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Sanktionen bei Hartz IV: Männer werden häufiger bestraft als Frauen

dapdDiese Studie dürfte für Diskussionen sorgen: Laut einer IAB-Untersuchung kürzen die Jobcenter männlichen Hartz-IV-Empfängern fast doppelt so häufig die Bezüge wie weiblichen. Als mögliche Ursache nennen die Autoren eine geringere Kooperationsbereitschaft der Herren.

Hartz IV: Männer werden häufiger bestraft - SPIEGEL ONLINE
  1. #90

    Schon richtig

    Zitat von wynkendewild Beitrag anzeigen
    Frauen sind häufig ja auch alleinerziehende Mütter. Die bekommen doch gar keine vernünftigen Arbeitsstellen. Junge Frauen wissen das und deshalb werden die nun einmal anders behandelt als Männer.
    Aber als Mann, über 50, alleinerziehend mit 2 Kindern, Akademiker in einem aussterbenden Beruf bekomme ich vom Jobcenter jede Menge sinnvolle Angebote (natürlich nicht).

    Natürlich wurde ich auch für so eine tolle Maßnahme zwangsverpflichtet, in der ich dem symphatischen jungen Mann der Firma, die sich daran eine goldene Nase verdient, dann erklären durfte, wie das, was er mir beizubringen versuchte, wirklich gut gemacht wird.

    Danach musste ich immer noch einmal im Monat dorthin, wir haben einen Kaffee getrunken und über das Leben im Allgemeinen geplaudert.
    Dafür hat der Steuerzahler ca. 100 Euro pro Stunde hingelegt (ohne meine Fahrtkostenerstattung).
    Ich glaube allerdings, dass ich den jungen Mann ein wenig weiterbilden konnte.
  2. #91

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Somit können überforderte Jobcenter-Mitarbeiter endlich auch mal "Machthaber" spielen und soziale Existenzen wegsanktionieren, wenn ihnen die Nase nicht passt. Prima.
    Nein, das können sie nicht. Sie müssen ihre Entscheidung immer auch begründen können und benötigen darum eine rechtliche Handhabe, sonst drohen ihnen erhebliche Probleme. Wenn also beispielsweise Sie (oder ich) sanktioniert werden, dann muss es dafür einen vertretbaren Grund geben. Eine unpässliche Nase ist keiner.

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    Frage: Wer entscheidet über "wohlfälliges" und "dreistes" Benehmen und auf welcher Grundlage kann dann das gesetzlich garantierte Existenzminimum vorenthalten werden?
    Meine persönliche Lebenserfahrung sagt mir, dass Männer häufiger zu Konfrontation, Verweigerung und Krawall neigen als Frauen. Das führt zwangsläufig dazu, dass Männer häufiger anecken.

    Ein Beispiel zum Selbstausfüllen: A und B werden zum Spargelstechen geschickt. A geht hin, sticht ein paar Stunden, klagt dann über grosse Rückenschmerzen, geht am nächsten Tag zum Arzt und lässt sich eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU, "gelber Schein") ausstellen. B hingegen herrscht den Jobcenter-Mitarbeiter an, dass die Arbeit unter B's Würde sei und tritt sie in der Folge also erst gar nicht an.

    Zu diesem Beispiel beantworten Sie sich selbst bitte folgende Fragen:

    1. Wer von den beiden wird eher sanktioniert?

    2. In welchem Fall hat der Entscheider im einen Fall eine Handhabe, ein Motiv und einen Grund für eine Sanktionierung?

    3. Warum hat der Entscheider im anderen Fall keine Handhabe, kein Motiv und keinen Grund für eine Sanktionierung?

    4. Wer von den Probanden verhält sich tendenziell eher weiblich, wer von ihnen eher männlich?

    Zitat von zynik Beitrag anzeigen
    (Schon spassig, hier etwas von "dreisten" Benehmen zu lesen. Der staatlich subventionierte Boni-Banker lacht sich scheckig.)
    Der Zusammenhang mit dem Thema erschliesst sich mir leider nicht.
  3. #92

    Zitat von qwert4310 Beitrag anzeigen
    @manuelbaghorn also ist soll eine Frau sofern sie Kinder hat immun sein gegen Leistungskürzungen aber der Vater darf munter sanktioniert werden? Was ist das für ein Weltbild???
    Es ist die Realität. Die Anzahl alleinerziehender Mütter ist bedeutend grösser als die der alleinerziehenden Väter. Das führt dazu, dass die alleinerziehenden Mütter in der Gesamtstatistik deutlich signifikanter hervortreten als die wenigen alleinerziehenden Väter. Vergleichen Sie diesbezüglich bitte auch Seite 54, erster Absatz, zweiter Satz aus der Studie (finden Sie beim IAB): "Die Fallzahlen der alleinerziehenden Männer sind für eine derartige Auswertung viel zu gering."

