DPADie gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829074,00.html
Wenn Sie der Meinung sind es liegt nicht an den Versicherten, dann muss die Frage erlaubt sein, an wem denn sonst?
Wenn jemand z.B. als Scheinselbständiger so dämlich ist, und als Sub-Sub-Unternehmer Dumpingverträge eingeht, dann kann diese dann in Zahlungsunfähigkeit mündende Dämlchkeit nicht das Problem der Versicherten sein.
Ihre Gutmenschenrolle ist hier fehl am Platze.
Und an solch säumige Zahler werden von den Arbeitsämtern noch Arbeitslose vermittelt! Die sind dann am Ende nicht nur um ihren Lohn, sondern auch noch um ihren gesetzlichen Krankenschutz betrogen. Der *Arbeitgeber hat* ja nichts eingezahlt.
Das ist ziemlicher Schmarn:
"Da der ermäßigte Beitragssatz vergleichsweise selten zur Anwendung kommt, ergibt sich demzufolge ein Krankenkassen-Mindestbeitrag von 132,01 Euro bei Anwendung des allgemeinen Beitragssatzes von 15,5 %. In den Fällen des ermäßigten Beitragssatzes gilt entsprechend ein Mindestbeitrag von 126,90 Euro."
Ich habe selbst gut 8 Jahre nie mehr als 150 Euro bezahlt. Erst mit steigendem Einkommen steigen die Beiträge.
Im Übrigen verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Der Zoll pfändet seid eh und je für die Sozialkassen. Bei Selbstständigen ist die Schwierigkeit oft nicht das Geld zu verdienen, sondern es zu dem Zeitpunkt zur Verfügung zu haben wenn es benötigt wird. Wer hier nicht ein gutes Polster oder eine gute Bank hat ist verratzt.
Warum verdammen Sie sich selbst? Ihr Vorschlag ist doch durchaus überlegenswert.
Sie müssen halt nur darauf gefasst sein, dass dann viele, viele Menschen ziemlich böse auf Sie sind, denn dann ist Schluss mit dieser gratis Familien-Mit-Versicherung, wo über einen Beitrag im Schnitt 4 Personen versichert sind (was aus meiner Sicht auch konsequent wäre).
Ich wußte nicht, dass man zum Geld eintreiben den Zoll anmieten kann. Die AOK ist doch eigentlich ein Unternehmen wie jede andere Krankenkasse auch. Was zahlt denn die AOK dafür, oder bekommt der Zoll Umsatzbeteiligung?