Säumige Zahler : Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los

DPADie gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829074,00.html
  1. #1

    Ein Skandal

    Der Mindestbeitrag für Kleinselbständige von ca. 350 Euro ist ein Skandal. Bei Der GKV sagte man mir, das wäre gemacht, weil Selbständige ihr Einkommen ja durch Investitionen etc. "klein rechnen" könnten.

    Geht`s noch? Als wenn man da munter und beliebig vor sich hinrechnen kann. Wenn es für das Deutsche Finanzamt - das ja nun nicht gerade als großzügig bekannt ist - reicht, bzw. wenn die Buchhaltung und das zu versteuernde Einkommen von diesem akzeptiert wird, dann sollte es doch wohl auch von der GKV akzeptiert werden können!
  2. #2

    recht so

    Warum sollen nur ein paar Dumme bezahlen? Das ist doch normal dass ich meine Beiträge bezahle. Wer das nicht tut Pfändung oder rauswerfen aus der Versicherung. Solche Schmarotzer brauchen wir nicht.
  3. #3

    Zu teuer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

    Säumige Zahler: Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los - SPIEGEL ONLINE
    Dass viele die Beiträge zur GKV nicht mehr bezahlen können, auf die Idee kommt offenbar niemand.
  4. #4

    Eine Krankenkasse für alle! Faire Beiträge für alle.
    Jedes Jahr wieder beschwere ich mich über die Ungerechtigkeit, als Selbständiger mit geringem Einkommen dafür abgestraft zu werden, das mein Ehepartner zwangsweise in der Privaten Krankenversicherung ist. Somit zahle ich in der GKV den höchstbeitrag. Was sehr häufig nicht nur meinen Gewinn, sondern mein Gesamteinkommen übersteigt. Selber in die private Krankenkasse zu wechseln, kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Krankenkassen gehören nicht in private Hand. Eine Kasse für alle und wir könnten wieder sozial agieren.
  5. #5

    Bei manchen mag die Zahlungsverweigerung auch ein Ausdruck politischer Überzeugung sein. Je mehr Verwaltungsakte (Mahnschreiben, etc.) die Kassen und die Zollstellen haben, desto weniger lohnt sich dieser Zusatzbeitrag.

    Ich finds immer noch sehr frech, dass dieser Beitrag eine feste Höhe hat, und nicht nach Einkommen gestaffelt ist. Der Ausstieg aus dem Sozialsystem.
    Ich als Mäßigverdiener finanziere die Leistungen bei Wohlhabenden, an deren Vermögen sich keiner rantraut.
  6. #6

    Niemand kann mir

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

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    erzählen das die Beitragsrückstände den säumigen Zahlern Freude bereiten. Niemand hat gern die Inkassomitarbeiter des Zolls oder sonst wen an den Hacken. Diese Menschen KÖNNEN einfach nicht zahlen. Aber nur immer feste drauf auf den schon im perversen Übermaß geknebelten Kleinen Mann der ums Überleben kämpft. Ich wünschte mir, die Verantwortlichen gingen mit gleichem Enthusiasmus und Strenge gegen Steuerhinterzieher und Subvertionsschwindler vor. Schaut mal nach Paris was passiert wenn man den Menschen das Gefühl gibt nur noch Dreck zu sein. Dann beißt der getretene irgendwann zurück, meistens leider nicht die die dieses Dilemma im Großen Ganzen zu verantworten haben. Das ist die eigentliche Tragödie dabei. Diese armen Säumer kriegen jetzt nen Titel ( denke sowas ist 30 Jahre gültig ), müßen einen Offenbahrungseid leisten ( nie wieder Kredit, Schufa Mega Negativ etc. ) oder Privatinsolvenz anmelden. 8 Jahre Gängelung und Aufsicht wie über das Taschengeld vom Schuljungen. Und all das für ein paar Tausend Euro. Amnesti gibts nur für Steuerhinterzieher.
  7. #7

    Während Selbständige auch bei geringem Einkommen mit einem hohen fiktiven Einkommen veranlagt werden und zum Teil damit völlig überfordert siind zahlt ein Geringerverdiener unabhängig von seinem sonstigen Einkommen nur Beiträge auf der Basis des Lohneinkommens. Ob er daneben noch Miet- oder Zinserträge hat bleibt völlig aussen vor.

    Da gibt es auch interessante Gestaltungsbeispiele: Z.B. Die Unternehmersgattin ist im Betrieb mit knapp über 410 EUR pflichtversichert. Das gesamte restl. Einkommen bleibt aussen vor.
  8. #8

    notwendig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

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    Leider eine notwendige Maßnahme.
    Die Gemeinde der Beitragszahler hat nichts zu verschenken.
  9. #9

    Hallo Frau Schmidt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

    Säumige Zahler: Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los - SPIEGEL ONLINE
    Der Dank vieler Selbständiger wird Ihnen wahrschienlich immer noch nachschleichen, wenn Sie sich wahrscheinlich gar nicht mehr daran erinnern können, mal das Amt des Bundesgesundheitsministers bekleidet zu haben. Bestenfalls vielleicht noch an die lockeren Zeiten mit dem Dienstwagen, damals in Spanien.
    Millionen kleiner und mittlerer Selbständiger, deren Geschäft (gerade) mal, oder wegen der hohen Zwangsbeiträge zur Krankenkasse nicht so erträglich ist, müssen sich das Geld vom Munde absparen, um die Versicherung zahlen zu können,
    Ich frage mich mittlerweile was der Gesundheit abträglicher wäre, schlechter essen und krankenversichert, oder lieber gesünder essen und nicht versichert sein.