    Zitat von qwert4310 Beitrag anzeigen
    Wo ist denn bei ihnen der Unterschied zwischen Vätern und Müttern?
    Dass Mütter viel häufiger alleinerziehend sind als Väter. Alleinerziehende Mütter stellen in der untersuchten Gruppe ca. 18% dar, alleinerziehende Väter nicht einmal ein Prozent. Woran das liegen kann, spielt hier wohl sicherlich keine Rolle.

    Zitat von qwert4310 Beitrag anzeigen
    Achja, der Mann vertrinkt das Geld in der Kneipe und verprügelt abends Frau und Kinder richtig?
    Wie kommen Sie darauf? Wo steht das? Pardon: das findet nur in Ihrem Kopf statt. Und dafür sind Sie wirklich selbst verantwortlich.
  4. #93

    Eben nicht!

    Zitat von sagmalwasdazu Beitrag anzeigen
    In der ungleichen Behandlung und dem Verstoß gegen das Gesetz der Gleichbehandlung...vielleicht?
    Und den damit verbundenen finanziellen Folgen der VERMEHRT betroffenen Männer ?
    Dazu wird in der Studie ja nichts gesagt, die Gründe bleiben ungeklärt! Die Reaktionen im Forum zeigen, wie sehr wir in den Geschlechterrollen denken, weil es bei Männern sofort mit individuellem Fehlverhalten begrünet wird, bei Frauen mit einer schützend Werten Gruppe.
  5. #94

    Hmm

    Das man mal wieder Frauen vom Amts wegen klar bevorteilt war ja zu erwarten und ist ja Ziel der Politik das Männer böse und Frauen gut sind.

    Hier bleibt dne Männern eh nur noch ein Mittel und das ist die Verweigerung zu Familien und Kind.

    Gut auch dann sind wir böse ,aber vielleicht merken die Frauen dann irgendwann das eine Politik die nur für Frauen Vorteile und für Männer Nachteile am ende auch auf sie zurückschlägt.

    Wobei man natürlich noch sagen muss worum es bei Hartz 4 wirklich geht.

    Es soll die Wut auf sich immer leicht vershclechterende Bedingungen für die Mittelschicht auf die Untershcicht gelenkt werden.Nur so kann von den waren Verursacher der ständig sinkenden Reallöhne für die Mittelschicht und das ist die Elite und oder die Reichen abgelenkt werden. Dazu passt auch gut das man noch die Gruppe der HArtz4 Bezieher zu spalten versucht. Den wenn man die Gruppe spaltet und in kleinere aufteilt gibt es ein geringeres Risiko das es zu einen Aufstand kommt.
  6. #95

    Zitat von koala1909 Beitrag anzeigen
    Was mich aber wirklich ärgert, ist, dass es ganz andere Reaktionen gäbe, wenn die Untersuchung anders herum ausgefallen wäre. Dann hätten Frauenorganisationen sofort ceter und mordio geschrien und eine Änderung verlangt. Doch wenn Männer benachteiligt werden, interessiert das keine Sau.
    Wie können Sie so etwas sagen? Sie sehen doch, was hier los ist.
  7. #96

    Zitat von observerd Beitrag anzeigen
    EInige Foristen haben darauf hingewiesen dass man Frauen mit kleinen Kindern zu Recht anders behandelt, das wäre noch nachvollziehbar !
    Gut, das ist also nachvollziehbar.

    Zitat von observerd Beitrag anzeigen
    Die Statistiken in der o.a. Studie zeigen aber in Tabelle 5.5a und 5.5b auch signifikant hohe Unterschiede bei den Altersgruppen 35-49 und )abnehmend bei) 50-64 auf, wo dieses Argument keine Rolle mehr spielen dürfte ...
    Dafür spielt dann ein anderes Argument eine Rolle: dass nämlich ältere Arbeitssuchende sehr viel schwerer zu vermitteln sind als junge. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter die Reife zu- und das jugendliche Ungestüm abnehmen, was die Anpassungsfähigkeit an die gegebenen Umstände üblicherweise verbessert.

