Säumige Zahler : Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los

DPADie gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829074,00.html
  1. #80

    Die Folgen ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

    Säumige Zahler: Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los - SPIEGEL ONLINE
    Wer ist Kleinstunternehmer? Sehen wir hier eine ganz klare Folge aus den vielen Werkverträgen? Mit immer mehr Tricks und Schiebereien werden doch hier systematisch die Sozialkassen geräubert, durch den Auftraggeber.Er entzieht sich doch seiner Verpflichtung, die anteiligen Sozialkosten zu übernehmen.

    Hier darf nicht der Staat und schon gar nicht der "treue" Beitragszahler für diese asozial Haltung vieler Unternehmen die Zeche zahlen. Und auf der anderen Seite stecken sich diese Vorstände mit unständigen Pensionsansprüchen die Taschen voll.

    Wenn schon "Werkvertrag", dann auch Zwangszahlung von anteiligen Sozialkosten, und zwar aller, also auch Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung.
    Denn das nächste Problem entsteht spätestens,wenn es keinen Werkvertrag gibt und kein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht.
    Also, jetzt dem Grundübel an die Wurzel gehen, wir produzieren unsere Sozialfälle von morgen schon heute, wenn keine Beiträge zur Rente gezahlt werden.

    Aber, in Berlin jubelt man sich hoch und der schlaue Weinversteher aus Mainz kann vor lauter Kraft nicht mehr laufen, er ist es auch gewesen, wenn er schon auf dem Podium so vollmundig sich ereifert.
  2. #81

    Zitat von deus-Lo-vult Beitrag anzeigen
    Aber, wenn die Versicherten nich zahlen KÖNNEN, dann krankt das System woanders! Nicht bei den Versicherten!
    Ja, bei deren Geschäftsmodell.
  3. #82

    Mit Kanonen auf Spatzen schiessen

    Ich bekam wegen 25 EUR (fünfundzwanzig), die am 01.04. fällig waren am 16.04. eine Vollstreckungsankündigung vom Zollamt !!
    Eine normale Erinnerung (mit entsprechenden Mahngebühren) hätte es doch wohl auch getan.
    Die Kassen gehen zu weit.
  4. #83

    Karte zurückgeben

    Zitat von carranza Beitrag anzeigen
    ....
    Ich frage mich mittlerweile was der Gesundheit abträglicher wäre, schlechter essen und krankenversichert, oder lieber gesünder essen und nicht versichert sein.
    Gehen Sie ruhig gesund essen und versichern Sie sich nicht. Geben Sie aber bitte vorher die Karte zurück.
    Darum geht es, keine Beiträge zahlen und sich dann auf Kosten Anderer Medikamente, Krankenhäuser und Ärzte in Anspruch nehmen.

    Ich habe kein Erbarmen mit diesen Leuten.
  5. #84

    Konsequenz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

    Säumige Zahler: Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los - SPIEGEL ONLINE
    Die einzige wirkliche Lösung wäre die vollständige Abschaffung der gesetzlichen Krankenkassen.

    Stattdessen müsste der Staat - steuerfinanziert - eine ambulante und stationäre Grundversorgung mit angestellten Ärzten für alle Bürger bereitstellen. Wer mehr als die staatliche Grundversorgung will, kann sich weiterhin freiwillig privat zusatzversichern.

    Diese Lösung wäre die gerechteste und preisgünstigste. Sie wird aber aus folgenden Gründen nie kommen:

    Die niedergelassenen Ärzte werden ihre Kassenzulassungen so hartnäckig verteidigen wie die griechischen Taxifahrer ihre Taxilizenzen, für die riesigen Verwaltungsapparate der GKV ginge es um die nackte Existenz, und die Politik müsste künftig jede Leistungseinschränkung selbst verantworten und könnte den schwarzen Peter nicht mehr der "Selbstverwaltung" von Ärzteverbänden und Krankenkassen zuschieben.
  6. #85

    Zitat von Claudia Beitrag anzeigen
    Während Selbstständige aufgrund eines "fiktiven" Einkommens veranlangt werden, werden nichtberufstätige Ehefrauen, deren Gatten genug verdienen, so daß die Frau überhaupt nicht arbeiten muß, umsonst mitversichert.
    Seltsam, daß da nicht das "fiktive" Einkommen zugrunde gelegt wird, auf dessen Basis die Besteuerung nach Ehegattensplitting stattfindet.

