S.P.O.N. - Im Zweifel links: Brüder, zur Freiheit!

Westerwelles FDP der Selbstbediener braucht kein Mensch - Deutschland fehlt eine echte liberale Partei. Sie müsste Freiheit und Verantwortung neu definieren, ein Gegengewicht zur Sozialdemokratisierung des Landes bilden. Und den Sinn des Lebens nicht in der Risikovermeidung sehen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...754222,00.html
  1. #160

    Guter Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Westerwelles FDP der Selbstbediener braucht kein Mensch - Deutschland fehlt eine echte liberale Partei. Sie müsste Freiheit und Verantwortung neu definieren, ein Gegengewicht zur Sozialdemokratisierung des Landes bilden. Und den Sinn des Lebens nicht in der Risikovermeidung sehen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...754222,00.html
    Ein guter Artikel von Herrn Augstein, den ich mit einer Einschränkung versehen möchte. Es fehlt nicht nur an einer echten liberalen Partei (die in ihrem Einsatz für Bürgerrechte nicht nur das Bedienen von Lobbyinteressen für eine ausgewählte Schar an Sympathisanten sieht), sondern auch eine Partei der Mitte, die fähig ist so etwas wie "Allgemeinwohl" zu definieren, dafür Sorge trägt, dass Einrichtungen des Staates ihrem gesetzlichen Auftrag entsprechend wieder funktionieren können, wieder in der Lage ist politische Gedanken in GUTE Gesetze zu gießen und zudem auch gegen Widerstände und Einzelinteressen durchzusetzen.
  2. #161

    Grundsicherung schafft Freiheit - Das soziale Sein bestimmt das Bewusstsein

    bedingungsloses einkommen könnte bei vielen verzagten, die sich von den job-centern verwalten lassen, selbstbewusstsein fördern und zu neuen taten ermutigen.

    als reich geborener millionenerbe hat herr augstein nur schwerlich zugang zu solchen psychologischen hemmnissen, die viele demotivierte menschen am unteren sozialen ende niederhalten.

    augstein hat die freiheit dies oder das oder auch gar nix zu machen oder zu schreiben - wie und wann immer es ihm beliebt.
    das nenne ich liberalismus at its best. ;-)
  3. #162

    War das ein ehrlicher Vorschlag ?

    Zitat von harrold Beitrag anzeigen
    Würden? Also erstmal abwarten, oder wie?
    Auf die Idee, erstmal einzutreten und selber zu versuchen, die Partei nach diesem Gusto umzugestalten, kommen Sie nicht? Zuviel Freiheit, zuviel Verantwortung? Und Sie halten sich für liberal?
    Ich habe regional "Quereinsteiger" beobachtet, die aus hochqualifizierten oder hochdotierten Stellen in die Politik wechselten und noch vor Jahresfrist die Waffen streckten, weil lang gediente Parteifreunde ihre Pfründe mit allen Mitteln verteidigten. Neue Ideen und Veränderungen einbringen? Theoretisch vielleicht - praktisch aber durch internes Zusammenhalten der Alten und Hick-Hack nicht möglich.
  4. #163

    .

    Zitat von elli1965 Beitrag anzeigen
    Ich finde, die Einführung eines bundesweiten Volksbegehrens könnte viele Menschen in diesem Land wieder für diesen Staat begeistern.
    Ich bin mir nicht sicher, ob die Politik, allen voran die CDU, mehr Beteilgung der Menschen wünscht. Ich schätze, eher nicht. Wir sollen alle vier oder fünf Jahre unser Kreuz machen, ansonsten sollen wir aber bitteschön die KLappe halten und brav TV gucken.
  5. #164

    Die "mehr Netto vom Brutto"-Lüge

    Zitat von marco__s Beitrag anzeigen
    Die angesprochenen Parteien gibt es bereits:......
    Das ist ja wohl ein Witz! Alle 3 Parteien stehen ganz öffentlich für rechten Schmutz ein und haben sogar weniger liberale Züge als die FDP.
    Die Wahlergebnisse der FDP geben deren erbärmliche Leistung seit der Bundestagswahl wieder: Statt "mehr Netto vom Brutto" werden die Leistungsträger (die Arbeitnehmer) immer mehr belastet. Die widerliche Hotelsteuersenkung spottet jeder Beschreibung.
    Und es ist ein Glück, dass nicht mehr Netto vom Brutto übrig bleibt. Denn weniger Steuern und Sozialausgaben bedeuten letztlich dass mehr Leute sich privat (Zusatz-)Versichern müssen. Private Versicherungen haben allein durch Werbung schon höhere Ausgaben und Gebühren. Alle Aufgaben die eine Gemeinschaft wie der Staat bislang übernehmen konnte und die dann durch private Gemeinschaften übernommen werden, sind nicht nur mit Werbeausgaben, sondern auch Gewinnerwartungen und, durch die Aufspaltung in mehrere Gemeinschaften, einem insgesamt höheren Verwaltungsaufwand verbunden.
    Diese Mehrausgaben werden zum größten Teil vom "einfachen Arbeiter" und der großen Mittelschicht getragen. Selbst Arbeitgeber mittelständischer Unternehmen werden einer Mehrbelastung ausgesetzt, während sich diese Belastung relativ zum Grundeinkommen bei Besser-Verdienern kaum niederschlägt.

