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Sammelklage: "Arianna Huffington ist schlimmer als jeder Bankmanager"

Der Publizist Jonathan Tasini ist wütend: Für seine Artikel auf "Huffington Post"*hat er nie Geld bekommen, doch Arianna Huffington verdient Millionen am Verkauf der Plattform. Tasini klagt und schimpft -*Juristen halten seine Erfolgschancen für gering.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...756808,00.html
  1. #10

    titelplage

    ich finde die klage sehr interessant, da es hier um mehr geht als nur ein paar unbezahlte artikel.

    es geht um die grundsätzliche frage, ob für eine dienstleistung eine gegenleistung erbracht werden muss, auch wenn diese dienstleistung freiwillig oder eben nur scheinbar freiwillig erbracht wird.

    ich bin zwar kein jurist, aber ich habe mal gelesen, daß dies in deutschland z.b. nicht ohne weiteres möglich ist.
  2. #11

    Meine überaus witzigen und intelligenten Beiträge...:-))

    Zitat von Ein Glas Milch, bitte Beitrag anzeigen
    Ich gehe mal davon aus, dass die Klage abgewiesen wird.

    Meine überaus witzigen und intelligenten Beiträge im SPON-Forum oder sonstwo werden ja auch nicht finanziell belohnt
    Bei 8 Beiträgen ist da noch viel Luft nach oben.:-)

    Im SpOn achte ich schon auf die Meinung der ca. 100-200 wichtigsten Foristen, die Meinungsführer in ihren Bereichen.

    Die meisten anderen Foristen stellen Higgs-Bosonen dar, die durch Ihre Meinungsannäherung den 100 wichtigen erst ihre Masse verleihen.

    Ähnlich wie man das bei dem System der Follower kennt.

    Dabei ist jeder einzelne der 100 ohne Probleme ersetzbar, allerdings alle 100 auf einmal zu verlieren würde eine zeitlang ein gewisses Vakuum erzeugen, bis andere Foristen die Funktion übernommen hätten.

    Sieht man die Rolle der "Follower", so gilt ähnliches auch dort.

    Deshalb halte ich die Klage in den USA für grundlos, denn wenn morgen der Spon verkauft würde, würde natürlich das Gewicht des Spon auch zum Teil auf seinen vielen Foristen im Forum bestehen, der Generierung von Anzeigeneinnahmen und natürlich hauptsächlich auf der Qualität und Attraktion der redaktionellen Beiträge.

    Wenn man morgen die Foren für 3 Monate schließen und dann neu beginnen würde, wäre innerhalb von 4 Wochen wieder alles wie vorher. Das Konzept macht es aus, und das zählt nur beim Verkauf.
  3. #12

    ...

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Im SpOn achte ich schon auf die Meinung der ca. 100-200 wichtigsten Foristen, die Meinungsführer in ihren Bereichen.
    Anhand welcher Kriterien ermitteln Sie diese angeblichen "Meinungsführer" oder "wichtigen Foristen"? Der Kommentaranzahl? Daran kann man lediglich verbale Diarrhö oder soziale Vereinsamung erkennen.
  4. #13

    Bereicherungsanspruch

    Zitat von slava grof Beitrag anzeigen
    ...es geht um die grundsätzliche frage, ob für eine dienstleistung eine gegenleistung erbracht werden muss, auch wenn diese dienstleistung freiwillig oder eben nur scheinbar freiwillig erbracht wird.

    ... ich habe mal gelesen, daß dies in deutschland z.b. nicht ohne weiteres möglich ist.
    Sowohl in Deutschland (§§ 812 ff. BGB) als auch in den USA entstehen Bereicherungsansprüche unabhängig von Vertragsverhältnissen, wenn ich jemandem etwas gebe und er dann einen anderen Zweck damit verfolgt als gemeint oder vereinbart. Dann kann ich von ihm das Gegebene oder das Erlangte kondizieren.

    Wer ein ideelles Projekt aufbaut und sodann es zur Lockmaschine für die Werbewirtschaft macht und in einem dritten Schritt unter diesem Aspekt (NB: nicht unter dem Aspekt des ideellen Werts) zu Geld macht, erfüllt grundsätzlich diesen Tatbestand.

    Im Artikel von LISCHKA und BREITHUT wird ferner ausgeführt: "Denn ungerechtfertigt wäre die Bereichung nur, wenn der Vertrag zwischen Bloggern und Plattform zum Beispiel auf einer Täuschung beruhen würde. Worin soll die bestehen?"
    Dies ist jedoch unzutreffend. Zutreffend ist vielmehr, dass jede Zweckänderung (also auch die unverschuldete) oder jede Zweckverfehlung den Bereicherungsanspruch auslöst. Solche Ansprüche sind unabhängig von Vertragverletzungen oder unerlaubten Handlungen, sie stellen allein darauf ab, dass eine Vermögensmehrung nicht richtig zugeordnet ist und korrigieren sie.

    Interessant, dass mehrere Anwälte zitiert werden, die zu diesem Aspekt nicht durchdringen. Der eine bemüht ergebnislos das Urheberrecht und der andere urteilt über Erfolgsaussichten anhand seiner persönlichen Abneigung gegen Kondiktionsansprüche, was freilich kein Maßstab ist.

    Der fallentscheidende Punkt ist, ob die idealistische Abrede verändert wurde, indem in erkennbarer Weise das Projekt lange Geld durch Werbung einstrich und für zulässige Zwecke verwendete, kurz gesagt: eine Zweckkonformität eintrat. Damit ist freilich die Beklagte beweisbelastet. Und dazu schweigt leider der Artikel...
  5. #14

    Qualität und Originalität der Beiträge

    Zitat von Phallus_Dei Beitrag anzeigen
    Anhand welcher Kriterien ermitteln Sie diese angeblichen "Meinungsführer" oder "wichtigen Foristen"? Der Kommentaranzahl? Daran kann man lediglich verbale Diarrhö oder soziale Vereinsamung erkennen.
    Meine Einschätzung hat nichts mit Ihren Psycho-Somatischen Erkenntnisen zu tun.

    Auch ohne diese "grafische" Abqualifizierung hätte ich Ihnen geantwortet.

    Mit Meinungsführern meine ich die Foristen, die durch klare Festlegung unter Zuhilfenahme eigener Analysen ihre Meinung und Standpunkte verteidigen.

    Die Beiträge verraten ein hohes Maß an Beschäftigung mit der Thematik und ein gesundes Augenmaß bei der Beurteilung.

    Während der ca. 10 Jahre, die ich in den verschiedensten Versionen des Spon mitdiskutiere, sind mir eben diese Foristen aufgefallen.

    Anders als bei Multiplikatoren in der realen Welt, wo auch der Status eine Rolle spielt, ist in Nick Name-Meinungsforen wie dem Spon nur die Qualität und Originalität der Beiträge relevant.








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