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Salafisten: Druckerei stoppt Auftrag für Gratis-Korane

Eine Ulmer Druckerei lässt einen Druckauftrag für weitere Korane für die Salafisten stoppen. Der Geschäftsführer habe den Auftrag eigenmächtig angenommen - und verliert deshalb nun seinen Job. Rund 50.000 halb fertige Exemplare werden eingestampft.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...838703,00.html
  1. #10

    Mittelalter? Hier?

    Zitat von achim-bonn Beitrag anzeigen
    [...] sondern ist es so, daß die Leute, die ihn gratis verteilen wollten eher eine Feindschaft zu unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung hegen und sie durch die Sharia ersetzen wollen. [...]
    Und eben DAS sind genau die Leute, die gesinnungsmäßig und gesellschaftspolitisch noch im Mittelalter leben. Nicht unsere freiheitliche demokratische Gesellschaft!
  2. #11

    Der Druck war vom Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen als "unbedenklich" eingeordnet worden, wie die Druckerei betonte.
    ...

    Unklar bleibt, wieso eine Druckerei den Verfassungsschutz fragt, bevor sie den Koran druckt. Machen die das auch, wenn ein Auftrag auf dem Tisch liegt, die Bibel zu drucken?

    Man kann ja nun an allem möglichen Anstoß nehmen, was "die Salafisten" so treiben - aber die Verteilung von Koran-Exemplaren in Fußgängerzonen ist so weit im grünen Bereich der vom Grundgesetz garantierten Religions- und Meinungsfreiheit wie irgendwas nur im grünen Bereich sein kann...

    Keine christliche Kirche ist gehindert, sich mit einer Kiste Bibeln daneben zu stellen, und kein Bürger ist gehindert, Koran wie Bibel entgegenzunehmen, zu lesen (oder auch nicht) und anschließend den Kram einer geordneten Entsorgung im nächsten Mülleimer oder Altpapiercontainer zuzuführen.
  3. #12

    Verein verbieten - ja. Koranverteilung verbieten? Nein!

    Ich finde das hier das falsche Signal. Wenn es sich um eine "normale" Übersetzung des Koran handelt, warum ist es dann verwerflich, ihn zu verteilen? Ich habe auch einen Koran im Regal stehen - neben der Bibel, dem Book of Mormon und Büchern über den Buddhismus. Wenn man mitreden möchte, muss man sich schließlich informieren.

    Ein Koran an sich ist ja nichts Verwerfliches oder Verfassungsfeindliches. Anders steht es mit denjenigen, die in diesem speziellen Fall die Verteilung übernehmen. Dass einige dieser Radikalen-Vereine jetzt verboten werden, ist eine gute Sache und ein überfälliges Signal.

    Aber wie würden wir - selbst säkulare Deutsche - auf eine Meldung reagieren, dass in der Türkei ein Geschäftsführer gefeuert wird, weil er Bibeln druckt? Und wenn die Lieferung Bibeln eingestampft würde? Wir würden zurecht empört sein ob dieser eklatanten Verletzung der Religionsfreiheit.

    Solange da keine hetzerischen Versionen des Koran gedruckt werden, sollen sie ruhig weiter drucken und verschenken. Dadurch wird ja sogar Geld der Radikalen vernichtet. :)
  4. #13

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    ...

    Unklar bleibt, wieso eine Druckerei den Verfassungsschutz fragt, bevor sie den Koran druckt. Machen die das auch, wenn ein Auftrag auf dem Tisch liegt, die Bibel zu drucken?

    Man kann ja nun an allem möglichen Anstoß nehmen, was "die Salafisten" so treiben - aber die Verteilung von Koran-Exemplaren in Fußgängerzonen ist so weit im grünen Bereich der vom Grundgesetz garantierten Religions- und Meinungsfreiheit wie irgendwas nur im grünen Bereich sein kann...

    Keine christliche Kirche ist gehindert, sich mit einer Kiste Bibeln daneben zu stellen, und kein Bürger ist gehindert, Koran wie Bibel entgegenzunehmen, zu lesen (oder auch nicht) und anschließend den Kram einer geordneten Entsorgung im nächsten Mülleimer oder Altpapiercontainer zuzuführen.
    Jeder "Bibeldrucker" ist in der Lage, das Manuskript auf die Schnelle mit existenten Ausgaben digital zu vergleichen und kann sich ggf. auf andere Ausgaben berufen, wenn beanstandet wird, dass da etwas gewaltverherrlichendes o.ä. drin steht.
    Bei einer (neuen) Koranübersetzung oder Interpretation ist das nicht möglich.
    Also ist dort die persönliche Absicherung schon angesagt, insbesondere wenn der Auftrag und/oder das Manuskript von einer Organisation kommt, die zumindest im Verdacht steht, verfassungsfeindliche Ziele zu verfolgen.
  5. #14

    Zitat von LaBiba Beitrag anzeigen
    Aber wie würden wir - selbst säkulare Deutsche - auf eine Meldung reagieren, dass in der Türkei ein Geschäftsführer gefeuert wird, weil er Bibeln druckt? Und wenn die Lieferung Bibeln eingestampft würde? Wir würden zurecht empört sein ob dieser eklatanten Verletzung der Religionsfreiheit.
    Ich hätte vollstes Verständnis!
    Wie für jeden Unternehmer, der seinen GF feuert, wenn dieser entgegen ausdrücklichen (legalen) Anweisungen handelt.

