Satellitenbild der Woche: Blue Moon erleuchtet Atlantik
EumetsatAlle 15 Minuten macht der neue europäische Satellit "MSG-3" eine Aufnahme der Erde. Eigentlich soll der neue Späher das Wetter beobachten. Doch nun rutschte der Blue Moon ins Visier.
Wenn man genau hinsieht, fällt auf, dass der Mond verzerrt wirkt. Außerdem sind die ganz hellen Wolken als dunkle Flecken zu erkennen. Bevor die Wetterdienste diese Daten nutzen, werden solche Effekte noch von EUMETSAT herauskorrigiert, und alles außerhalb der Erdscheibe geschwärzt.
Interessant ist auch, dass die alten MSG Satelliten immer noch ihre Arbeit tun, sie treten für die neueren Modelle einen Schritt zur Seite, messen aber aus ähnlicher Position noch eine Weile weiter.
Dabei haben Sie immer die gesamte Erdscheibe im Blick. Am selben Tag, an dem der "blue moon" beobachtet wurde waren z.B. auch noch zwei Hurrikan-Systeme im Nordatlantik aktiv, wie man auf den Bilder bei Moments from Space, die aus MSG-2 Daten erstellt wurde, sehen kann.
ist's wohl nicht, Herr Bojanowski. Erst mal nachdenken, ehe man auf die Tasten drückt. Soviel sollte man schon von einem Wissenschaftsjournalisten erwarten können. Wenn der Vollmond neben der Erde im Blickfeld eines METEOSAT Satelliten ist, sieht man die Tagseite und am Atlantik ist der Mond schon untergegangen. Der Mond wird als bekannte, sehr stabile Lichtquelle zum Kalibrieren genutzt, Deshalb sind wohl auch die hellen Wolken übersteuert. Wenn MSG3 getestet ist und als METEOSAT-10 seinen Dienst aufnimmt, wird die Verstärkung so eingestellt sein, dass das nicht vorkommt.