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Säumige Zahler : Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los

DPADie gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829074,00.html
  1. #20

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    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Leider eine notwendige Maßnahme.
    Die Gemeinde der Beitragszahler hat nichts zu verschenken.
    Klar hat sie - siehe Beitrag #2 - Gestaltungsbeispiele.

    Oder anders gefragt: Warum werden Soz.Versicherungsbeiträger überhaupt nur auf Lohn und Gehalt erhoben? Wir verschenken haufenweise Geld.
  2. #21

    Zoll

    Was hat der Zoll mit der Krankenversicherung zu tun??
    Das verstehe ich nun überhaupt nicht.
    Sind die Versicherer etwa Staatlich?
    Kann ich die auch anfordern bei einem säumigen Zahler?
  3. #22

    Ohne Moos ...

    Die DAK Köln hat letztes Jahr auch versucht mittels Zoll und Inkassounternehmen diese Gelder bei mir einzutreiben. Der Witz ist das ich H4 Empfänger bin und die DAK mehrmals darüber in Kenntnis gesetzt habe, das ich ihre Zusatzzahlungen für sie bei der Arge/Jc einfordere. Hinzu kommt das man H4 Empfänger nicht pfänden darf ... aber ansonsten eine gelungene Aktion.
  4. #23

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die gesetzlichen Krankenkassen verlieren die Geduld mit säumigen Beitragszahlern. Zollbeamte treiben in ihrem Auftrag ausstehendes Geld ein. Allein im vergangenen Jahr wurden die Fahnder auf 1,6 Millionen Versicherte angesetzt.

    Säumige Zahler: Krankenkassen schicken Zoll zur Pfändung los - SPIEGEL ONLINE
    Lieber Spiegel bringen Sie doch mal in Erfahrung wie viel mehr Geld die Sozialkassen einnehmen würden, wenn es keine Beitragsbemessungsgrenzen gäbe! Ich würde mich über ein Titel freuen! Achja, diese soziale Schmarotzergrenze der Reichen gibt es in der soziallistischen Schweiz nicht!
  5. #24

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    Zitat von u.loose Beitrag anzeigen
    wie unsere "büromindestausstattungs" Ulla es wollte... Jeden ihr möglichen Knüppel hat sie verwendet um nicht lohnabhängige Bürger zu drangsalieren. Im Klartext, um den "Recht geschieht es den unsolidarischen Freiberuflern" Rufern das zu verdeutlichen:

    Freiwillig GKV Versicherte müssen MINDESTENS 300....
    Hören Sie doch mit dem "böser Sozialismus" Quark auf.

    Der einzige Weg bei solchen Sachen ist echter Sozialismus. Krankenkassen und allgemeine Gesundheitsdienstleistungen sind nun mal sozial (istisch). Anderenfalls können wir das auch einstellen und jeder zahlt den Arzt wieder direkt.
    Entweder wir machen es richtig oder gar nicht. DIeses Gemurkse mit den X Kassen und X^2 Tarifen und dem Gehampele was alles angerechnet wird.
    Einfaches System:
    JEDER zahlt ein.
    ALLE Einkommensarten zählen.
    EIN gemeinsamer, geringer Prozentsatz.

    Aber ich weiß schon - Sozialistisches Teufelszeug....
  6. #25

    Was auch noch erwähnenswert ist: Die Krankenkassen müssen mindestens 5% der Schuldsumme monatlich als Säumniszuschlag aufschlagen (§ 24 SGB IV).

    Das heißt, die Schuldsumme wird defacto mit 5% jeden Monat verzinst. Man kann sich leicht ausrechnen, dass ein Kassenschuldner unter diesen Bedingungen kaum ein Bein auf die Erde bekommen kann.

    Im Kreditgewerbe wäre eine solche Zinslast (60% Jahreszins) als Wucher sittenwidrig.
  7. #26

    -

    Mal davon ab, dass sich mir immer noch nicht erschließt, warum sich die Gesundheitskosten seit Jahren von der doch relativ stabil gebliebenen Versicherungsnehmeranzahl abgekoppelt haben - die Lösung hier scheint doch recht einfach: der selbständige VN gibt der KK seine geschätzten Einkünfte an (wie gehabt) und wird über die Einkommensteuererklärung bei Differenzen entschädigt/belastet. Gleiches gilt auch bei Arbeitnehmern. Dann hätten wir zwar noch das Problem der wenig zeitnahen Tilgung, aber immerhin wäre das Ergebnis gerechter und nachprüfbarer.

    Nicht vergessen werden sollte auch der Fall, dass Selbständige relativ leicht ihr Einkommen kleinrechnen können und somit einen zu kleinen Anteil leisten - auch das führt zu den relativ hohen Versicherungsprämien des freiwilligen Betrags.
  8. #27

    Lohnsklaven

    Zitat von mibarina Beitrag anzeigen
    Eine Anpassung der Krankenkassenbeiträge an die tatsächliche wirtchaftliche Leistungsfähigkeit kleiner Selbständiger wäre überfällig und außerdem nur gerecht. Von den sozialen Absicherungen abhängig Beschäftigter können die nur träumen.
    Da könnte man ja auf üble Gedanken haben. Hat der Staat vielleicht ein Interesse daran, möglichst viel ABHÄNGIG Beschäftigte Lohnsklaven zu haben, die man leicht verwalten, plündern und in Schubladen stecken kann?

    Man muss sich das mal vorstellen: Ein alleinstehender Kleinunternehmer, der in den Gründungsjahren auf ein paar Hundert Euro Verdienst kommt, zahlt mehr GKV-Beitrag als ein abhängig Beschäftigter, der mehr verdient und noch Frau und 2 Kinder mitversichert.
    Ein Wahnsinn..oder eiskaltes Kalkül?
  9. #28

    Bei einem Einkommen von damals 800 DM netto sollte ich als freiwillig GKV-Versicherte 500 DM davon für die Kassenbeiträge zahlen. Wundert´s jemanden warum ich mich für die PKV mit 147,- DM Beitrag entschieden habe? Heute verdiene ich gut und bin immer noch in der PKV die mir damals das (über)leben ermöglicht hat. Soviel zu der ungerechten 2-Klassen Medizin!
  10. #29

    ...

    Zitat von ruckzuck Beitrag anzeigen
    Was hat der Zoll mit der Krankenversicherung zu tun??
    Das verstehe ich nun überhaupt nicht.
    Sind die Versicherer etwa Staatlich?
    Kann ich die auch anfordern bei einem säumigen Zahler?
    Ganz einfach:
    Zitat von wikipedia
    ...vollstreckt öffentlich-rechtliche Geldforderungen des Bundes und der bundesunmittelbaren juristischen Personen des öffentlichen Rechts (Pfändungen und ggf. Verwertungen)
    Und da die Krankenversicherungen in die 2. Kategorie fallen, ist der Zoll zuständig.
    Nu klar?


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