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S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Partei für die Anschlussverwendung!

Toll, dass die FDP im Falle Schlecker gezeigt hat, wie flott sie Dinge abzuwickeln versteht. Das kann ihr für die Zukunft nur nützlich sein: Das, was die Liberalen jetzt für die Frauen der Drogerie-Kette angedacht haben, können sie demnächst ja auch wunderbar für sich selbst umsetzen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...824900,00.html
  1. #220

    Übelkeit allenthalben

    Zitat von news3.0 Beitrag anzeigen
    ....Es ist ja nicht so, dass unsere Bevölkerung nicht solidarisch wäre.
    „Unsere Bevölkerung“ ja. Die FDP nicht.
    Das werden auch die nächsten Wahlen zeigen.
    Zitat von news3.0 Beitrag anzeigen
    .Aber um wenige Mitarbeiterinnen eines Ortes kann sich auch die entsprechende Arbeitsagentur kümmern. Dafür ist sie schließlich da, dafür werden bereits Steuergelder investiert.
    Das ALG (1 und 2) haben die entlassenen Mitarbeiterinnen mit ihren Sozialversicherungsbeiträgen selbst mitfinanziert.
    Herr Rösler allerdings mit Sicherheit nicht.

    Zitat von news3.0 Beitrag anzeigen
    Wenn ich an diese eine heulende Frau denke, die in fast allen Fernsehberichten zu Schlecker gezeigt wurde um auf die Tränendrüsen zu drücken, wird mir schlecht.
    Das sollte es auch, nur aus anderen Gründen.
    Zitat von news3.0 Beitrag anzeigen
    Sie machen sich mit Ihrem Artikel zur Sprecherin eines dummen linken Propagandajournalismus, zur Unterstützerin von Leuten wie Frau Kraft in NRW, die mit dem Geld von Steuzahlern leider nicht umgehen können.
    Man nehme sich lieber ein Beispiel an der kernkompetenten FDP: den Banken schön die Milliarden an Steuergeld hinten rein schieben und dann an den Schwachen ein Exempel statuieren wollen. Erbärmlich und dumm.

    Zitat von news3.0 Beitrag anzeigen
    Zu Philipp Rösler: Er ist für die FDP nicht der Richtige. Deshalb wird auch er seinen Job verlieren, obwohl er sehr sympathisch wirkt, sehr gut ausgebildet ist und äußerst fleißig gearbeitet hat. Auch um dessen persönliches Schicksal mach ich mir keine größeren Gedanken. Ich denke, dass er sich bei seiner Arbeitsagentur nicht melden wird.
    Da er wohl nie etwas eingezahlt hat, wird er von der Arbeitsagentur auch nix bekommen.
    Muss er auch nicht, da er als Minister a.D. lebenslang von Steuergeld finanziert wird, das auch die Schlecker Mitarbeiterinnen gezahlt haben.
    Und da wird mir übel.
  2. #221

    Zitat von kandana Beitrag anzeigen
    Zumal nicht zu erwarten ist, dass diese Frauen und ihre Kinder verhungern werden - wir haben, was man von Hartz IV auch immer halten mag, immer noch ein Sozialsystem, das Verhungern an sich verhindert.
    Von "verhungern" hat auch niemand etwas geschrieben, soweit ich das überblicken kann. Sondern von "ernähren". Und das ist ein dramatischer Unterschied!
    Natürlich muss niemand verhungern in Deutschland, aber von Hartz-IV kann man sich nicht gesund (!) ernähren, und die Spätfolgen für die Gesellschaft aufgrund schlechter Ernährung liegen eklatant über den jetzt benötigten paar Millionen Euro.

    Zitat von kandana Beitrag anzeigen
    Auch habe ich darauf hingewiesen, dass viele der Schleckermitarbeiterinnen ohnehin auf Teilzeit oder 400 € angestellt waren, also entweder noch einen Mitverdiener zu Hause haben (in diesem Fall rückt das Verhungern in noch weitere Ferne) oder ohnehin Aufstocker waren, also vorab schon nicht weit von Hartz IV entfernt.
    Was heißt, dass große ökonomische Veränderungen nicht zu erwarten sind.
    Dann wäre es ja auch kein großer Kostenfaktor gewesen, denn ob wir den jetzt Arbeitslosen Hartz-IV bezahlen (Kosten lt. Berechnung einer Zeitung wohl rund 100 Millionen für die nächsten 6 Monate), oder die Transfergesellschaft (Kosten lt. Berechnung der gleichen Zeitung 70 Millionen plus die Aufstockungen), das wäre finanziell kein großer Unterschied.