    Unterm Strich von "Mehr Nette vom Brutto" steht damit eine gesamte (wenn auch nicht mehr steuerliche) Mehrbelastung der gesamten Unter- und Mittelschicht, von der nur die Oberschicht profitiert.

    Ein Glück dass die FDP mit dieser furchtbaren Idee nicht durchgekommen ist und kein Wunder dass der Rückhalt der Partei auch in den Reihen der gehobenen Mittelschicht und Eigentümern kleiner Unternehmen wegbricht.
  6. #165

    Quatsch

    Zitat von HariboHunter Beitrag anzeigen
    Die Piraten sind die neuen Liberalen.
    Die Piraten sind keine Liberalen, die sind genauso links wie die CDU, FDP, SPD und die Grünen.
  7. #166

    wow gut erkannt

    ich bin begeistert, endlich wieder was lesenswertes...
    Nur in einem punkt muss ich wiedersprechen: Zitat:
    Keine Sorge. So eine Partei würde es in Deutschland niemals zur Volkspartei bringen...

    Von wegen! Eine wirkliche liberale partei, die meine bürgerrechte schuetzen und stärken will, die den einfluss des staates aus dem privaten und wirtschaftlichem verbannt, die gegen stuerverschwendung und unnötige projekte vorgeht, die sich für eine frei marktwirtschaft mit einen liberalen freien strommarkt einsetzt, die sinnlose gesetze wie ein hanfverbot anprangert und beseitigt, die nicht diskriminierung schreit sondern wirkliche chancengleichheit schafft, die zensurversuche ala von der lügen mit anzeigen, sondersitzungen und streikaufrufen bekämpft, die subventionen und marktverzerrungen den krieg erklärt, die unsere mittelschicht schützt und wiederaufbaut.....
    So eine partei wäre innerhalb einer wahlperiode die dominierende volkspartei!
    Nur schade dass wir sowas nie erleben werden, unsere liberalen haben sich nur den namen geklaut, in wirklichkeit ist die fdp nur die möchtegern elite partei, sammelbecken für alle bankster und topmanager...nieten in nadelstreifen partei wäre da passender, nicht zuletzt auch wegen ihres vorsitzenden.
  8. #167

    libertär ungleich libertarian

    Zitat von tieger Beitrag anzeigen
    ... hatte ich auch mal gedacht. Aber dann festgestellt dass libertär nicht liberal ist. Die Piraten seine bunte Mischung von links-libertären Meinungen. Allerdings kommen noch kollektivistische Elemente hinzu. Siehe das Grundeinkommen, als "Recht auf gesellschaftliche Teilhabe".
    Es gibt sehr unterschiedliche Versionen von "libertär". In den USA ist ein libertarian tatsächlich jemand mit einer individualistischen, klassischen liberale, also staatsskeptischen Haltung.

    In Deutschland bezeichnen sich Personen so, die von sich behaupten, sie wären Anarchisten. Schaut man näher hin, vertreten sie eine Form des Steinzeitkommunismus.
  9. #168

    Zwei

    Zitat von argus77 Beitrag anzeigen
    Bravo, Herr Augstein. Das Problem ist, dass eine echt liberale Partei - also eine, die in ihrem Programm UND Verhalten Freiheit und EIGEN-Verantwortung verbindet - in Deutschland nie eine Chance hatte und haben wird. Mit Chance meine ich, dass eine solche Partei dauerhaft zwischen 20 ......
    Man braucht beides eine echte liberale Partei UND eine Partei für einen starken Staat die durchsetzungsfähig ist und ihr gesetzgeberisches Handwerk versteht. BEIDE sollten sich eine Eigenschaft teilen, nämlich sich nicht als Sprachrohr und Erfüllungsgehilfe irgendeiner wirtschaftlichen lobby zu verstehen.

    Beide sind nicht in Sicht...
  10. #169

    fdp und atomkraft? Nein, danke! Mir ist schon schlecht!

    Augstein, der einzige der SPON-Kolumnisten mit Verstand! Den Rest kann man wahrlich vergessen. So wie die FDP!
    FDP für immer unter die 5 Prozent!
    Schreit immer nach freiem Markt. Wenn es aber um die wahren Kosten der Atomkraft geht ( Reelle Versicherung der Risiken, Kosten für Endlagerung (für die auch keine Lösung in Sicht ist)). dann gilt das Marktgesetz aber nicht!
    So was von verlogen und korrupt!
    Westerwelle, Brüderle, Rössler etc. Kaum zu glauben, was sich da zur Wahl stellt, und auch noch gewâhlt wird.