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Sachbuch-Phänomen Selbermachen: Ich bastel mir 'ne Wurst

Gärtnern in der Stadt, Motorräder selbst reparieren, Omas Rezepte nachkochen oder Lavendelseife herstellen -*Do-it-Yourself erlebt einen neuen Boom. Und der schlägt sich auch auf dem Sachbuchmarkt nieder: eine ganze Reihe Neuerscheinungen beschäftigt sich mit den Neo-Handwerkern.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...775467,00.html
  1. #1

    Auch Anwaltsschriftsätze

    ans Gericht zum Selbermachen gibt es schon...
    http://plan-be.de/html/muster_download.html
  2. #2

    Selbermachen ist IN

    Grundsätzlich ist das Selbermachen schon immer auf reges Interesse gestoßen. Warum man das nun in einem Buch NEU aufarbeitet ist mir schleierhaft...
    Im Web gibt es hierzu schon seit Jahren verschiedene Anlaufadressen wie z.B. http://www.bauanleitung24.de/ oder http://www.bauanleitungen.net/ um nur einige Beispiele zu nennen, die regen Zuspruch finden. Ich denke der Boom ist nicht wirklich NEU, hier springt man nur auf den ZUG auf...
  3. #3

    Kampagne

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gärtnern in der Stadt, Motorräder selbst reparieren, Omas Rezepte nachkochen oder Lavendelseife herstellen -*Do-it-Yourself erlebt einen neuen Boom. Und der schlägt sich auch auf dem Sachbuchmarkt nieder: eine ganze Reihe Neuerscheinungen beschäftigt sich mit den Neo-Handwerkern.

    http://www.spiegel.de/kultur/literat...775467,00.html
    Komisch, das hatte ich doch heute morgen erst im Radio gehört. Da hat die Dame mit dem Sachbuch wohl auch beim Selbermachen der Werbekampagne das nötige Geschick bewiesen.
  4. #4

    .

    Bei vielen war es doch immer aktuell, soweit möglich alles selbst zu reparieren. Nur war es über Jahre nicht angesagt, darüber zu reden. Wenn wir es jetzt wieder dürfen, spricht das dafür, dass es uns spürbar schlechter geht. Es wird an allen Ecken und Enden gespart. Dafür gibt man/frau sogar Geld aus. Vielleicht sollte unsere (Volks-)Wirtschaft doch mal nachdenken...
  5. #5

    Selbermachen macht Spaß

    Ich habe vor einer Weile nach vielen langen Pausen mal wieder mit dem Stricken und Häkeln angefangen, eigentlich vor allem, um die Hände zu voll zum Rauchen zu haben. Vom Nikotin bin ich jetzt zwar immer noch nicht entwöhnt, aber eine tolle neue "Sucht" ist dazugekommen. Das schöne daran war, daß ich nichts neues lernen mußte, denn Stricken und Häkeln hatte ich in den späten 70ern in der Grundschule gelernt und damals dann auch mit großer Begeisterung betrieben, mit "Weiterbildung" durch Mutter, Oma und Nachbarin. So stolz wie auf meine selbstgemachten Stücke war ich auf nichts anderes, was ich bis dahin in der Schule gelernt hatte. Und es war für mich ein echter Verlust, daß das "Textile Gestalten" nach dem Wechsel aufs Gymnasium nicht mehr im Stundenplan vorkam.

    Heute ist es durch das Internet zwar viel leichter als vor 30 Jahren, neue Modelle, Muster oder Techniken zu finden. Andererseits werden die grundlegenden Techniken aber in der Schule nicht mehr unterrichtet (jedenfalls nicht in unserem Bundesland). Es gibt für meinen Sohn, der jetzt die Grundschule besucht, überhaupt kein Fach, in dem er sich kreativ so austoben könnte wie ich mich damals mit den diversen Nadeln. Zumal man bei vielen Handarbeiten auch als Kind schon bald erfolgreich den Großen nacheifern kann. Manche Kinder finden vielleicht im Kunstunterricht so ein Ventil. Für mich persönlich kam aber das meiste, was da so produziert wurde und wird, z.B. nicht an ein selbst hergestelltes "richtiges", tragbares Kleidungsstück heran. Schade, daß den heutigen Kinder, jedenfalls mit "Gymnasiallaufbahn", solche Erfolgserlebnisse in der Schule wohl meistens verwehrt bleiben. (Gilt z.B. auch für Werk- und Kochunterricht).

    "Projekte" gibt es an der Grundschule zwar noch und nöcher, aber bei meinem Sohn zumindest entstehen dort wenn überhaupt nur abstrakte "Dinge". Als ob es verpönt wäre, von Kindern potentiell "nützliche" manuelle Tätigkeiten zu verlangen. (Kinderarbeit? Ausbeutung?) Als ob ein Topflappen weniger "Kunst" sein könnte als ein Wasserfarbengemälde von Mama-Papa-Kind-Haus-Zaun. Wäre in diesem Sinne wirklich schön, wenn die neue Selbermachwelle auch mal in die Schulen schwappen könnte!
  6. #6

    Alleine

    die Aussage
    Dass die neuen Selbermacher unter dem Kürzel DIY, "Do It Yourself", in den vergangenen Jahren einen regelrechten Industriezweig aus dem Boden gestampft haben, wundert Crawford nicht.
    trifft für Deutschland ja wohl gar nicht zu.
    Seit den späten 60er Jahren ist gerade in Deutschland das DIY-Prinzip, Heimwerken etc. zu einem ausgeprägten Wirtschaftsfaktor geworden.
    Das mag in anderen Ländern nicht überall so sein.
    Aber neu ist der Trend bestimmt nicht, lediglich die inflationäre Verbreitung von Büchern, Ratgebern in jegliche Richtung des "Selbermachens" und dadurch das "knappe Geld" einsparen ist als gut laufendens Geschäftsmodell dazugekommen.
    Neue Erkenntnisse bringen diese Bücher aber nicht.








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