    Aber man hätte ein Zeichen setzen können, dass gerade die alleruntersten Arbeitnehmer, die sich bemühen und eben nicht auf das einfachere und nicht viel einschränkendere Hartz-IV zurückgreifen, nicht vergessen werden. Zudem der Erhalt der Schlecker-Filialen auf dem Land durchaus eine hoheitliche Aufgabe werden könnte um die Versorgung mit Produkten des täglichen Lebens sicherzustellen.
  3. #222

    Physikalisch unmöglich ...

    Zitat von Halodri73 Beitrag anzeigen
    Das ist ein Thema für Wirtschaftspolitik. Und mit welchem Recht sollten die Mitarbeiter der insolventen Firma Schlecker besser gestellt sein, als die Mitarbeiter eines insolventen mittelständischen z.B. Bauunternehmers?

    In dem Fall hat die FDP Recht.

    Mal sehen, ob sie beim Thema Opelstandort Bochum umfällt...
    Beim Opelstandort Bochum kann die FDP nicht umfallen. Denn bis Opel auf der Agenda steht, ist die FDP bereits in der Anschlußverwendung!
  4. #223

    Zitat von trick66 Beitrag anzeigen
    Frau Burmester hat - entgegen ihrer Intention - erkannt, dass eine staatstragende Partei, die immernoch im Bund und einigen Bundeslaendern mitregiert, auch mal unpopulaere Entscheidungen im Sinne des grossen Ganzen treffen muss.
    Nur, dass die "unpopuläre Entscheidung" in diesem Fall populär gewesen wäre, einigen der Menschen, die schon ganz weit unten sind, das Gefühl gegeben hätte, sie werden nicht einfach in der ARGE entsorgt. Gekostet hätte das den Staat keinen Cent, da die Kosten für Hartz-IV inklusive aller Nebenerscheinungen höher liegen als die der TG.

    Zitat von trick66 Beitrag anzeigen
    Nach der ueppigen Lohnerhoehung in oeffentichen Dienst (mehr als die meisten privaten AN erwarten duerfen)
    Eine Erhöhung von 4,7% über 2 Jahre (glauben Sie nicht? Sind doch 6,x%! Ein Trick hilft immer: selbst nachrechnen!)? Das ist nichts weiter als die nächste Runde Reallohnverlust. Und Arbeitnehmer, die sich das bieten lassen, haben entweder eine schlechte Vertretung oder glauben selbst, dass sie jedes Jahr weniger Wert sind.

    Zitat von trick66 Beitrag anzeigen
    Und andere Sozialromantiker wie Frau Burmester duerften sich sicherlich auch beteiligen...
    Ich finde es immer wieder erschreckend, wie zynisch manche Besserverdiener immer wieder auf die eintreten, die am Boden liegen. Solchen Leuten wünsche ich gerne, dass ihnen auch etwas widerfährt, zu Boden wirft, und sie sich Solidarität wünschen. Oder auch nur warme Worte (denn finanziell ist die TG nicht mehr als Worte).
  5. #224

    Zitat von d.decas Beitrag anzeigen
    jeden Tag werden Arbeitnehmer lautlos wegrationalisiert und niemand schert`s. Sie sind lediglich noch Prozentpunkte in der Arbeitslosenstatistik. Aber bei Schlecker ist plötzlich alles anders- diese Frauen sollen plötzlich mit Steuergeldern aufgefangen werden, obwohl viele von ihnen einen gut verdienenden Ehemann zu Hause haben. Der Schleckerlohn war doch eher ein Taschengeld als ein Lebensunterhalt!
    S.h. entweder alle Arbeitslosen provitieren von einer Auffanggesellschaft oder niemand- da gebe ich der FDP mehr als recht!!!
    Richtig erkannt. Nicht die LINKE sondern die FDP ist die wahre Interessenvertretung des Prekariats! Anders wären die 16 Prozent bei der letzten Bundestagswahl ja auch nicht zu erklären.

    Immer noch nichts dazugelernt?
  6. #225

    FDP zeigt klre Kante!

