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S.P.O.N. - Im Zweifel links: Haltung, Genossen!

Thilo Sarrazin darf*in der SPD bleiben - was für ein Fehler! Sein pseudowissenschaftlicher Rechtspopulismus hat mit Sozialdemokratie nichts zu tun.*Mit seinem Rauswurf hätten die Genossen ein Zeichen gegen die neue Rechte in Europa setzen können. Aber sie waren zu feige.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...759443,00.html
  1. #430

    Klare Antwort

    Zitat von Zäld Beitrag anzeigen
    Die Kritik ist unberechtigt.

    Aus dem Text:

    "Genetische Unterschiede zwischen den heutigen Volksgruppen lassen sich im Wesentlichen nur mit Hilfe von neutralen genetischen Markern nachweisen,"

    Damit bestätigt Ihre Quelle die Aussage von Sarrazin: Volksgruppen unterscheiden sich genetisch voneinander.

    Der Text macht weitergehend zwar die Einschränkung "die per definitionem keine Rückschlüsse auf spezifische Eigenschaften erlauben.", taugt aber nicht als Kritik an Sarrazin, da er aus den Genen der Volksgruppen keine Rückschlüsse auf spezifische Eigenschaften gezogen hat.

    "Dass es bei Volksgruppen genetische Unterschiede in Bezug auf Intelligenzleistungen geben könnte, ist nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens nicht zu erwarten."

    Dies taugt ebenfalls nicht als Kritik an Sarrazin, da er nicht behauptet hat, Völker würden sich in den Intelligenzleistungen unterscheiden.

    Im Endeffekt bleibt von der angestrebten Kritik an Sarrazin nur die Bestätigung der Aussage, Völker würden sich genetisch unterscheiden.

    Zäld
    Es geht um Volksgruppen und georgraphische Zuordnung in einem sehr weitläufigen Sinn.Nirgendwo wird etwas in der Art erwähnt wie "Juden" oder "Basken".Nirgendwo bestätigt das eine derartig eindeutige Zuordnung möglich wäre.
    Nirgendwo wird etwas derartiges behauptet::
    "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen..."
    Ohnehin handelt es sich um genetische Marker,die aber völlig neutral sind:
    "Neutrale genetische Marker verhalten sich – eben weil sie neutral sind - nach statistischen Zufallsprinzipien. Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen sagen nichts anderes aus, als dass diese eine Zeit lang in unterschiedlichen Regionen gelebt haben."
    Bei Sarrazin klingt das sehr viel anders:
    „Aktuelle Studien legen nahe, dass es in höherem Maße gemeinsame genetische Wurzeln heute lebender Juden gibt, als man bisher für möglich hielt.“
    Hier noch mal nachzulesen:
    http://www.bild.de/politik/2010/poli...03086.bto.html
    Hier wird dem ganzen eine Bedeutung gegebn die es nicht hat.
    Die Studie kommt daher treffend zu dem Schluss:
    "Fazit: Herr Sarrazin hat die grundlegenden genetischen Zusammenhänge falsch verstanden - seine Aussagen beruhen auf einem Halbwissen, das nicht dem Stand der Evolutionsforschung entspricht."
  2. #431

    Die Würde des Menschen

    Zitat von Zäld Beitrag anzeigen
    Wo verdrehe ich Fakten?

    Wo gehen Sie denn überhaupt mal auf meine Argumente ein?

