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Satellitenmission "Deos": Deutsche arbeiten an Müllabfuhr fürs All

AstriumEin deutscher Satellit soll im Erdorbit für Ordnung sorgen. Allein die entscheidende Studie für das Projekt namens "Deos" kostet 13 Millionen Euro. Doch der Abschleppdienst im All kann nur erfolgreich sein, wenn sich internationale Partner finden.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...855514,00.html
  1. #1

    Gemessen an ...

    ... den vermeidbaren Schäden sind 13 Millionen ein vergleichsweise kleiner Betrag.

    Space Debris ist ein Problem, das schon seit vielen Jahren immer wieder diskutiert und besprochen wird. Und mittlerweilen wurden einige Maßnahmen getroffen, um zumindest Prognosen für Kollisionen halbwegs zuverlässig zu erstellen.

    Noch wird man zwar in der Lage sein, über Ausweichmaneuver Schäden zu meiden. Aber solange immer weitere Weltraummissionen durchgeführt werden, wird das Risiko kontinuierlich steigen, sodass Ausweichen an Stellenwert verliert.

    "Deos" ist ein Baustein in dem gesamten Szenario, mitnichten die Lösung, aber ganz sicher ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.
  2. #2

    Militärs bestimmt daran interessiert...

    ...einfach nur ein bisschen martialischer benennen!
    Dann kauft das bestimmt irgendein Militär.

    z.B. Angriffssatelit zur Vernichtung gegnerischer Aufklärungssateliten.
  3. #3

    Kostenübernahme durch Verursacher?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein deutscher Satellit soll im Erdorbit für Ordnung sorgen. Allein die entscheidende Studie für das Projekt namens "Deos" kostet 13 Millionen Euro. Doch der Abschleppdienst im All kann nur erfolgreich sein, wenn sich internationale Partner finden.

    Weltraumschrott: DLR vergibt Studie für "Deos"-Satellit an Astrium - SPIEGEL ONLINE
    Es wird ein russischer Satellit entsorgt, der die Dienste versagt? Rechnung nach Moskau. Ein amerikanischer? Kohle von Washington. Chinesischer Weltraumschrott? Peking zahlt. Gilt hier etwa nicht auch das Verursacherprinzip, dass derjenige zu haften hat, der eventuelle Schäden verursacht?
  4. #4

    Rechnet sich nicht

    Dieses Projekt ist Unsinn. Der Abschleppdienst soll 100 Millionen Euro kosten und sich selbst vernichten? Das ist doch ein Hirnwind.

    Rechnen Sie einfach die Chance hoch, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Zusammenstoss erfolgt und wie teuer Ihr Gerät ist. Das Ergebnis? Unter 100 Millionen Euro. Envisat hat 2 Mrd. € gekostet. Da müsste die Kollisionschance schon bei 5% liegen, dass man sich so ein teures Gerät gönnt. Und deswegen wird sich auch niemand finden, der das finanziert.

    Die 13 Millionen Euro dafür könnte man sich auch gleich sparen und sinnvollere Konzepte ausarbeiten.
  5. #5

    Kein cooler Name

    "Deos" ist nett, aber "Dark Star" hätte doch weitaus besser gepasst :-)
  6. #6

    leider

    Zitat von Freewolfgang Beitrag anzeigen
    Gilt hier etwa nicht auch das Verursacherprinzip, dass derjenige zu haften hat, der eventuelle Schäden verursacht?
    leider nicht ...
    und leider wurde mein humoristisch gemeinter erster beitrag nicht zugelassen (a la ... gebt Howard J.Wolowitz diese aufgabe/projekt) .. deshalb mal ohne ironie:
    eine entsorgung von satelliten sollte bei der planung eines satteliten eigentlich mit drin sein ...
  7. #7

    Jain

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Dieses Projekt ist Unsinn. Der Abschleppdienst soll 100 Millionen Euro kosten und sich selbst vernichten? Das ist doch ein Hirnwind.

