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Saudisches Gutachten: "Wenn Frauen Auto fahren, gibt es mehr Homosexualität"

Zehn Peitschenhiebe für eine Autofahrt - in Saudi-Arabien werden Frauen hart bestraft, wenn sie sich ans Steuer setzen. In einem Gutachten liefert ein Geistlicher dafür nun die Begründung: Fahrende Frauen verlieren angeblich ihre Jungfräulichkeit, außerdem könnten sie in die Prostitution abrutschen.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...801461,00.html
  1. #140

    ....

    Zitat von lobbie Beitrag anzeigen
    würde mal seine Doktorarbeit interessieren....oder ist er direkt Professor geworden?
    Wenn ja, dann wäre das doch was für bestimmte deutsche Personen, die der Politik nahestehen oder standen oder wieder wollen...
    Bin mir nicht sicher, ob ich das wirklich wissen will! Würde man das Thema seiner Doktorarbeit kennen, könnte man Rückschlüsse auf die Qualität seiner Universität ziehen! UNd wollen wir das ..?
    Zitat von newgunman Beitrag anzeigen
    Alles was die Saudis sagen stimmt. Schließlich kommt da das meiste Öl für die Autos her. Und in der Tat, gäbe es dort kein Öl, würde sie alle noch auf Kamelen reiten durch ihre blöde Wüste reiten, niemnd würde sie überhaupt kennen und alle wäre gut. Schuld ist also nur das Öl!
    Ich glaube, erst wenn das Öl alle ist und Saudi-Arabien mit seinem Steinzeitfeudalimus von den USA fallengelassen wird, kann man auf Besserung der Situation hoffen!

    Ich halte extremen Feminismus (der uns hier in Deutschland zutiefst schwachsinnige Regelungen gebracht hat) und auch Frau Schwartzer für etwas Übles, aber was sich da in Arabien in Punkto Menschen- und ganz besonders Frauenrechte abspielt, ist arachisch und muss weg!
    Und genau aus diesem Grund müssen auch Verschleierungen in einer demokratischen Gesellschadt verboten werden!
  2. #141

    ... alles nur zum "Wohl" der Frau

    Zitat von cingulator Beitrag anzeigen
    Sie verwechseln 'geglaubt' mit 'praktiziert'. In Ägypten gab es vor einiger Zeit eine Umfrage, in der 60% der befragten Frauen zugaben, schon einmal sexuell belästigt worden zu sein (oder schlimmeres).
    Wenn Sie sich einmal mit dem dortigen Frauenbild in den Männerköpfen beschäftigen, ahnen Sie vielleicht auch, warum.

    Preisfrage: Was könnte der Grund dafür sein, dass brutale Überfallvergewaltigungen in vielen europäischen Städten (Malmö, Oslo, Kopenhagen, Amsterdam und viele viele andere) seit wenigen Jahrzehnten deutlich zunehmen?
    Genau solche Preisfragen hat besagter "Experte" in dem Artikel wohl auch gestellt und seine messerscharfen Schlüsse sprechen für sich...
  3. #142

    Einfache Frage...absolut!

    Zitat von cingulator Beitrag anzeigen
    [...]
    Preisfrage: Was könnte der Grund dafür sein, dass brutale Überfallvergewaltigungen in vielen europäischen Städten (Malmö, Oslo, Kopenhagen, Amsterdam und viele viele andere) seit wenigen Jahrzehnten deutlich zunehmen?
    Janz einfach: De Frauen sönd schold! Sollen se süsch wat Anständijes Anziehen oder daheim bleiben, dann wörden die Männer och nisch über se herfallen! De arme Männers. Jeder weiß doch, dat wia Männer über allet herfallen, was nit bei 3 (oder 5) auf de Boime is!

    Oder wollen sie uns gerade mit ihrem Titel "Ideen wandern... Unsitten auch - ein Hoch auf die Globalisierung!" mitteilen, dass es Zugewanderte sind, die unsere europäischen Frauen überfallen und missbrauchen???