    Zäld
    Ich bin in mehreren Beitgrägen ausführlich auf ihre Argumente eingegangen.Dies blenden sie hier genauso aus,wie sie alles was in der Studie steht ausblenden und diese unberechtigte Kritik nennen.
    Es zeigt für mich sehr deutlich.das es gar nicht um Fakten geht,denn diese werden nur dann akzeptiert,wenn sie die eigene Haltung bestätigen.
    Einen absoluten Standpunkt kann es letztlich nicht geben.So muss dann jeder für sich gewichten und einordenen wie er die Dinge bewertet.
    Ich bewerte das ganze Geschehen so,das es nicht um vorgegebene Fakten geht,sondern dem ganzen im wesentlichen Projektionen und verdrängte Gefühle zugrunde liegen,die so was Migration betrifft,an einer Minderheit festgemacht werden.
    Ob dies so ist,sollte jeder Einzelne für sich klären und entsprechend handeln.Jeder Mensch muss entsprechend seiner eigenen Vorstellungen und Werte handeln,wobei es für mich wichtig ist,dies mit Respekt und Achtung vor anderen Menschen zu tun.Da wo dies nicht geschieht,halte ich es für genauso wichtig deutlich darauf hinzuweisen.Letztlich geht es hier um die Würde des Menschen in seinem eigenen Sein,die es zu respektieren gilt.
    Diese Würde des Menschen wurde bereits viel zu oft und viel zu lange missachtet.Ich kann sie nicht mit nationalen oder kulturellen Eigenheiten verbinden,den sie existiert unabhängig davon.
    Unterschiede mag es geben,aber sie sind nicht besser oder schlechter.Für mich kann es daher auch keine Bringschuld geben,wie sie zum Beispiel von Sarrazin angemahnt wird.Eine solche würde für mich der grundsätzlichen Gleichwertigket aller Menschen wiedersprechen.Gleichwertig ist aber nicht das Verhalten und da wo es Menschenverachtend und von Hass geprägt ist,muss dies auch als solches gesehen und benannt und dem Verhalten entsprechend gehandelt werden.
  3. #432

    .

    Zitat von Frieden ist alles Beitrag anzeigen
    Es geht um Volksgruppen und georgraphische Zuordnung in einem sehr weitläufigen Sinn.Nirgendwo wird etwas in der Art erwähnt wie "Juden" oder "Basken".
    Ihre selbst ins Spiel gebrachte Studie spricht von "Volksgruppen". Wenn Basken keine Volksgruppe sind, wer ist denn dann eine Volksgruppe?

    Nirgendwo bestätigt das eine derartig eindeutige Zuordnung möglich wäre.
    Ihre Studie sagt aus, daß Volksgruppen bestimmte genetische Merkmale aufweisen. Also ist eine Zuordnung anscheinend doch möglich.

    Nirgendwo wird etwas derartiges behauptet::
    "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen..."
    Lesen Sie eigentlich Ihre Quellen selbst einmal, bevor Sie sie hier hineinstellen? Aus Ihrer eigenen Quelle

    http://www.bild.de/politik/2010/poli...03086.bto.html

    "US-Forscher hatten bei DNA-Studien herausgefunden: Die heute lebenden 13 Millionen Juden sind nicht nur durch Kultur und Religion, sondern auch durch ein gemeinsames biologisches Erbe miteinander verbunden. "

    Eindeutiger geht es doch gar nicht mehr.

    Ohnehin handelt es sich um genetische Marker,die aber völlig neutral sind:
    Sie wehren sich bisher vehement dagegen, daß es diese Marker überhaupt gibt. Entscheiden Sie sich doch bitte mal: Gibt es volksgruppentypische Marker oder nicht?

    Ob die Marker neutral sind oder nicht, dazu hat Sarrazin überhaupt nichts gesagt. Fakt ist dennoch: Es gibt Marker, mit denen die Volkszugehörigkeit - besser gesagt, die Volksabstammung - erkannt werden kann.

    "Neutrale genetische Marker verhalten sich – eben weil sie neutral sind - nach statistischen Zufallsprinzipien. Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen sagen nichts anderes aus, als dass diese eine Zeit lang in unterschiedlichen Regionen gelebt haben."
    Bei Sarrazin klingt das sehr viel anders:
    „Aktuelle Studien legen nahe, dass es in höherem Maße gemeinsame genetische Wurzeln heute lebender Juden gibt, als man bisher für möglich hielt.“
    Ich kann beim besten Willen nicht nachvollziehen, was Sie daran anders klingen hören. Eine Studie (die Sie ins Spiel gebracht haben) sagt aus, daß Volksgruppen genetische Merkmale besitzen. Sarrazin sagt in diesem Zitat nichts weiter als daß bei Juden mehr von diesen Merkmalen vorhanden sind als man früher annahm. Das ist eine neutrale Feststellung. Was klingt dabei für Sie anders, und nach was klingt es?

