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Sahin-Transfer zu Real Madrid: Abschied eines Alleskönners
Nuri Sahin verlässt den Deutschen Meister Borussia Dortmund und wechselt zu Real Madrid. Das BVB-Urgestein ist sportlich*kaum zu ersetzen. Dabei*galt seine Karriere einst schon als gescheitert.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...761275,00.html
- #20 09.05.2011 21:04 von
Dem stimme ich, was die Vergangenheit betrifft, zu. Unter Mourinho sind aber viele junge Spieler gekommen, auch viele, die noch keinen große Namen haben aber das Potential haben, sich einen zu machen. Wenn man sich diese Wahnsinns-Transfers von vor ein paar Jahren anguckt (allein Ronaldo + Kaká über 150 Mio!) und mit denen des letzten und des kommenden Jahres vergleicht sieht man, dass in Madrid scheinbar das Umdenken eingesetzt hat. Ich gehe nicht davon aus, das Real noch viel am Kader für die nächste Saison ändern wird. Es scheint, als habe man aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und setzt nun auf Jugend & Kontinuität statt auf absurde Wahnsinnstransfers. Denn nur mit Kontinuität wird man Barca paroli bieten können, nicht mit einem Haufen selbstgerechter, uneingespielter Stars.
- #21 09.05.2011 21:30 von
...
Wenn Mourinho sagt er soll defensives Mittelfeld spielen dann wird er das machen müssen. Von daher sind fast alle Mittelfeldspieler seine Konkurrenten.
Selbst Pepe wurde aus der Innenverteidigung ins denfensive Mittelfeld beordert.
Khedira spielt in der deutschen nationalmannschaft eher den offensiven Sechser. - #22 09.05.2011 21:30 von
.
Ich persönlich mag Real überhaupt nicht. Aber das ist kein Argument, jeder darf dorthin wechseln wohin er will. Schade finde ich hingegen dieses "verramschen" der deutschen Spieler. Ok bei Sahin gab es eine Klausel... und bei Özil oder Khedira? Gerade Özil fand ich VIEL zu "billig". Ich weiß nicht ob die BL nicht mithalten kann weil sie eben keine mafiösen Summen zahlt... Ist schon schade wenn 3 wirklich große "deutsche" Talente nichtmal ansatzweise so viel kosten wie ein einzelner Spieler aus England oder Spanien.
Naja Nuri, auch aus München alles gute in Madrid. - #23 09.05.2011 21:58 von
...
Dies scheint eine tendentielle Entwicklung einzuleiten. Wobei Mourinho im Zuge der Özil-Verpflichtung auch gesagt hat, dass der Transfer gewissermaßen überwiegend getätigt wurde, da Özil im Grunde zu einem geringen Preis zu haben war.
Ich denke nicht, dass Özil bei Madrid gelandet wäre, wenn eine doppelt so hohe Ablöse gefordert wäre. Özil hat anfangs auch von dem Kaka Ausfall profiert.
Weiterhin spielt Mourinho und auch die real nahen Zeitungen mit einigen weiteren Namen. Also spielt das Personalkarusel weiterhin eine Rolle. Nimmt man mal an die Gerüchte um Lampard haben auch nur einen Funken Wahrheitsgehalt und es kommt tatsächlich zu einem Wechsel, sieht die Besetzung im Mittelfeld sehr stark aus.
Sahin wird es sicherlich nicht so einfach haben. Entscheidend wird sein wie er sich anfangs schlägt und gerade in Madrid ist man ja gewohnt dass die Sympathie der Printmedien eine gewichtige Rolle spielt.
Wenn Sahin also ohnehin in absehbarer Zeit mit einem Wechsel spekuliert hat, hätte er durchaus die folgende Saison nutzen können um sich noch mehr zu profilieren.
Ungeachtet dessen kann man natürlich die Entscheidung als etwas befremdlich ansehen. Das Gerede hinsichtliche Treue, Dankbarkeit, usw usw ist jedenfalls zumindest für mich unglaubwürdig. Ich denke Fans des BVB, mit einer gößeren Verbundenheit zur Mannschaft dürften dies ähnlich sehen. - #24 09.05.2011 22:06 von
Sahin nennt die Türkei sein Heimatland
Sahin bezeichnet - gesehen in ,HEUTE' um 19 Uhr - die Türkei als sein Heimatland.
Wenn wir bisher gelernt und erfahren haben, dass in der Türkei geborene und hier seit vielen Jahren lebende Mitbürger, nie Deutschland als ihr Heimatland bezeichnen, so mag das noch halbwegs verständlich sein.
Völlig unverständlich ist, dass ,jemand, der es geschafft hat', hier (in Lüdenscheid ) geboren ist, die Türkei als sein Heimatland bezeichnet. Deutschland wird (ohne Heimat) an 2. Stelle erwähnt.
Dieses Verhalten unterscheidet Türken von Migranten aus Osteuropa. Letztere haben den unbedingten Willen sich zu integrieren und haben dadurch auch - meine Erfahrung - wenig Probleme und Schwierigkeiten. In Deutschland Geborene der 2. Generation sind deutsch ohne jedwedes Unterscheidungsmerkmal. Sarrazin hat das völlig richtig erkannt und beschreibt diese Tatsache.