    Zitat von gruenbonz Beitrag anzeigen
    war das jetzt gut von der FDP? Immerhin hat sie die Bevorzugung einer beschäftigtengruppe vermieden. Und einen misen Betrieb nicht noch mit mehr Steuergel ausgesattet. Dafür verliert sie die Liebe der Frau Burmeister, ein schweres Handicap für folgende Wahlen. Kann man das so sehen?
    Sie meinen jetzt aber nicht eine insolvente Großbäckerei (die mit dem Mäusekot)?
  7. #226

    Die besseren Kapitalisten

    Sehr krude was man hier so lesen muss.
    Die Konformität mit den kapitalistischen Imperativen ist unübersehbar. Ganz besonders in sozial-ökonomischer Hinsicht setzt sich nicht nur im Wissenschaftsbetrieb, in den Medien und in der politischen Klasse eine allgemeine Sprachregelung durch, auch der allgemeine Forist pflegt seine Konsens-Sprache:

    [...das Richtige getan es aber sehr ungeschickt vermittelt.]
    [Worthülsen ohne Ende gegen jeden wirtschaftlichen Sachverstand!]

    [Danke, dass Sie wieder bewiesen haben, mit wie wenig Sachverstand hier Artikel verfasst werden dürften.]
    usw. usf.
    Da fragt man sich doch gleich, braucht es einen Sachverstand um beurteilen zu können, das Massenentlassungen zwar eine basale Bedingung kapitalistischer Produktionsweise ist, aber menschlich betrachtet trotzdem gegen die Würde des Menschen verstößt? Man kann sich dem Eindruck nicht verwehren, dass manche Foristen tatsächlich für sich den "besseren" Kapitalisten beanspruchen.

    Doch wenn der Kapitalismus kein zivilisatorisches Niveau halten kann, ist das kein Anlass seine systembedingte Zumutungen mit Verbeugungen "anzunehmen". Umgekehrt ist die Rechnung aufzumachen - dass der Kapitalismus aufgrund seiner eigenen Entwicklung immer mehr Menschen - ob Frau oder Mann - nicht mehr "annimmt". Dann erscheint auch der Artikel in einem anderen Licht.
  8. #227

    Entschuldigung

    Zitat von erlachma Beitrag anzeigen
    Ich finde es immer wieder erschreckend, wie zynisch manche Besserverdiener immer wieder auf die eintreten, die am Boden liegen. Solchen Leuten wünsche ich gerne, dass ihnen auch etwas widerfährt, zu Boden wirft, und sie sich Solidarität wünschen. Oder auch nur warme Worte (denn finanziell ist die TG nicht mehr als Worte).
    Ich wusste ja nicht, dass Frau Burmester am Boden liegt. Dann haette ich mich sicherlich viel ruecksichtsvoller geaeussert...
  9. #228

    Prügelknaben

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Toll, dass die FDP im Falle Schlecker gezeigt hat, wie flott sie Dinge abzuwickeln versteht. Das kann ihr für die Zukunft nur nützlich sein: Das, was die Liberalen jetzt für die Frauen der Drogerie-Kette angedacht haben, können sie demnächst ja auch wunderbar für sich selbst umsetzen.

    Silke Burmester - Brief an die FDP - SPIEGEL ONLINE
    Die FDP verkommt bei den Journalisten zum Prügelknaben. Westerwelles Nichtbeteiligung der Deutschen am Libyen-Krieg wurde gescholten und lächerlich gemacht. Dabei hat sich mittlerweile längst herausgestellt, dass es eine sehr weise und staatspolitisch weitsichtige Entscheidung war (die uns auch noch zig Millionen gespart hat). Kein Journalist schreibt darüber. Im Zusammengang mit der FDP verkauft sich wohl Spott besser. Eine Auffanggesellschaft für die Schlecker-Frauen zu gründen, so wie es die Gewerkschaften und die SPD wollen, ist nun wirklich der größte Schwachsinn, den ich seit langem gehört habe. Was ist denn die Arbeitsagentur und das AlG 1 anderes, als eine Auffanggesellschaft für plötzlich arbeitslos Gewordene? Die Agentur wird aber schon mit Steuermitteln finanziert. Kann die das nicht? Werden die fürs Nichtstun bezahlt?








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