Ich habe mit Erschreckend die gängige Meinung verfolgt.
Erstmal muss ich zugeben dass ich das Buch nicht gelesen habe, von daher kann es durchaus sein dass ich da teilweise Wissenslücken habe. Ich bin angehender Lehrer, arbeite aber schon jetzt mit Kinder unterschiedlichster Herkunft.
Erstmal: Ja, die Integrationspolitik ist schwierig. Komplett versagt hat sie aber nicht. Es gibt durchaus Kinder (gerade die aktuelle Generation) die sich wirklich abmüht Deutsch zu lernen und sich anzupassen. Natürlich gibt es auch welche die es ablehnen und allgemein für Ärger sorgen.
Ich persönliche stehe dem Islam sehr kritisch gegenüber, allerdings halte ich Sätze die ein "immer" oder ein "alle" enthalten für sehr schwierig. Warum?
Gehen Sie mal in ihr Dorf. Stellen sie sich mal vor sie kommen aus Köln und ich würde sagen, alle Kölner wären gleich. Sie wären sehr sauer. Je größer der Bereich wird auf den ich das anwende, umso falscher wird so eine Behauptung. Man kann doch nicht von Tausenden von Menschen sagen sie seien gleich.
Stichwort Intelligenz: Ich persönlich denke dass das Gehirn durchaus eine Rolle spielt, aber nicht für alle Arten der Intelligenz. Es gibt durchaus Leute die zwar in Mathe ein Genie sind beim Bäcker aber schon überfordert wären und umgekehrt. Wie will man das mit dem Gehirn rechtfertigen? Welchen Anteil spielt die Sozialisierung hierbei?
Stichwort Politik: Ich selbst finde den ganzen Lobbyismus sowie das ganze Wirtschaftssystem, das verdammt nahe an der Korruption steht für sehr problematisch. Von daher kann ich durchaus verstehen wenn sich Menschen hier aufregen. EIn Bundespräsident der seine Stimmen nur deswegen zusammenkriegt weil eine Regierung, die längst nicht mehr legitim ist, sich zusammrauft gegen den Willen des Volkes ist ebenfalls problematisch. Und dennoch muss man sich fragen wo man es besser machen will.
Ich finde es wichtig und richtig dass man Probleme wie Integration die durchaus für Sprengstoff sorgen, anspricht. Und ja die Muslime sind aufgrund von gigantischen kulturellen Unterschieden bei der Anpassung natürlich einer höheren Herausforderung ausgesetzt als der Norweger oder der US-Amerikaner. Aber jeder Mensch geht unterschiedlich damit um.
Pauschalisierungen haben in der Geschichte nie was gebracht. Wenn wir unseren Unmut auf eigene Menschen verlagern, andere Meinungen nicht zulassen (was viele Sarrazin-Befürworter hier tun), dann zeigt das nur eins:
Eigene Fehler wollen nicht gesehen werden während die der anderen (die durchaus berechtigt sein mögen) gerne unterstrichen werden. Ein sehr alter menschlicher Abwehrmechanismus der seit Jahren wirkt. Dass sich aber soviele auf eine Materie einlassen und ihr zustimmen ohne nur die geringste Ahnung zu haben (Wer ist denn von uns bitte Neurologe? Wer kennt denn bitte über 100 verschiedene Muslime) macht Sorge für eine ohnehin unsichere Zukunft.



