Sanierungsprogramm: Lufthansa streicht 3500 Stellen

dapdDie Lufthansa verschärft ihr Sparprogramm: Konzernchef Christoph Franz will weltweit 3500 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Die Fluggesellschaft hat durch teures Kerosin und hohe Kosten durch Emissionshandel und Luftverkehrssteuern das erste Quartal mit einem Verlust beendet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831080,00.html
  1. #1

    nie wieder

    wieder ein paar Gründe mehr, nicht mehr mit Lufthansa zu fliegen! Deren Vorstand behandelt nicht nur die Kunden schlecht, sondern auch die Mitarbeiter!
  2. #2

    Ach ja, das Kerosin

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Lufthansa verschärft ihr Sparprogramm: Konzernchef Christoph Franz will weltweit 3500 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Die Fluggesellschaft hat durch teures Kerosin und hohe Kosten durch Emissionshandel und Luftverkehrssteuern das erste Quartal mit einem Verlust beendet.

    Sparpaket: Lufthansa streicht 3500 Stellen - SPIEGEL ONLINE
    Seltsame Logik. Für den Verlust sind also Kerosinpreise, Emissionshandel und Steuern verantwortlich. Merkwürdigerweise treffen diese Faktoren alle Fluggesellschaften in Deutschland und Europa. Fahren die also jetzt alle einen Verlust ein?

    Warum sind es immer externe Faktoren, die für Verluste verantwortlich waren? Beim nächsten Quartalsgewinn dagegen wird es dann aber das tüchtige Management gewesen sein, nehme ich an...?

    Man kann den Investor Relations Leuten von Lufthansa nicht böse sein, dass sie das so formulieren. Man fragt sich nur, warum SpOn sich das so unkritisch in die Feder diktieren lässt.
  3. #3

    was soll Lufthansa denn machen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Lufthansa verschärft ihr Sparprogramm: Konzernchef Christoph Franz will weltweit 3500 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Die Fluggesellschaft hat durch teures Kerosin und hohe Kosten durch Emissionshandel und Luftverkehrssteuern das erste Quartal mit einem Verlust beendet.

    Sparpaket: Lufthansa streicht 3500 Stellen - SPIEGEL ONLINE
    Überall in der Welt sind die Spritpreise extrem hoch.
    Delta stellt sein Flugbezin schon selber her.

    Bloss die Öko bekloppten deutschen Politiker, legen noch eine Flugsteuer extra drauf.

    Somit gehen die Kosten durch die Decke.

    Holland hatte die Flugsteuer und hat sie schnell wieder abgeschafft.
    Aber da sind die deutschen Politiker zu dämlich !
  4. #4

    Blabla..

    Vor drei Wochen war es noch das erweiterte Nachtflugverbot, welches für die schlechten Zahlen verantwortlich sein würde - jetzt ist es wieder was anderes...
  5. #5

    Obst ist gesund

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Lufthansa verschärft ihr Sparprogramm: Konzernchef Christoph Franz will weltweit 3500 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Die Fluggesellschaft hat durch teures Kerosin und hohe Kosten durch Emissionshandel und Luftverkehrssteuern das erste Quartal mit einem Verlust beendet.

    Sparpaket: Lufthansa streicht 3500 Stellen - SPIEGEL ONLINE
    hohe kerosinkosten? fliegen die bei der AirFrance etwa mit billigem rotwein? das ticket von Düsseldorf nach Paris kostet bei der Lufthansa etwa 2-3 mal soviel wie bei der AF.
  6. #6

    Das LH-Problem sind nicht AF oder BA!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Lufthansa verschärft ihr Sparprogramm: Konzernchef Christoph Franz will weltweit 3500 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Die Fluggesellschaft hat durch teures Kerosin und hohe Kosten durch Emissionshandel und Luftverkehrssteuern das erste Quartal mit einem Verlust beendet.

    Sparpaket: Lufthansa streicht 3500 Stellen - SPIEGEL ONLINE
    Von den drei genannten Punkten, ist nur (in der Theorie) der Kerosinpreis in gleichem Maß für alle Airlines ergebniswirksam. Der Emmisionshandel wirkt sich in annähernd gleichem Umfang bei den europäischen Airlines (v.a. der British-Airways- und Air France-KLM-Gruppe) aus, aber die Luftverkehrsabgabe ist eine einseitige Belastung der deutschen Airlines (z.B. LH und AirBerlin), da diese immer Flugverbindungen haben, die entweder in D beginnen und/oder enden. Die anderen Airlines trifft es nur auf Strecken von oder nach D. Die Belastung von Lufthansa ist im Wettbewerb also in der Tat (objektiv) größer, als zum Beispiel die Belastung einer Golfstaaten-Airline wie Emirates. Letztere wird auch noch mit Spottpreisen für das Kerosin gepudert.

