Forum


 

Sanierungsprogramm: Lufthansa streicht 3500 Stellen

dapdDie Lufthansa verschärft ihr Sparprogramm: Konzernchef Christoph Franz will weltweit 3500 Stellen streichen, vor allem in der Verwaltung. Die Fluggesellschaft hat durch teures Kerosin und hohe Kosten durch Emissionshandel und Luftverkehrssteuern das erste Quartal mit einem Verlust beendet.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831080,00.html
  1. #30

    Gehälter im Flugbetrieb bei Lufthansa

    Liebe Lufthansa, aus dem Bericht hier entnehme ich, dass Sie an den Gehälter sowie der Altersversorgung Ihrer Mitarbeiter Einsparungen tätigen möchten. Ein Beispiel aktuell: ein neuer Flugbegleiter verdient bei Ihnen ca. 1150.- - 1200.- netto (Lohnsteuer 1). Dafür erwarten Sie, dass man zu Schicht- Sonn- und Feiertagsarbeit bereit ist und in andere Länder fliegt. Innerhalb der ersten drei Jahre ist auch keine Anhebung des Gehaltes geplant sondern erst nach vier oder fünf Jahren Betriebszugehörigkeit. Des Weiteren findet die fast neunwöchige Ausbildung, die jeder neue Flugbegleiter bei Ihnen machen muss nicht in einem Angestelltenverhältnis statt, sondern lediglich ein "Schulungsvertrag" wird herausgegeben, in dem Sie sich alle Rechte vorbehalten nach der Schulung den "Mitarbeiter" nicht zu übernehmen. Für diese neunwöchige Schulung erhält der "Mitarbeiter" ganze 380.- EUR Schulungsgeld. Nun haben Sie vor weitere Gehälter einzusparen. Viel Spaß dabei. Ich glaube es hat sich bereits in den letzten zwei Jahren bemerkbar gemacht, dass sich nur noch wenige qualifizierte Bewerber in Ihrem Haus beworben haben. Aus diesem Grund haben Sie ja bereits die Einstellungskriterien deutlich nach unten korrigiert. Diese Korrekturen werden Sie dann ebenfalls in Teilen Ihrer Verwaltung, sowie im Flugbetrieb wieder erneut vornehmen müssen. Lufthansa ist meiner Meinung nach schon jetzt kein guter Arbeitgeber mehr.
  2. #31

    .

    Zitat von Oliver Gnutz Beitrag anzeigen
    Diese "Flugsteuer" wäre obsolet wenn Fluggesellschaften vernünftig besteuerte Treibstoffe erwerben würden. Unter Anwendung eines (sehr niedrigen) RFI ( Radiative Forcing Index ) von 2,0 wären das ca. 3,50 EUR je kg Kerosin - und das Problem "Flugsteuer" aus der Welt.
    Es macht schlicht keinen Sinn, in einem internationalen Geschäft wie der Luftfahrt - und es gibt kaum ein Geschäft, das noch internationaler wäre - eine nationale Steuer zu erheben.
    Genau aus diesem Grund gibt es sie auch nicht.
    Würde eine solche Steuer global eingeführt werden, könnte man darüber reden; aber Sie wissen ja, wie einig man sich im internationalen Kontext der Staaten ist.
    National eingeführt bräche eine solche Steuer der Lufthansa und anderen Airlines in Deutschland innerhalb von Wochen das Genick. Zur Erinnerung: Die Lufthansa ernährt weltweit 120.000 Mitarbeiter - und das recht gut.
    Soll es unbedingt das Ziel sein, diese 120.000 besser heute als morgen auf die Straße zu setzen um ein wenig in ökologischen Träumereien zu schwelgen?!
    Verschwände damit der Flugverkehr?!
    Nein, danach würden sich Emirates, Qatar Airways und all die anderen im Ausland ansässigen Airlines die Hände reiben und in langen Schlagen an deutschen Flughäfen auf Fluggäste warten; der Verkehr wäre der gleiche wie zuvor; nur die Früchte, die ernten dann andere.
    Und vergessen Sie eines nicht: In den Emiraten tankt man, indem man mit dem Handbohrer ein Loch in den Boden bohrt...
    Tatsächlich wird oft unnötig geflogen; da gebe ich Ihnen vollkommen recht.
    Eine nationale Steuer auf Kerosin ist aber keine Lösung für das Problem.
    Auch diese Medaille hat, siehe da!, zwei Seiten. Es ist immer ganz gut, sich trotz aller Ideologie, mal beide möglichst vorurteilsfrei anzusehen.
    Der Emissionshandel und die Luftverkehrsabgabe setzen der Branche genug zu. Und seien Sie versichert: Die Airlines würden lieber heute als morgen "Luft und Liebe" tanken statt Kerosin - das wäre billiger und umweltschonender. Für jede Airline ist jedes "gesparte Kilo Sprit" ein "gutes Kilo Sprit" - gerade deshalb gibt man irrsinnige Summen in Flottenmodernisierungen aus: "3,3485325432% Spritersparnis?! Super! Das machen wir, egal wieviele Milliarden es kostet!"

    Zitat von Oliver Gnutz Beitrag anzeigen
    Aber solange Hans und Franz meinen Sie müssten im Urlaub per Flugzeug verreisen, Businesskasper für jeden Pups um den halben Erdball fliegen und jede nichtsnutzige tropische Pflanze zum Teutonenverzehr eingeflogen wird - ist die "Flugsteuer" das Minimalregulativ um kleinste Veränderungen zu bewirken.
    In einem Punkt gebe ich Ihnen auch hier recht:
    Der Sinn, entbehrliche Nahrungsmittel um den Planeten zu fliegen erschließt sich auch mir nicht ganz.
    Auch ich versuche mich, so gut es geht, Nachhaltig zu verhalten - mich stört aber Ihr Fanatismus, bisweilen auch "Ökofaschismus":
    Lassen Sie die Menschen in einigermaßen geordneten Bahnen Ihr Leben doch selbst entscheiden. Wir haben alle die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen, weder Sie noch ich, handeln aber insgesamt immernoch einigermaßen vernünftig.
  3. #32

    Arbeitslose sind garnichts,

    wenn man ein ökologisch gutes Gewissen hat.
  4. #33

    Zitat von Maynemeinung Beitrag anzeigen
    ...


    Wenn die Strecken, auf denen Sie reisen, sonst standardmäßig geflogen werden, bewegen wir uns ja im Bereich von 400 Kilometern und mehr. Dass Ihnen der Arbeitgeber eine Extrawurst brät, weil sie mit der Bahn fahren "dürfen" (kostet das mehr? dauert das länger?), sagt ja, vorsichtig ausgedrückt, dass die Wertschöpfung Ihrer Arbeitsleistungen nicht so groß sein kann.
    ...
    Wir "bewegen" uns hier im Bereich Norddeutschland <-> München/Augsburg/Nürnberg

    Was die "Extrawurst" betrifft haben mein AG und ich ein Agreement getroffen - ich darf ökologischer reisen - bekomme aber lediglich die Zeit der fliegenden Kollegen "angerechnet" - Mehrzeiten sind Privatsache. Das ist es mir aber wert - die paar Stunden aus meiner "Privatzeit" dafür, dass ich mir selber im Spiegel noch in die Augen schauen kann - völlig o.k. .

    Wie meine Dreckschweinkollegen mit ihren Taten klarkommen ist ihre Sache - mein Ding wäre das nicht.








TOP



TOP