    Eine allgemeine Kopfpauschale, bei der der Staat nur Beiträge für Kinder und Menschen übernimmt, die selbst nicht bezahlen können (zu geringes Einkommen (aus Arbeit, Kapital, Vermietungen oder Transferzahlungen) - nicht nur geringes ARBEITSeinkommen), wäre gerechter gewesen.

    Aber nein, da haben die Sozialisten mit dem Argument gewonnen, daß die Sekretärin nicht die gleichen Beiträge zahlen darf, wie der Chef. Die Möglichkeit, daß der Chef vielleicht einen Großteil des Gehalts in Aktienpaketen bekommt - für die keine Versicherungsbeiträge gezahlt werden, und die Sekretärin nur halbtagsarbeitet, weil sie dank ihres gutverdienenden Mannes eine Vollzeitarbeitsstelle nicht nötig hat, ist man nicht gekommen.
    politker sind halt meistens sehr weit weg von der lebenswirklichkeit der menschen. was wollen sie z.bsp. von eine rfrau nahles erwarten, die noch nie in ihrem leben selber gearbeitet hat -und damit meine ich arbeit- außerhalb ihrer parteikarriere.
  7. #86

    Zitat von Diskutant_EF Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich: Wenn Sie keine 350 Euro für eine Krankenversicherung und noch einmal mindestens den gleichen Betrag für ihre Altersvorsorge aufringen können, ist Ihr Geschäftsmodell als Selbständiger nicht wirklich tragfähig.
    Widerspruch. Wo steht geschrieben, dass man mindestens 1900 Euro verdienen muss? Millionen Arbeitnehmer müssen das auch nicht.

    @ Otto III: Guter Beitrag. Das mangelnde Verständnis ist auch der fehlenden Information geschuldet. Für den Angestellten, der mittels Kurzarbeit teuer zuhause bleibt hat man ja auch Verständnis. Oder den Rechtsanwalt oder die Nageldesignerin, die kostenlos beim Ehemann versichert ist.
  8. #87

    Zitat von ruckzuck Beitrag anzeigen
    Was hat der Zoll mit der Krankenversicherung zu tun??
    Nichts. Die Große Koalition von Union und SPD hat 2007 nur eine neue Aufgabe für den Zoll gesucht.
  9. #88

    Zitat von Interessierter0815 Beitrag anzeigen
    Lieber Spiegel bringen Sie doch mal in Erfahrung wie viel mehr Geld die Sozialkassen einnehmen würden, wenn es keine Beitragsbemessungsgrenzen gäbe! Ich würde mich über ein Titel freuen! Achja, diese soziale Schmarotzergrenze der Reichen gibt es in der soziallistischen Schweiz nicht!
    Wie auch. Die haben einkommensunabhängige Prämien. Was übrigens für GKV-Versicherte mit einem Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze de facto ebenfalls der Fall ist.
  10. #89

    Diskriminierung von Menschen mit Einkommen aus selbständiger Tätigkeit!

    Der pauschale Mindestbetrag für Selbständige ist eine klare Diskriminierung von Menschen mit Einkommen aus selbständiger Tätigkeit!
    Es ist hoffentlich nur noch eine Frage der Zeit bis diese Praxis vom Bundeverfassungsgericht einkassiert wird.

    Zitat von blowup Beitrag anzeigen
    Der Mindestbeitrag für Kleinselbständige von ca. 350 Euro ist ein Skandal. Bei Der GKV sagte man mir, das wäre gemacht, weil Selbständige ihr Einkommen ja durch Investitionen etc. "klein rechnen" könnten.

    Geht`s noch? Als wenn man da munter und beliebig vor sich hinrechnen kann. Wenn es für das Deutsche Finanzamt - das ja nun nicht gerade als großzügig bekannt ist - reicht, bzw. wenn die Buchhaltung und das zu versteuernde Einkommen von diesem akzeptiert wird, dann sollte es doch wohl auch von der GKV akzeptiert werden können!