Sollte es wirklich ein Geologe sein, der einen solchen Satz schreibt? Alle Medien lieben aber die "überfälligen Vulkane", wenn es gilt Aufmerksamkeit zu erschaschen. Es gibt jedoch keinen Rythmus, in dem Vulkane ausbrechen. Deshalb können sie auch nicht überfällig sein. Gerade heute wurde mal in der englischsprachigen Presse die Katla in Island als "überfällig" durchs mediale Dorf gejagt - übrigens zu einer Zeit, als sich seit einigen Tagen eine relative Ruhe dort eingestellt hat.
Bleiben wir doch bei dem, was wir wissen. Man weiß heute relativ genau, was sich in Vulkanen abspielt und man ds auch messen. Man kann vulkanische Beben messen, man kann den vulkanischen Tremor messen, man kann deformationen und Gasaustritte messen. Aus all diesen Werten und aus der Erfahrung über das bisherige Ausbruchsverhalten kann man Prognosen abgeben, die relativ zuverlässig sind. Man kann aber nicht den genauen Zeitpunkt oder den Verlauf einer Eruption vorhersagen. Deshalb ist es wichtig, dass Vulkane mit entsprechenden Messinstrumenten überwacht werden und, was wichtiger ist, dass Notfallpläne vorhanden sind, um auf einen drohenden Ausbruch reagieren zu können. All das war auf El Hierro vorhanden und hat funktioniert. Spätestens seit September wusste eigentlich jeder auf der Insel, dass ein Ausbruch bevorsteht.
1793 gab es übrigens auch eine ähnliche Häufung von Erdbeben. Ob es zu einem unterseeischen Ausbruch damals kam ist unklar. Jedenfalls brach keine Lava auf der Insel selbst aus, die übrigens von über 500 Schlackekratern und Tuffringen übersät ist. Google Earth liefert dazu gute Bilder.
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