    Und noch eher, wenn ich dahinter eine Vorteilsnahme vermuten würde..
  6. #15

    Naja..

    Zitat von capricorn Beitrag anzeigen
    Ich weiß ja nicht was das für Ausgaben und Übersetzungen des Koran sind. Für ungefähr 10 Prozent unserer Mitbürger ist dies eine Heilige Schrift.
    Wie man beklatschen kann dass eine Schrift, die für 10 Prozent unserer Mitbürger heilig ist, eingestampft wird
    ist für mich nicht nachvollziehbar. Hat nicht schon Goethe sich mit Mohamed dem Propheten und somit auch mit dem Koran beschäftigt? Als es envogue war die Franzosen zu hassen da hat Goethe gesagt: ich konnte die Franzosen nicht hassen, denn sie waren der Quell meiner Kultur...Nachzulesen bei Eckermann. Goethe hätte sich nicht gescheut aus dem Quell des Koran zu trinken, genausowenig wie der Atheist Berthold Brecht sich scheute aus dem Quell der Bibel zu trinken.
    Aber heute wird in Deutschland beklatscht dass der Koran eingestampft wird. Sind wir schon wieder im Mittelalter angekommen? In einem Buch von Umberto Eco über das Mittelalter findet sich eine ähnliche Feindschaft gegenüber dem Koran.
    Was ist das denn für ein Stammtischgeschwafel. Was maßen Sie sich an, darüber zu spekulieren, was Goethe getan hätte? Goethe hat erst nach der brutalen Belagerung Wiens gelebt, es ist also eher davon auszugehen, dass er sich GANZ BEWUSST nicht von dieser Schrift inspierieren liess. Ausserdem glaubte Goethe an die Liebe- was hätte er da mit dem Koran gewollt? Abgesehen davon: Der Koran entstammt der Feder eines unter Drogen gesetzten Schreibers, der dazu verpflichtet wurde, die Raub und Plünderungszüge seines Herrn zu heroisieren. Da die Leute damals besonders leichtgläubig waren, war der Schlüssel zum Erfolg der Glaube, so entstand der Koran. Im übrigen ist die Existenz von Mohammed mehr wie zweifelhaft, alles deutet darauf hin, dass "er" nur erfunden ist. Und was soll das eigentlich für ein Gott sein, der Mord und Totschlag von seinen Anhängern fordert? Dann doch lieber eine Mischung aus Buddhismus und Christentum, Nächstenliebe und Rücksichtnahme scheinen mir heute zeitgemäßer zu sein wie eine Blut für Boden- Mentalität. Und woher haben Sie eigentlich das Märchen, dass irgendwer etwas beklatscht? Wer hat das gesagt? Ich habe nicht ein einziges Posting in dieser Richtung gelesen.
  7. #16

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Kein Schwein liegt dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche, außer unsere "Eliten".

    ~80 Familien besitzen in diesem Land 25% mehr Geld, als über 41 Millionen Deutsche zusammen besitzen. Das sind die Leute, die auf unsere Kosten leben. Nicht der Jemen oder sonstwer.
    Es gibt viele Wahrheiten dazu, wohin die Steuergelder fließen. Der Umstand dass die oberen 10.000 wie in der Monarchie gehätschelt und verwöhnt werden, heisst nicht zwingendermaßen, dass die andere Aussage deswegen unbedingt falsch sein muss.
  8. #17

    Zitat von TomRohwer Beitrag anzeigen
    ...

    Unklar bleibt, wieso eine Druckerei den Verfassungsschutz fragt, bevor sie den Koran druckt. Machen die das auch, wenn ein Auftrag auf dem Tisch liegt, die Bibel zu drucken?

    .
    Als nächstes werden sie vermutlich fragen, warum Szenen aus RamboIII vom Jugendschutz zensiert wurden- die Schwarzwaldklinik aber nicht. Informieren Sie sich über den Koran, dann werden sie sich wohl eher überlegen, warum dieses Blatt nicht generell verboten wird (wie es sonst mit solchen Hetzschriften passiert).
  9. #18

    Zitat von LaBiba Beitrag anzeigen
    Aber wie würden wir - selbst säkulare Deutsche - auf eine Meldung reagieren, dass in der Türkei ein Geschäftsführer gefeuert wird, weil er Bibeln druckt? Und wenn die Lieferung Bibeln eingestampft würde? Wir würden zurecht empört sein ob dieser eklatanten Verletzung der Religionsfreiheit.
    )
    Erstens kann man das nicht vergleichen. Und zweitens wurden vor nicht langer Zeit in der Türkei Menschen gefoltert und ermordet, die für einen christlichen Verein gearbeitet haben, weil sie damit "Allah" beleidigt hätten. Soviel dazu, wie anderswo mit Andersgläubigen umgegangen wird.
  10. #19

    Einstampfen ist auch keine Lösung

    Schade um das schöne Papier, das nun sinnlos eingestampft werden soll.

    Hätte man da nicht noch diese hervorragenden dänischen Mohammed-Karikaturen drauf drucken und in deutschen Fußgängerzonen, ebenfalls umsonst, von den Dächern werfen können?

    So hätte die malvolente Druckerei wenigstens noch ein reuevolles Sühnezeichen setzen können, und das Volk hätte wenigstens etwas zum Lachen gehabt (Brot und Spiele).


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