    Rechnen Sie einfach die Chance hoch, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Zusammenstoss erfolgt und wie teuer Ihr Gerät ist. Das Ergebnis? Unter 100 Millionen Euro. Envisat hat 2 Mrd. € gekostet. Da müsste die Kollisionschance schon bei 5% liegen, dass man sich so ein teures Gerät gönnt. Und deswegen wird sich auch niemand finden, der das finanziert.
    Die 13 Millionen Euro dafür könnte man sich auch gleich sparen und sinnvollere Konzepte ausarbeiten.
    Sie übersehen, dass mittlerweile so viel Schrott im Orbit kreist (manche Radarbilder sehen wirklich aus wie der Kölner Ring bei Berufsverkehr), dass es immer schwieriger wird bemannte aber vorallem unbemannte Raumfahrt zu betreiben, ohne ein gewisses Kollisionsrisiko mit dem eigenen Zivilisationsmüll einzugehen. Noch mag das alles recht überschaubar sein, es ist jedoch nur eine Frage der Zeit, bis es das nicht mehr sein wird. Und dann steigen die Kosten für die orbitale Raumfahrt dermaßen, das es sich rechnen wird, ein paar Millionen für die Müllabfuhr extra zu zahlen.
  8. #8

    countless crumbs of human-made orbital flotsam

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Dieses Projekt ist Unsinn. .
    Rechnen Sie einfach die Chance hoch, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Zusammenstoss erfolgt und wie teuer Ihr Gerät ist. Das Ergebnis? Unter 100 Millionen Euro. Envisat hat 2 Mrd. € gekostet. Da müsste die Kollisionschance schon bei 5% liegen, dass man sich so ein teures Gerät gönnt. Und deswegen wird sich auch niemand finden, der das finanziert.

    Die 13 Millionen Euro dafür könnte man sich auch gleich sparen und sinnvollere Konzepte ausarbeiten.
    Growing Threat of Space Debris
    The space around Earth is a crowded space packed with nearly 22,000 spent rocket stages, dead or dying satellites and countless crumbs of human-made orbital flotsam. An average of one object has reentered Earth's atmosphere every day.
    Here are 10 of the most memorable manmade things that have rained down on us.

    'countless crumbs of human-made orbital flotsam' das sind Schräubchen, kleine Metallfragmente usw. Und wenn diese kleine Fragmente auf einen Satelliten treffe, dann wars das und neue Schrottteilchen. Der Schrott vermehrt sich.


    Draüberhinaus ist diese Weltraumschrott nicht gleichmäßig um die Erde verteilt sonder konzentriert sich in einem speziellen Bereich um die Erde.
  9. #9

    Zitat von Flinsenberger Beitrag anzeigen
    Dieses Projekt ist Unsinn. Der Abschleppdienst soll 100 Millionen Euro kosten und sich selbst vernichten? Das ist doch ein Hirnwind.

    Rechnen Sie einfach die Chance hoch, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Zusammenstoss erfolgt und wie teuer Ihr Gerät ist. Das Ergebnis? Unter 100 Millionen.....
    Und was passiert bei einer Kollision? Mehr Schrott der auf dieser vielgenutzten Bahn durch die Gegend fliegt, vor allem bei einem so großen Satellit. Es kommt nicht darauf an wie teuer der abgeschleppte Satellit ist, weil der ist hinterher verglüht (anstelle für hunderte Jahre von Schrottteilchen zerlöchert zu werden und dabei mehr Schrott freizusetzen oder irgendwo ganz unpassend niederzugehen)

    Außerdem kostet der Satellit nicht 100 Millionen Euro, soviel kostet die Entwicklung, wenn die Teile in Serie gebaut werden dürften sie wohl sogar unter den Preis von Kommunikationssatelliten fallen so das das Teuerste an der Sache die Rakete ist


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