Samuel Zuder Leichte Mädchen, Luden und Hans Albers - daran denken viele Touristen, wenn sie St. Pauli hören. Ein paar Hamburger Kaufleute sorgen sich nun, dass das Rotlicht-Viertel so langsam sein verruchtes Image verliert und retten deshalb eine Kiez-Kaschemme vor der Abrissbirne. Schönen Dank!
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...848158,00.html
der/die keine Ahnung hat. Die Pfeffersäcke wollen wirklich den Silbersack erhalten, hauptsächlich aus Nostalgie, aber wie immer bei Pfeffersäcken, weil ihre anderen Grunstücke den Charm des (halb-) alten St. Paulis brauchen und langfristig ihnen das Grundstück erhalten bleibt. Die fühlen sich wirklich als Retter, weil normalerweise immer auf St. Pauli abgerissen und damit mehr Geld verdient wird.
Retten ist Retten, entscheidend ist was am Schluss rauskommt, gerade auf St. Pauli.
Ehrlich, mit kommen die Traenen, was aus der Reeperbahn geworden ist. Nichts ist mehr da von frueher. Ich bin am Holstenwall zur Schule gegangen, Schwimmunterricht im Wellenbad neben der Davidswache. Mutprobe, durch die Herbertstrasse mit Schulranzen rennen! Und spaeter dann die Gaeste auf die Reeperbahn fuehren, der Hamburger ging da nicht hin!!! Im Kaffee Kaese nach Interessentinen gucken, wir waren aber zu jung zum zum. Die Beatles waren zwar auch schon da, aber wurden kaum wahrgenommen.
Der Circus entstand viel spaeter.
Na ja, die Seeleute haben ja auch kaum noch Landurlaub.
In meiner Jugendzeiten lagen die Frachter mindestens eine Woche an den Schuppen. Mit den Containerschiffen sind es nur noch Stunden. Und der FC St. Pauli mit seinen Spielern, die Catcher im Zelt davor. Haenschen Apel hiess einer der Spieler vom FC. einer seiner Arme war am Ellbogen amputiert und trotzdem war er ein guter Spieler.
Schade, aber alles aendert sich. Die Glasfassaden ueberall. kein Herz mehr, aus vorbei: DAS HERZ VON ST. PAULI. Es ist nicht mehr mein Hamburg, dass ich vor 50 Jahren verliess.
Ich kann Leute wie Sie nicht verstehen, die sich wie verzweifelt an den Status Quo klammern und traurig sind, dass sich ein Stadtteil nach 50 Jahren ändert. Zeigen Sie mir mal eine Großstadt wo sich 50 Jahre lang nichts tut. Wieso sind Sie eigentlich aus dem herzensguten Paradies gezogen?
Hamburg hat sich schon immer rapide verändert und es ist ein Wunder, dass sich St. Pauli so lange halbwegs gehalten hat.
Es ist einfach ein Stadtteil, der eine Top-Lage hat und dringend saniert werden muss. Wenn das die Bewohner nicht selber stemmen können, kommt da halt ein böser Investor und macht das. Dann aber halt zu der Lage angemessenen Preisen.
Die Bewohner die auf St. Pauli leben verändern sich auch. Die haben mittlerweile Jobs und Familie und wollen biologisch, fair, nachhaltig und chic wohnen. Dazu kommen Zuzieher, die von dem Kulturangeboten angezogen sind und scheinbar auch bereit sind dafür zu bezahlen.
Was soll den Ihrer Meinung gemacht werden?
Und PS: Bitte benutzen Sie Umlaute, dass macht Ihren Beitrag viel leichter lesbar!
Waren Sie schon einmal vor Ort?
A) Sie gehen vom Hans-Albers-Platz die Gerhardstraße entlang und biegen dann nach links in die Herbertstraße ein.
B) Sie laufen vom Hans-Albers-Platz die Friedrichstraße runter in Richtung Davidstraße und biegen dann dort nach links in Richtung Davidwache (ohne "S") ab, oder Sie biegen nach rechts ab und spazieren dann (die nächste rechts) von der anderen Seite aus in die Herbertstraße rein.
Alle Angaben ohne Gewähr ... kann ja auch sein, dass die Immobilienhaie in den letzten Tagen da was umgestaltet haben. ;-)