    Zitat von observerd Beitrag anzeigen
    Also kann man dieses Argument ziemlich sicher ausschliessen, es wird im SPON Bericht und auch von den Autoren der Studie wohl deshalb nicht angeführt.
    Nein, das Argument darf man nicht ausschliessen. Schliesslich geht es bei der Sanktionierung um höchst individuelle Einzelfallentscheidungen, auch wenn die Statistik die Einzelfälle kumuliert. Also können im einen Einzelfall diese und in einem anderen Einzelfall jene Gründe vorhanden sein, ohne dass sich die Gründe gegenseitig ausschliessen.
  8. #97

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Diese Studie dürfte für Diskussionen sorgen: Laut einer IAB-Untersuchung kürzen die Jobcenter männlichen Hartz-IV-Empfängern fast doppelt so häufig die Bezüge wie weiblichen. Als mögliche Ursache nennen die Autoren eine geringere Kooperationsbereitschaft der Herren.

    Hartz IV: Männer werden häufiger bestraft - SPIEGEL ONLINE
    Vielleicht lesen die Herren nur mal mehr sich ihre Rechte durch und pochen auch öfter darauf? Der Artikel vergisst wie so oft zu erwähnen, das über die Hälfte der Kürzungen völlig unrechtmäßig sind und aus Spaß an der Schikane pratiziert werden (die meist weibl. Mitarbeiterinnen genießen da Straffreiheit).
  9. #98

    Zitat von Donac Beitrag anzeigen
    Das ablehnen eines Abschlusses einer Eingliederungsvereinbarung darf laut Gesetz gar nich sanktioniert werden. Alleine die Androhung seitens eines Sachbearbeiters wäre ein Grund gegen diesen vor Gericht vorzugehen.
    Können Sie gerne machen, wundern Sie sich aber dann nicht wenn Sie irgendwann einfach nur einen Breif bekommen worin steht , das man keine strafbare Handlung feststellen konnte, oder das verfahren aufgrund von Geringfügigkeit oder mangelndes öffentliches Interesse eingestellt wurde. Im Gegenzug erhalten sie aber gerne mal einen Vollstreckungsbescheid. Ist es nämlich D so, das man nicht informiert werden muss wenn gegen einem ein Verfahren läuft, nicht mal das Urteil muss einem pünktlich zugestellt werden (und in der Regel wird es das auch nicht, sonst könnte die Betroffenen Revesion einlegen). Die Gerichte brauchen nur mündlich zu behaupten, Ihnen das Urteil zugesand zu haben schon sind sie aus dem Schneider. Sie können darüber gerne den Kopf schütteln, ich hab es auch erst geglaubt als es in meiner Familie passierte.
  10. #99

    Zitat von RenegadeOtis Beitrag anzeigen
    Viele - insbesondere jüngere - Mitarbeiter sind Quereinsteiger aus der freien Wirtschaft.
    Die aufgrund ihre geringen Sozialen wie geistigen Qualifikation nichts besseres bekommen. Den Zusatz bitte nicht vergessen.

    Zitat von RenegadeOtis Beitrag anzeigen
    Zumindest in Frankfurt am Main wurde jemand erschossen, nachdem es zu massiven Tätlichkeiten kam.
    Hat es einen unschuldigen erwischt oder einen AA-Mitarbeiter?

    Zitat von RenegadeOtis Beitrag anzeigen
    Sie haben folgende Klischees vergessen: "Die Leute dort kriegen fette Renten und Pensionen",
    "Leute auf dem Amt arbeiten nichts", "Vorgänge werden bewusst unterschlagen und verschleppt" und natürlich das Wichtigste: "Die Sachbearbeiter geilen sich doch nur an ihrer immensen Macht auf".
    Und können Sie diese Klischees widerlegen? Leider gibt es 1000 Fälle die diese beweisen, aber kaum einen der das Gegenteil beweist. Zum Thema Arbeit: Laut Gesetz ist die AA verpflichtet sich darum zu kümmern das ich meine rechtmäßig zustehendes Geld erhalte, trotzdem muss ich die ganzen Formulare ausfüllen, ich muss meine vorherigen Arbeitgeber anschreiben (auf eigene Kosten) und wenn die sich Zeit lassen hab ich Pech gehabt. Alles was diese Mitarbeiterinnen tun müssen ist ganz am Ende paar zahlen abtippen und diese Arbeit könnten sie sich auch noch sparen denn diese liegen bereits digital vor. Denn logischerweise muss man um Arbeitslosengeld zu erhalten auch eingezahlt haben und damit weiß die AA ganz genau wieviel Arbeitslosengeld ihnen zusteht, die haben es ja zuvor von ihrem Ex-Arbeitgeber erhalten.








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