    Die Studie kommt daher treffend zu dem Schluss:
    "Fazit: Herr Sarrazin hat die grundlegenden genetischen Zusammenhänge falsch verstanden - seine Aussagen beruhen auf einem Halbwissen, das nicht dem Stand der Evolutionsforschung entspricht."
    Nein, der Schluß ist falsch, da die Studie versucht, etwas zu widerlegen, was Sarrazin überhaupt nicht behauptet hatte. Das hatte ich vorhin schon geschrieben, leider sind Sie nicht darauf eingegangen.

    Zäld
  4. #433

    .

    Zitat von Frieden ist alles Beitrag anzeigen
    Ich bin in mehreren Beitgrägen ausführlich auf ihre Argumente eingegangen.
    Wenn es denn nur so wäre. Nicht eingegangen sind Sie auf:

    - Was ist daran schlimm, wenn unterschiedliche Volksgruppen bestimmte genetische Merkmale besitzen?

    - Haben Chinesen und Japaner - zwei unterschiedliche Völker - genetische Unterschiede, daß ein geübtes Auge diesen Unterschied beim bloßen Betrachten der Person erkennen kann? Haben Iren und Inder unterschiedliche Gene?

    - Ihre Studie belegt Sarrazins Aussage, Volksgruppen würden sich genetisch unterscheiden

    - Ihre Studie widerlegt Sarrazin nicht bezüglich der Aussage, unterschiedliche Völker wären unterschiedlich intelligent, da er solch eine Aussage nie getätigt hat

    - Ihre Studie widerlegt Sarrazin nicht bezüglich der Aussage, man könne aus den genetischen Unterschieden der Völker Rückschlüsse auf die Eigenschaften der Menschen ziehen, da er solch eine Aussage nicht getätigt hat.

    Dies blenden sie hier genauso aus,wie sie alles was in der Studie steht ausblenden und diese unberechtigte Kritik nennen.
    Ich bin auf Ihre Studie eingegangen, ich habe dabei nichts ausgeblendet. Auch wenn die Gefahr groß ist, daß Sie wieder nicht darauf eingehen, fasse ich noch einmal zusammen:

    Die Studie sagt kurzgefaßt aus:

    1. Volksgruppen haben unterschiedliche genetische Merkmale.

    2. Rückschlüsse aus den unterschiedlichen Merkmalen auf bestimmte Eigenschaften lassen sich nicht ziehen.

    3. Es gibt keine genetisch bedingten unterschiedlichen Intelligenzleistungen verschiedener Völker.

    Ich halte diese Punkte der Studie für richtig. Allerdings widerlegt die Studie Sarrazin auch nicht:

    Punkt 1 unterstützt Sarrazins Aussage, Juden und Basken hätten jeweils typische Gene.

    Punkt 2 und 3 widerlegen Sarrzin nicht, weil er keine solchen Äußerungen getan hat, die damit widerlegt werden würden.

    Jetzt bin ich gespannt, ob sie es akzeptieren, daß Volksgruppen spezifische Gene haben, so wie es Ihre Studie aussagt. Hier hätte ich gerne mal eine klare Aussage von Ihnen, ob die Studie falsch ist, oder ob sie diesen Fakt akzeptieren.

    Unterschiede mag es geben,aber sie sind nicht besser oder schlechter.
    Hat irgendwer behauptet, Völker wären aufgrund Ihrer Gene besser oder schlechter? Sarrazin hat dies zumindest nicht getan.

    Zäld
  5. #434

    Titel

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    ...ist die Gleichsetzung von "no Future" Denken mit Pragmatismus. Das ist schon eine besondere intellektuelle Leistung.

    Für mich war bisher Pragmatismus eher das Gegenteil von No Future Depressivität. Aber da regen Sie zum Nachdenken an.
    Unter Pragmatismus verstehe ich den "kleinsten gemeinsamen Nenner", deshalb auch der Begriff "Tagwursterei".
    Es wird eben immer das entschieden, was sich möglichst geräusch- und problemlos durchsetzen lässt.

    Genau das Gegenteil von Weitsichtigkeit und langfristiger Planung.


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