    Gäbe es einen wirklichen Wettbewerb, bei gleichen und fairen Bedingungen (wie mit BA oder Air France, bzw. den amerikanischen oder japanischen Airlines), dann müßte man sich um die Kranich-Airline keine Sorgen machen. Die Tatsache aber, dass LH als deutsche Airline anteilig (im internationalen Wettbewerb - und da wird der Gewinn erzielt!) besonders belastet wird und gleichzeitig die Goltstaaten ihre Airlines (Etihad, Emirates, Gulf Air etc. pp.) und Flughäfen (v.a. DXB) hochsubventionieren und damit den Markt verzerren, macht die Situation für den Kranich besonders bedrohlich.

    Wer das nicht sehen will, dem ist leider kaum zu helfen.
  7. #7

    Zitat von herbert Beitrag anzeigen
    Überall in der Welt sind die Spritpreise extrem hoch.
    Sie und ich kennen die Preise an der Tanke. Die LH zahlt unter 65 Cent je kg - davon können wir Normalbürger nur träumen. Und das, obwohl das Kerngeschäft der LH der Betrieb extrem umweltschädlicher Fluggeräte ist.

    Zitat von herbert Beitrag anzeigen
    Bloss die Öko bekloppten deutschen Politiker, legen noch eine Flugsteuer extra drauf.
    Diese "Flugsteuer" wäre obsolet wenn Fluggesellschaften vernünftig besteuerte Treibstoffe erwerben würden. Unter Anwendung eines (sehr niedrigen) RFI ( Radiative Forcing Index ) von 2,0 wären das ca. 3,50 EUR je kg Kerosin - und das Problem "Flugsteuer" aus der Welt.

    Aber solange Hans und Franz meinen Sie müssten im Urlaub per Flugzeug verreisen, Businesskasper für jeden Pups um den halben Erdball fliegen und jede nichtsnutzige tropische Pflanze zum Teutonenverzehr eingeflogen wird - ist die "Flugsteuer" das Minimalregulativ um kleinste Veränderungen zu bewirken.
  8. #8

    Nicht konkurrenzfähig

    Für mich sieht das so aus: in Europa kann man wegen der Billigkonkurrenz grundsätzlich kein Geld verdienen, das sehe ich noch ein. Auf der Langstrecke ist die Lufthanse aber zumindest in der Business-Klasse schon lange nicht mehr konkurrenzfähig. Wo andere Fluglinien seit Jahren lie-flat-Sitze haben baut LH selbst in den A 380 noch ihre alten Dinger ein, verlangt weiter Premium-Preise und wundert sich dass die Kunden z.B. zu Emirates abwandern. Anschließend sind die Spritpreise schuld und die Mitarbeiter werden entlassen. Super Management!
  9. #9

    So, besseres als Stellenstreichung fällt den Managern mal wieder nicht ein. Immer nach dem Motto: "Zuerst auf die Kleinen, damit ich meinen Kopf rette".
    Mal erst: was soll das?
    Man redet davon, 3500 Stellen in der Verwaltung zu streichen, aber gönnt sich den Luxus zweier Heimatflughäfen in 400km Entfernung, nämlich Frankfurt und München. Und jetzt kommt noch Berlin dazu!.
    Um solche Hubs zu betreiben, muss ich vom Techniker bis Einsatzplanung, vom Catering bis Flugpersonal an allen Stützpunkten alles vorrätig halten, was natürlich kostet.
    Hier kann man sparen: nur eine Basis in Frankfurt als größtem Flughafen - und nicht den Plitikern zu Willen sein (wie in München der CSU und in Berlin der CDU/FDP).
    Wenn schon sparen, dann konsequent nach Wirtschaftlichkeit!
    Passend dazu: LH erhält 747-400!. Was das kostete, wenn man ein Flugzeug hat, von dem kaum jemals mehr als 100 Maschinen weltweit im Dienst sein werden (keine ander Gesellschaft hat diese Maschine geordert..).
    Und die Maschine hat doch tatsächliche eine First-Class, obwohl LH die doch abschaffen will...
    Wo ist denn da die Planung?