Sagenhaftes Ungeheuer: Wo der schreckliche Minotaurus wirklich hauste

In griechischen Sagen war er ein brutales Mischwesen aus Mensch und Stier: der Minotaurus, gefangen in einem Labyrinth auf Kreta. Ein britischer Geograph will den Irrgarten jetzt gefunden haben - und warnt vor sehr realen Gefahren, die dort noch immer lauern.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...658413,00.html
  1. #1

    Wieder entdeckt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In griechischen Sagen war er ein brutales Mischwesen aus Mensch und Stier: der Minotaurus, gefangen in einem Labyrinth auf Kreta. Ein britischer Geograph will den Irrgarten jetzt gefunden haben - und warnt vor sehr realen Gefahren, die dort noch immer lauern.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...658413,00.html
    Ein Geograph hat gefunden, was auf einer Karte verzeichnet war? Ui, das nenne ich mal eine großartige Fähigkeit. Wir scheinen uns langsam auf das Zeitalter der Wiederentdeckungen zuzubewegen, nachdem wir jahrzehntelang Wissen vernichtet haben. Gut, dass einer die Karte aufgehoben hat in England. In Deutschland wäre ihm das nicht passiert. Wir vernichten derzeit Kilometerweise alte Buch- und Kartenbestände, jammern aber, wenn unsere Bibliotheken und Archive abbrennen, oder in U-Bahnschächten verschwinden - über die Menschen natürlich, nicht über die Bücher.
  2. #2

    Interessant

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In griechischen Sagen war er ein brutales Mischwesen aus Mensch und Stier: der Minotaurus, gefangen in einem Labyrinth auf Kreta. Ein britischer Geograph will den Irrgarten jetzt gefunden haben - und warnt vor sehr realen Gefahren, die dort noch immer lauern.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...658413,00.html
    Den "Irrgarten"? Dabei ist sich die Wissenschaft schon seit langem einig, unter Labyrinthen nur solche Figuren zu verstehen, die nur einen Weg besitzen, aber keine Irrgänge. Auf jeden Fall ist die Theorie interessant, dass es sich ums historische Labyrinth handelt. Zunächst sollte die Bundeswehr mal was sinnvolles machen und die Munition von dort wegschaffen bevor diese wertvolle Stätte vernichtet wird. Deutsche Waffen haben in der Welt schon genug Kultur vernichtet.
  3. #3

    Von wegen "Widerentdeckung"...

    Zitat von Klo Beitrag anzeigen
    Ein Geograph hat gefunden, was auf einer Karte verzeichnet war? Ui, das nenne ich mal eine großartige Fähigkeit. Wir scheinen uns langsam auf das Zeitalter der Wiederentdeckungen zuzubewegen, nachdem wir jahrzehntelang Wissen vernichtet haben. Gut, dass einer die Karte aufgehoben.....
    Das ganze Höhlensystem war soweiso bestens bekannt. Der Österreicher Franz Wilhelm Sieber hat es 1821 Jahrhuderts genauso vermessen un kartographiert wie der Venezianer Cristoforo Buondelmonti 1415. Und die Wehrmacht hatte dort angeblich das größte Waffenlager im östlichen Mittelmeerraum eingerichtet und dazu eigens einen zweiten Eingang geschaffen. Man kann also nicht einmal ernsthaft von "Wieder"entdeckung reden.
  4. #4

    Irren ist kretisch

    Zitat von wahlossi_80 Beitrag anzeigen
    Den "Irrgarten"? Dabei ist sich die Wissenschaft schon seit langem einig, unter Labyrinthen nur solche Figuren zu verstehen, die nur einen Weg besitzen, aber keine Irrgänge.
    In denen man sich doch nicht verirren kann - wozu dann also der Faden?
  5. #5

    Mein Name ist Hor.

    Zitat von peterbruells Beitrag anzeigen
    In denen man sich doch nicht verirren kann - wozu dann also der Faden?
    Der Faden bringt nichts, denn einmal ein Labyrinth betreten, vergisst der Tapfere die Welt draußen - für immer. Er wird eines mit dem Labyrinth. (Wer wie ich JL Borges nicht besonders mag, wird auf jeden Fall bei Michael Ende fündig.)
  6. #6

    Warum war der Minotaurus kein Vegetarier?

    Ich habe mich immer gewundert, warum der Minotaurus ausgerechnet Menschenfleisch verspeist haben soll.
    Denn wenn er halb Mensch halb Rindvieh war, müsste er doch eigentlich eher Vegetarier gewesen sein.
  7. #7

    Labyrinth

    Zitat von wahlossi_80 Beitrag anzeigen
    Den "Irrgarten"? Dabei ist sich die Wissenschaft schon seit langem einig, unter Labyrinthen nur solche Figuren zu verstehen, die nur einen Weg besitzen, aber keine Irrgänge. Auf jeden Fall ist die Theorie interessant, dass es sich ums historische Labyrinth handelt. Zunächst sollte die Bundeswehr mal was sinnvolles machen und die Munition von dort wegschaffen bevor diese wertvolle Stätte vernichtet wird. Deutsche Waffen haben in der Welt schon genug Kultur vernichtet.
    Das stimmt so nicht. Hier ein Auszug aus Wikipedia:

    Die Formen von Labyrinthen sind vielfältig. Die Art der Linienführung (des Wegemusters) erlaubt eine Typisierung. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten unterschieden:
    Labyrinth im engeren Sinn:
    Ein System mit Wegeverzweigungen, das auch Kreuzungen oder Sackgassen umfasst. Im deutschen Sprachbereich wird eine derartige Struktur auch als Irrgarten bezeichnet. Hier ist ein Verirren möglich und meist Sinn der Anlage.
    Labyrinth im weiteren Sinn:
    Ein verschlungener Weg ohne Verzweigungen, der unter regelmäßigem Richtungswechsel zum Mittelpunkt führt. Solche Schlingenmuster sind keine Labyrinthe. Es ist es nicht möglich, sich zu verirren.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Labyrinth
  8. #8

    Das Labyrinth bei Gortyn

    Schön spekuliert und aufgeschrieben. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Höhle nie vergessen war und die kretischen "Dynamitfischer" sich der Dynamitschnürre bedienen. Bilder und Videos aus dem Labyrinth des Minotaurus:
    http://www.ur-consult.de/news/kreta_...le_minotaurus/

    DER Experte für das Thema ist jedoch Thomas Waldmann, der die Höhle regelmäßig erkundet.
  9. #9

    ?

    Warum machen eigentlich fast immer "Forscher" englischer oder amerikanischer Herkunft derart "aufsehenerregende Entdeckungen"? Braucht da jemand ein bisschen Publicity, um Finanzen aquirieren zu können?