DPABei den Olympischen Spielen 2008 in Peking sorgte Samia Yusuf Omar als einzige Sportlerin Somalias für Furore. Wie erst jetzt bekannt wurde, starb die junge Sprinterin vor kurzem an Bord eines Flüchtlingsschiffs. Angeblich war sie auf dem Weg zu den Wettkämpfen in London.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,851046,00.html
...ist das. und beschämend ebenso, da man, wenn die opfer nicht so prominent sind, nicht mehr hinschaut. zu tränen rührt es einen zudem, wenn ausgerechnet der bürgermeister einer stadt, die viele dieser flüchlinge zunächst aufnimmt, sich bestürzt zeigt.
es sollte daraus ein aufruf zu mehr solidarität entstehen, am besten, wir fangen gleich bei und zu hause an
Ländern, die Öl exporte bedrohen und deren Stabilität die Westliche Lebensart beeinflusst, werden Militärische hilfe angeboten. Da wird überlegt flugsverbotszonen einzurichten, da wird auch schon mal ne Invasion gestartet um Despoten und Machthaber von nichtexistenten ABC Waffen zu befreien. Aber für ein Land das seit 1991, seit mehr als 20 Jahren, in einem Blutigen Bürgerkrieg steckt wird nichts getan. Dafür hat niemand geld. Wen interessiert es denn schon das da seit Jahrzehnten Menschen leiden. Das ist nichtmal mehr eine Zeitungsreportage wert. Krieg in Somalia ist keine Neuigkeit, das ist das Leben seit einer Generation in diesem Land.
Die Ironie an diesem Tod und an dem Artikel ist, das von einer Flucht dieser Athletin die Rede war, dabei schien sie nicht fliehen zu wollen, sondern lediglich ihr Land zu vertreten.
Diesem Land geht es so schlecht das Olympioniken aus ihrem Land flüchten müssen um es bei Olympia zu vertreten. Wo ist hier die Internationale Gemeinschaft? Wo sind hier die Rufe nach Menschenwürde? Wenn Somalia irgendwelche nennenswerten Rohstoffe hätte, würde ich wetten das bereits jemand sich um das Ende des 20 Jährigen Massakers an der Bevölkerung eingesetzt hätte.
IHR mitgefühl ist hier wirklich überzeugend dargestellt. Ganz toll.
Schrecklich, was dieser jungen Frau passiert ist. Der Ursprung solcher Dramen liegt in diktatorischen und von Religionskriegen zerfressenen Gesellschaften, die durch diese politischen Bedingungen keine Chance haben, ihren Menschen einigermaßen vernünftige Lebensgrundlagen zu bieten. Was das anbetrifft, ist Libyen gerade auf einem guten Weg.
Solidarität ist keine Lösung. Vielmehr müssen die Heimatländer dieser Menschen den Schritt in die Zivilisation wagen. Es kann sich nur noch um Jahrhunderte handeln, bis Somalia so weit ist, Menschenrechte zu respektieren...also einfach etwas Geduld beweisen. Aufzwingen lassen sich humanistische Werte ohnehin nicht.