressern mutiert.

    In der Originalstudie wird das, mit entsprechenden Zahlen belegt, noch wesentlich deutlicher - Rapid large-scale evolutionary divergence in morphology and performance associated with exploitation of a different dietary resource

    Abschließend würde mich noch eine gefühlsmäßige Einschätzung Ihrerseits interessieren wie die Anpassung der Algen stochastisch zu bewerten ist. War die Anpassung eine Art sechser im Lotto oder kann man sagen, dass die Ergebnisse durchaus erwartbar waren?


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