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Salzburger Festspiele: Der kleine Prinz, das verschlampte Genie

dapdAndrea Breths Inszenierung von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" sollte bei den Salzburger Festspielen den Start in eine neue Ära der Rückbesinnung auf althergebrachte Theatermittel markieren. Es wurde ein Ausflug in eine ferne kriegerische Welt - zu Figuren, die den Zuschauer meist kaltlassen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...847065,00.html
  1. #1

    Die Liebe fehlt?

    Aber nein, sie ist doch da. Alles dreht sich um den Prinzen, diesen Teufelskerl, der so wunderbar ist, und er weiß das natürlich auch selbst. Vielleicht badet er sich ein bißchen in seinen Gefühlen, weil er auch weiß, dass die Leute das von einem Actionhelden wie ihm so erwarten und ihn so noch sympathischer finden können.

    Die zugehörige Frau kann eigentlich nicht mehr sein als Projektionsfläche.
    Möglicherweise ist die Schauspielerin Pauline Knof also gar nicht so übel in ihrer Rolle des "Mädchens".

    Aber man müsste das Stück natürlich selbst sehen ...
  2. #2

    gibts nichts Zeitgenössisches?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Andrea Breths Inszenierung von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" sollte bei den Salzburger Festspielen den Start in eine neue Ära der Rückbesinnung auf althergebrachte Theatermittel markieren. Es wurde ein Ausflug in eine ferne kriegerische Welt - zu Figuren, die den Zuschauer meist kaltlassen.

    Salzburger Festspiele: Kritik zu Kleists Prinz Friedrich von Homburg - SPIEGEL ONLINE
    Wer will sich eigentlich heute mit einem modernisierten Kleiststück auseinandersetzen?
    Kann man statt solcher alter Kamellen, die so wie sie Kleist geschrieben und gemeint hat, niemanden mehr interessieren, nicht lieber ein modernes zeitgenössisches Stück aufführen ?
    Eines das provoziert oder aufwühlt oder berührt?
    Gutes modernes Theater eben!
  3. #3

    Sie sind zu nett....

    Zitat von lorn order Beitrag anzeigen
    Wer will sich eigentlich heute mit einem modernisierten Kleiststück auseinandersetzen?
    Kann man statt solcher alter Kamellen, die so wie sie Kleist geschrieben und gemeint hat, niemanden mehr interessieren, nicht lieber ein modernes zeitgenössisches Stück aufführen ?
    Eines das provoziert oder aufwühlt oder berührt?
    Gutes modernes Theater eben!
    Man kann das was sie sagen wollen auch weniger nett ausdrücken.
    Kleist Stück ist eine ans Perverse grenzende Verherrlichung von Militarismus und sklavischer Unterwürfigkeit unter ungeheuerliche Militärregelungen.

    Ich werde mein Leben lang niemals vergessen wie ich das mir bis dahin unbekannte Stück in meiner Jugend in den Münchner Kammerspielen mal ansehen musste. Heute empfinde ich es mur noch als entlarvend, was in Deutschland "Kultur"gut sein darf.....


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