Türken - und bitte liebe Gutmenschen und Sarrazin-Hasser-
da gibt es nichts abzustreiten, tun wenig bis gar nichts, um in der X-ten Generation noch immer nicht in Deutschland angekommen zu sein.
Der Junge hat dem Deutschen Fussball und dem BVB viel zu verdanken. In Madrid - auf der Reservebank sitzend - wird er ausreichend Zeit haben darüber nachzudenken.
Dass er jemals Spanien als sein ,Heimatland' bezeichnen wird, halte ich für unwahrscheinlich.
Herr Sahin hat mit dieser Aussage einmal mehr bestätigt, dass er als ,Vorzeigetürke' der Integration von türkisch-stämmigen Jugendlichen einen Bärendienst erwiesen hat.
Ob er das wohl gemerkt hat? - #25 10.05.2011 06:28 von
hier könnte ein sinnvoller Titel stehen
Grade das Wissen der Zeitungen ist so ne Sache. Wenn in Deutschland z. B. der FC Bayern sagt wir kaufen x Spieler für bestimmte Positionen, wird der Verein direkt mal mit allem in Verbindung gebracht was auch nur irgendwie verfügbar ist. Real wäre vermutlich besser bedient die Mannschaft nur punktuell zu verstärken wie es Barcelona in den letzten Jahren auch gemacht hat.
- #26 10.05.2011 07:38 von
Maurinho bibbert
Sahin ist der Kopf und die Lokomotive des Dortmunder Mittelfelds. Maurinho fürchtet nur im Champions-League-Finale 2012 auf den BVB zu treffen und will den gefährlichsten Mann für die Bank wegkaufen. Aber Klopp, lieber Maurinho, denkt in individualisierten Kollektiven. Der hat mehr als einen Masterplan. Klopp wird Dich am Spielfeldrand in die Ohnmacht gestikulieren und Real Madrid schlagen.
- #27 10.05.2011 08:21 von
Wo
ist das Problem?
Seine Leistung während dieser Saison in Ehren, aber ich finde dass Herr Sahin absolut überbewertet wird. Ein bekannter Wurstfabrikant aus dem Süden der Republik hat einmal diesen Satz mit "Zucker in den Hintern blasen" vom Stapel gelassen, das triffts denke ich auch hier. Nach einer Saison gleich als Ausnahmekönner und Riesentalent bezeichnet zu werden, das hatten wir alles schonmal. Auch Nuri Sahin wird (wie bereits in der Vergangenheit) in der Versenkung verschwinden, der sportliche Verlust für Dortmund entgegen aller Schwarzmalerei zu verschmerzen sein.
In Madrid wird er (wie Özil jetzt) bestenfalls eine Saison regelmäßig spielen dürfen, danach heißt es dann Ausleihe oder Bank. Ein Frank Lampard spielt doch auf einem anderen Level... selbst wenn Sahin noch Potential hat. - #28 10.05.2011 08:27 von
Dfb
So sehe ich das auch. Ich kann beim besten Willen nicht verstehen, wie man als in Deutschland geborener UND aufgewachsener Türke die Türkei wie Selbstverständlich als Heimat oder Vaterland bezeichnet. Dass ein K-P Boateng für Ghana spielt, war noch halbwegs nachvollziehbar. Aber insbesondere die Altintop-Brüder hatten Özil ja dafür kritisiert, dass er nicht für die Türkei spielt. Es ist mir vollkommen unerklärlich, wie man deutsche Jugendauswahlen durchlaufen kann, von deutschen Vereinen ausgebildet wird, und plötzlich zu der Erkenntnis kommt, man müsse für die Türkei spielen. Aber zum Glück fehlt den Altintop-Brüder sowieso die spielerische Klasse. Um die ist es also auch nicht allzu schade.
Zu Sahins Verteidigung muss man allerdings anführen, dass er auch die Jugendauswahlen der Türkei durchlaufen hat, insofern kam seine Entscheidung weniger überraschend als bei anderen Spielern. Er hat sich halt für die Verliererseite entschieden... :) - #29 10.05.2011 08:36 von
Verlogen!
Ich finde Herrn Sahins Verhalten grundsätzlich verlogen. Zum einen lebt er nun seit seiner Geburt in Deutschland, bezeichnet die Türkei aber als sein Heimatland, soviel zur erfolgreichen Integration.
Außerdem bin ich der Meinung, dass der BVB sicherlich nicht Herrn Sahin den Meistertitel zu verdanken hat, sondern eher umgekehrt. Der BVB hat eine tolle junge Mannschaft und in dieser Saison einen hervorragenden Fußball gespielt, was aber nicht der Verdienst eines Spielers sondern der gesammten Mannschaft war. Für mich wäre jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo Herr Sahin dem BVB etwas zurückgeben hätte können, z.B. in der Championsleague. Wenn er an sich glaubt, dann weiß er auch, dass er mit dieser internationalen Erfahrung noch einen höheren Marktwert erreicht hätte und mit gerade 22 Jahren wären schon noch 1-2 Jahre beim BVB möglich gewesen.
Gerade menschlich bin ich von ihm sehr enttäuscht, aber das ist ja im Vereinsfußball schon lange irrelevant. Ich wünsche ihm dennoch alles Gute in Madrid, egal ob auf dem Platz, der Bank oder der Tribüne.
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