Zitat von
VorwaertsImmer
Im modernen Soziastaat gibt es zwei Formen des Kapitalismus:
Finanzkapitalismus
Der Finanzkapitalismus lebt von Erträgen des Kapitals.
Er lebt vom Mehrwert den der Wertätige durch seine Arbeitskraft erwirtschaftet - durch die FREMDE Arbeitskraft!
Sozialkapitalismus
Der Soziakapitalist im modernen Sozialstaat lebt vom sozialem Kapital einer Gesellschaft. Das soziale Kapital sind die Einrichtungen, die eigentlich dafür geschaffen worden sind, in Not geratene Werktätige zu unterstützen. Der Sozialkapitalist möchte jedoch seinen Lebensunterhalt nicht von der eigenen Arbeitskraft, sondern von der FREMDEN Arbeitskraft bestreiten. In dieser Zielsetzung unterscheidet er sich nicht vom Finanzkapitalisten.
Das Drama des Werktätigen im modernen Sozialstaat ist es, doppelt ausgebeutet zu sein - vom Finanzkapitalismus und vom Sozialkapitalisten.
Wenn man als Werktätiger auf den Lohnzettel guckt, und sieht was da alles abgezogen wird für unseren Sozialstaat - dann frägt man sich: zahlt man mehr Kohle an den Unternehmer - oder an Faulenzer?
Die Ausbeutung der Werktätigen durch Faulenzer ist offenbar nicht unerheblich: um 1.000 Euro Sozialhilfe oder bedingungsoses Grundeinkommen zu bekommen müsste ein Finanzkapitalist bei 5% Verzinsung ein Kapital von 1.000 x 12 /0,05 = 240.000 Euro besitzen.
Ein bediungsloses Grundeinkommen von 1000 Euro beutet den Werktätigen also genauso aus wie ein Erbe, der von seinen Eltern 240'000 Euro geerbt hat.
Die Linke lebt im Geiste immer noch im Zeitalter der Industrialisierung. Die heutigen Formen der Ausbeutung der Werktätigen im modernen Sozialstaat sind noch nicht notwendiger Art und Weise programmatisch berücksichtigt worden.
An dieser Stelle möchte ich auf August Bebel verweisen, der Faulheit aufs schärfste verurteilt hat. Ein Parteigänger wie August Bebel würde jedoch heute mit seiner Meinung von der SPD ausgeschlossen werden: sein Bibelzitat "wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen" entspräche sicherlich nicht mehr der Parteilinie.
Arbeiterführer wie Kurt Beck ("Waschen, rasieren, dann finden Sie auch einen Job!") und Franz Müntefering ("Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen") sind einige wenige Ausnahmen!
Die meisten Linkspolitiker heutzutage sind jedoch keine Arbeiterführer mehr,
sondern vertreten die Rechte der Faulenzer gegen die arbeitenden Bevölkerung!