    Wat hab isch jetzt gewonne? Einmal Kopp waschen aus der rechten Ecke? Guter Gott (wenn es dich gibt), lass es Hirn regnen.
  4. #143

    Seltsamer Vergleich

    Zitat von Hannowald Beitrag anzeigen
    Der Islam ist ca. 600 Jahre nach dem Christenrum entstanden. Ich will ja nicht hoffen, dass die wirklich noch 600 Jahre brauchen, um auf unseren Stand von heute zu kommen.

    Aber wenn man mal bedenkt, was in unseren Breiten um 1500 herum so an Erkenntnissen existierte, sind die eigentlich schon ganz schön weit.
    Diese These von der sechshundert jährigen Verzögerung lese und höre ich immer wieder einmal, auch von Akademikern. Dabei wird deutlich wie wenig selbst intelligente und gebildete Leute dazu bereit sind einfach mal nachzudenken, anstatt es sich in ihren ideologischen Nestern gemütlich zu machen. Bitte: Was hat der Stand der zivilisatorischen Entwicklung in den islamischen Ländern zu tun mit dem zeitlichen Unterschied zwischen Christi Geburt und der Religionsstiftung durch Mohammed?! Man geht mit dieser Formel von zahllosen Voraussetzungen aus, die im besten Fall nicht überprüfbar, meist aber schlichtweg falsch sind.
    Der erste Fehler liegt in der Vorstellung, allein das Christentum hätte uns Freiheit, sowie ethischen - und wissenschaftlichen Fortschritt gebracht. Die Überlieferung der Antike war glücklicherweise nie tot und hat erheblich zur Ausbildung von Recht, Kunst und Wissenschaft beigetragen.
    Der zweite Fehler liegt in der Gleichsetzung des Islam mit dem Christentum. Koran und Neues Testament unterscheiden sich diametral.
    Der dritte Fehler schließlich steckt in der kindischen Rechnung Christi Geburt = Beginn, Akzeptanz und Verinnerlichung des Christentums von Judäa bis Skandinavien, von der iberischen Halbinsel bis ins hinterste Russland hinein.
    Der größte Teil Europas war zur Zeit Mohammeds ganz und gar nicht christianisiert. Im Gegensatz zu Nordafrika, wo sich die christliche Philosophien noch vor Europa verbreiteten. Die Skandinavier, die Balten und große Teile der Slawen waren selbst nach der ersten Jahrtausendwende noch keine Christen. Hätte die These vom zeitlichen Abstand und der ethisch-zivilisatorischen Deckungsgleichheit der beiden Weltreligionen irgendeine substanzielle Grundlage, dann müssten die Menschen von Norwegen bis Russland heutzutage ihr Leben immer noch in schlecht geheizten Lehmhütten fristen und die Länder vom Nahen Osten bis nach Marokko uns in jeder Hinsicht weit voraus sein.
  5. #144

    Falsche Schlüsse

    Zitat von Hannowald Beitrag anzeigen
    Bei uns zu hause liegt noch der Paß von meinem Opa, in dem die Oma mit eingetragen war. D.h. Oma hatte keinen eigenen Paß und sie konnt nicht alleine ins Ausland reisen. Der paß stammt aus den 50er Jahren. Also so lange ist das bei uns auch noch nicht her, dass Frauen noch als Anhängsel galten
    Und die Oma hatte vorher keinen Pass? Konnte keinen beantragen? Durfte nicht ins Ausland allein? Ich kann auch nicht so einfach ins Ausland ohne Pass, darf es aber und muss nur einen (neuen) beantragen. Ich denke, Sie ziehen hier falsche Schlüsse. Sonst bitte mit näheren Erklärungen.
  6. #145

    Bitte?

    Zitat von Meskiagkasher Beitrag anzeigen
    Die Mitgliedszahlen der Kirchen legen etwas anderes nahe. Und auch die allgegenwärtige Homophobie in diesem Lande.
    Wer in der Kirche ist, ist im Mittelalter? Allgegenwärtige Homophobie? Bitte?
  7. #146

    In welcher Sure im Koran steht noch mal gleich, dass Frauen kein Auto fahren dürfen?

    Hätte Saudi-Arabien eine gewichtige Auto-Industrie, die auch mal in die Krise gerät, wäre das Thema wohl schneller obsolet - denn wer verzichtet schon freiwillig auf die Hälfte der potenziellen Kundschaft?

    Wie organisiert man Erbfolge, Loyalität, Verlässlichkeit und Berechenbarkeit in einer Gesellschaft - so dass langfristig ihr Zusammenhalt gewährleistet ist?

    Historische Antwort: Indem man nicht das Individuum als kleinste gesellschaftliche Einheit definiert, sondern die Familie/Sippe - weil nur diese eine sichere Überlebenschance für den Einzelnen garantiert. Und eben, um zu gewährleisten, dass die Nachkommen auch die eigenen sind. Allein daraus resultiert die Entrechtung der Frauen. Würde also die Frau Auto fahren dürfen, könnte sie ja zu einem anderen Mann fahren, sich von dem ein Kind machen lassen - und der eigene Mann lebt fortan im Zweifel, ob er seine zehn Kamele einst an seinen eigenen Sohn vererben wird. … und wenn sie nicht ausgestorben sind, so machen sie's auch heute noch so.

    Ohne die industrielle Revolution und den Druck des Kapitalismus, maximal flexible Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen, die beiden verheerenden Weltkriege, wo ja weitgehend die Frauen nur übrig blieben, um den Wiederaufbau zu leisten - ohne diesen gesellschaftlichen Druck, hätte sich auch die westliche Gesellschaft noch längst nicht gewandelt. Und weil das Christentum und die damit verbundene feudale Ausbeutung zuvor den Menschen auch noch den letzten Rest an Perspektive und Würde genommen hat.
    All dies und das fand im islamischen Raum so nicht statt.

    So lange der globale kapitalistische Flexibilisierungsdruck in den islamischen Ländern immer noch vom männlichen Bevölkerungsanteil aufgefangen werden kann, wird dieser seine Privilegien nicht freiwillig aufgeben.

    … und noch eins: Ohne homoerotische Kohäsionskräfte würde sich diese islamische Männergesellschaft gar nicht länger selbst ertragen können. ;-)
  8. #147

    Egal

    in welcher Welt der Klerus auftritt und sich unter dem Deckmantel "seiner Religion" ein Scheinheiligtum aufsetzt, führt es zum Verderben menschlicher Rechte. Dieses organisierte und verbrecherische Sektentum (n) gehört unter Strafe gestellt, in allen Religionen. In der Religion finden die Dummen Zuflucht und üben inlegitim Gewalt gegen andersdenkende aus.
  9. #148

    Sehr witzig

    Zitat von _ab Beitrag anzeigen
    Hmm, so abwegig ist das doch gar nicht. ; )
    erinnert mich irgendwie an den saublöden Witz über die Fußkettchen. "...aber nur so lang, daß die Frauen vom Herd bis ins Schlafzimmer kommen..."
  10. #149

    so,

    Zitat von Jasro Beitrag anzeigen
    Wenn man überlegt, dass schon in den 1920er Jahren Clärenore Stinnes mit ihrem Auto einmal um die Welt gefahren war, und das, ohne damit "Homosexualität zu verbreiten" oder "in die Prostitution abzurutschen"...
    so, so, desswegen hat sich das so verbreitet. Also stimmt das gutachten doch.
    Aber die gutachter sind ja scheibar alle weltweit gleich. Beiss nicht die hand die dich füttert. Man schaue sich nur mal die gutachten in der westlichen welt an.


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